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Tiny House (Un-)Romantik – zu zweit auf kleinem Raum.

Romantisch am dänischen gusseisernen Ofen sitzen, einen heißen Yogi-Tee trinken, die geliebte Person im Augenwinkel betrachten – hach, da lacht das Herz und die Romantik erfüllt die Luft, wie das zufriedene Schnurren eines Katers. Es gibt sie, diese Momente. Doch es gibt auch die anderen Momente. Eine Ahnung worüber ich rede? Genau, um den verfügbaren Raum in Tiny Houses.

Lecker Tee, schlürf, schlürf, waaaarm.

Ja, er ist gering, wenn nicht sogar winzig – mit nur 16 m² Wohnfläche bleibt einfach nicht viel Platz um sich vor sich, und vor der anderen Person zu verstecken. Und mein Shout-out direkt an alle anderen Tiny House-Bewohner (vor allem an die, die mit mehreren das Tiny House bewohnen): ich glaube euch nicht, dass ihr „genug“ Platz habt. Das ist heuchlerisch und einfach nicht wahr.

Gut, man hat zwar mehr Staufläche, doch man kann sich nicht gescheit aus dem Weg gehen. Man sieht den Partner nicht immer, doch man hört ihn immer: ob er oder sie sich im Bett wälzt, eine Buchseite wendet, musiziert (hach was! – schaut mal in das Video unten;)) oder sich eine Schnitte schmiert. Ganz amüsant – ihr könnt es euch denken – sind die WC-Besuche in den Tiny Häusern. Besonders komisch ist die Situation, wenn gerade gekocht wird und man sich gleichzeitig mit der Person auf dem Kompostklo unterhalten kann – ganz zu schweigen von den kulinarischen Gerüchen, die sich vermengen – naja, you get what I mean.

Eine makabere Situation für Fiona – wohin mit ihr, oder meinen schrägen Versuchen auf dem Horn?

Gut!, sagen korrekte Gemüter: man hat einen Garten, kann sich viel draußen aufhalten, ist generell nicht viel zu Hause, da Tiny House Bewohner ja alles Menschen aus der Mitte der Gesellschaft sind, einen Job haben und auch sonst viel zu beschäftigt sind, daheim zu bleiben. Doch, no-no-no! Let me tell you: Es ist und bleibt bei einem winzigen Raum. Für jemanden allein – ideal. Für zweit – oh, das wird eng.

Ich will euch nicht die Romantik austreiben, aber euch ein realistisches Bild von dem tatsächlichen Zusammenleben geben. Meine Tipps: schaut zu, dass ihr die Partnerin mögt – also, ich mein‘ wirklich mögt. Aber das ist nicht genug: schaut zu, dass ihr euch Rückzugsräume schafft, oder Zeiten bestimmt, zu denen ihr, oder der Partner wirklich allein ist. Nur so kann die Enge auch zur Weite werden.

Was haltet ihr davon – glaubt ihr, ihr könnt euer Leben mit eurer Partnerin, eurem Partner in einem kleinen Raum organisieren? Kennt ihr solche Situationen z.B. vom VanLife – wie geht ihr damit um, und was braucht es, um sich besser zu organisieren? Lasst es mich wissen!

So what?!

Nachtrag von meiner geliebten Tiny House Mitbewohnerin, Fiona Hahn:

„Little did we know… Als wir unser Tiny House geplant haben, war die Rechnung noch ganz einfach. Wir dachten uns: „Hey, wir verbringen echt wenig Zeit daheim!“ Wir schlafen, essen, und duschen. Lesen vielleicht abends noch was. Wozu dann so viel Platz für zwei Leute?

Ich weiß nicht, ob’s nur an Corona liegt, aber mittlerweile ist aus dem bisschen schlafen, essen, lesen, schon viel, viel mehr geworden: ich arbeite 35 Stunden im HOME office. Schreibe meine Masterarbeit im HOME office. Mache online Yoga at HOME. Und schaue auf einmal Netflix – at HOME! Bei all dem gehen wir uns nicht nur selbst, sondern auch einander auf die Nerven. Soll ich jetzt Yoga zu Boris‘ Saxphon Sounds machen?! Oder im Klo mit den Kolleg*innen skypen!? Ideen und Input please!

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