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Reloaded: 7 Voraussetzungen für Weltverbesserer

Ehrlich gesagt, wir haben uns im letzten Jahr allzu oft gefragt, ob unsere große Motivation wirklich an der richtigen Stelle wirkt. Blog Aktivitäten und Selbstversuch, hin oder her… Wir haben Freunde, die in Dadaab, in einem der größten Flüchtlingslager der Welt arbeiten und andere, die in Indien und im Irak zur Demokratieförderung beitragen. Wir kennen Leute, die Therapien für Traumapatienten anbieten, und, und, und… Ist es in einer solchen Zeit überhaupt angemessen über Ernährung, Ressourcenverbrauch und gesundheitliche Aspekte von Plastik zu schreiben?

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Mmmhhh, schwierige Frage – aber es gibt einfach sehr, sehr viele  wichtige Themen – auch wenn ihre gesellschaftliche Relevanz variiert. Und dummer, dummer Weise haben wir alle nur ein begrenztes Zeitkontingent zur Verfügung. Eins wissen wir: unser Herz schlägt nachhaltig. Aber das kann so ziemlich alles bedeuten. Woran aber sollen wir uns orientieren? Und wie steht es um unsere geliebten DIY-Aktivitäten im stillen Kämmerlein, wenn wir dieselbe Zeit auch nutzen könnten um Petitionen zu starten, Integrationsprojekte in unserer Stadt zu unterstützen oder einer Partei beizutreten. DIFFICULT!

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Wie beantworten wir all diese Fragen und wie nutzen wir das neue  Jahr in derart unruhigen Zeiten? Bevor wir an dieser Stelle eine Antwort geben können, beginnen wir uns in Mini-Schritten dem „Untersuchungsgegenstand WELT-VERBESSERN für Anfänger“ zu nähern.

Bevor wir also auf Inhalte eingehen, haben wir 7 Voraussetzungen identifiziert, um im kommenden Jahr motiviert und erfolgreich zu sein:

1. Ein inspirierendes Umfeld. Wir wollen aktiv werden. Oder sagen wir besser: bleiben! Wir wollen unsere Stärken einbringen. Und wir wollen, dass Gutes daraus entsteht. Motivation alleine reicht jedoch nicht aus. Es macht einen Unterschied, ob wir mit einem fruchtbaren Samen durch die Wüste wandeln oder durch Landstriche ziehen, in denen Milch und Honig fließen. Was wir damit meinen? Das dritte Treffen mit alten Freundinnen, die sich über das Wetter ärgern oder Dschungelcamp-Protagonisten verspotten, sagen wir in Zukunft ab. Lieber rufen wir die ehemalige Kollegin an, die uns damals so beeindruckte. Oder wir starten einen Twitter-Chat zu jener Frage, die uns seit Wochen beschäftigt. Wir wollen diesbezüglich noch ein wenig konsequenter werden. Also: Rock on – inspiration by people! Ohne Euch geht GAR nichts.

2. Freiräume. Während unseres „Slow-Monats“ haben wir gelernt, abzuschalten, nicht immer erreichbar zu sein und unsere geliebten To-Do-Listen auch mal zur Seite zu legen. Grundsätzlich sind wir beide extrem aktiv, aber uns ist bewusst, dass ein freier Geist notwendig ist, um auf gute Ideen zu kommen. Im letzten Jahr gab es Wochen, die uns eindeutig zu voll waren. Wir wollen also darauf achten, uns echte Freiräume für Geist und Seele zu schaffen – mit der Konsequenz, dass wir zwischenzeitlich weniger präsent sind und nicht jedes tolle Angebot annehmen können. Auch inhaltlich wollen wir unser breites Themenfeld nicht eingrenzen. Dabei werden wir nicht beliebig, keine Sorge. Langfristig wird von diesem guten Vorsatz die Qualität unseres Blogs und mit Sicherheit auch unsere Lebensqualität profitieren.

