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Chat zum Sonntag, No.13 – Meyer&Meyer

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30. März, 9:14 – 10:34

Anna: Guten Morgen, Santa! Erwische ich Dich mitten im Umzug?

Santa: Nein, im Taxi nach Kings Cross in London – war gestern auf einer Geburtstagsparty und jetzt nehme ich den Zug nach Duisburg. Das geht ganz gut. Ohne Taxi ging’s allerdings nicht… leider.

Anna: Wir freuen uns auf Dich, hier in Deutschland. Das Wetter ist fantastisch und die Grillsaison hat endgültig begonnen. Hat denn alles geklappt mit packen, verabschieden, etc.?

Santa: Puh, die letzte Woche vegan im Umzug und mit unserer Abschiedszeremonie war etwas schwierig und nicht so gesund wie die Zeit davor. Ich merke immer mehr, eine nachhaltige Lebensweise und Stress passen nicht gut zusammen. War manchmal fast grantig.
Planen, planen, planen

Anna: Ja, das glaube ich. Auch zum grillen… man muss immer vorausdenken und dafür sorgen, dass man gut versorgt ist. Dann ist’s eigentlich gar kein Problem.

Santa: Absolut. Hab eine Riesenladung Bratlinge gemacht. Mein Mann war ziemlich erstaunt, dass ich am Herd stand statt zu packen… man könne ja schnell etwas unterwegs kaufen…

Anna: Wenn dieses unterwegs kaufen nicht schrecklich schwierig wäre. Gestern war ich eingeladen zum Kaffeetrinken. Eigentlich busy vorher mit meiner Masterarbeit, habe ich dann aber doch noch einen veganen Kuchen gebacken, damit ich auch mitessen konnte. Ich glaube, mit ausreichend viel Zeit wäre alles einfacher. Aber andere Sachen kommen schnell zu kurz wenn man dauernd mit Essen zu tun hat.