3. Ein kritischer Geist. Ohne wird es einfach nicht gehen. Denn auch, wenn wir uns nach einer heilen Welt und einer guten Zukunft für alle sehnen, wissen wir, dass jeder zu seinen Lebzeiten genau daran arbeiten muss. Wir möchten uns verantwortlich fühlen für unser Handeln und unseren Konsum. Alleine dieser Wunsch macht deutlich, dass es nicht ausreicht, innere Nachhaltigkeit durch Yoga oder ähnliches zu erreichen. Und es reicht genauso wenig, einfach nur kritisch zu sein. Wir müssen da raus. Wir müssen uns artikulieren oder Aktionen starten. Doch zu welchen Themen? Auch wenn die Welt um uns herum aktuell vor allem soziale Herausforderungen hervorbringt, glauben wir, dass unser fachlicher Hintergrund uns einfach für Umweltthemen prädestiniert. Wir haben schon einiges an Wissen und Erfahrungen gewinnen können und möchten genau das weitergeben. Also: kein neues Grundthema. Auch wenn’s schwerfällt. Wir müssen versuchen, eingefahrene Strukturen unseres Konsums aufzubrechen, wir müssen unsere Umwelt zu einem größeren Parameter der Wirtschaft werden lassen, Externalitäten einpreisen, rechtliche Grenzen einfordern und gute Beispiele benennen! Und was wir müssen, müssen wir wohl…

4. Optimismus. Können wir wirklich etwas erreichen? Wirkt sich nicht all unser Handeln im weitesten Sinne negativ auf die Umwelt aus? Und können wir internationale Lieferketten und Missstände in der Ferne überhaupt beeinflussen? Sollte ich es nicht ganz bleiben lassen, wenn ich eh nicht konsequent sein kann? Und ist nicht das Handeln jedes Einzelnen ein Tropfen auf den heißen Stein? Oder mindestens das, was wir hier in Deutschland machen? In China spielt doch die Musik und unser Verhalten ist einfach vollkommen unerheblich… Auch wir sind nicht frei von solchen Zweifeln – wichtig ist, dass der Optimismus immer und immer und immer wieder siegt!

5. Wachstum. Wir wollen wachsen an dem, was wir tun. Wir wollen uns nicht mit dem zufrieden geben, was wir bereits wissen und können. Wir wollen mehr! Und wir glauben, dass genau dieser Aspekt eine wichtige Motivationsquelle ist. Letztes Jahr haben wir unglaublich viel gelernt und sind über uns hinaus gewachsen. Wir haben auf allen Gebieten der Nachhaltigkeit unsere Kenntnisse ebenso wie unsere Netzwerke erweitern können. Wir haben Twitter und WordPress für uns entdeckt und lernen dürfen, dass man aus dem Nichts etwas schaffen kann, wenn man nur will. Fürs neue Jahr hat sich Anna Wachstumsschübe in Sachen sozialkritischer Fotografie vorgenommen und sie möchte lesen, lesen, lesen. Santa möchte die Arbeit von Finding Sustainia stärker in der realen Welt verankern und konkretere Anleitungen zu einem einfachen und bewussten Leben geben.

6. Gesundheit. Im letzten Jahr haben uns besonders diejenigen Challenges gefallen, die uns auch ganz persönlich gut getan haben. Und wir sind davon überzeugt, dass wir nur vermitteln und langfristig bei anderen verankern können, was sich gut anfühlt. Glücklicherweise haben wir den Eindruck, dass ein gewisses Maß an Umweltbewusstsein ohne große Umwege zu einem gesünderen Leben führt: weil das Wesentliche wesentlich ist. Und davon hält die Natur jede Menge für uns bereit!

7. Mut. Sobald man sich aus dem Fenster lehnt, macht man sich angreifbar. Mut bedeutet für uns, dass wir uns frei machen vom Wunsch, es jedem Recht zu machen. Und auch davon, fehlerlos durchs Leben zu gehen. Denn wer keine Fehler macht, macht wahrscheinlich auch sonst nicht viel. Kritik, unerreichte Ziele, Durststrecken,… all das wird es geben, na und? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

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Ja, wir glauben, damit haben wir die wichtigsten Punkte benannt. Falls Euch eine weitere Voraussetzung einfällt, lasst es uns wissen. Denn genau auf dieser Grundlage denken wir nun weiter und werden Euch ganz bald präsentieren, was Euch tatsächlich in diesem Jahr bei Finding Sustainia erwartet.

Bleibt gespannt. Wir sind es selbst.
Santa, Anna und das ganze Finding Sustainia Team

 

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Weitere Infos und jede Menge Interaktion findet ihr auf unserer Facebookseite “Finding Sustainia“ und bei Twitter unter @Finding_S.

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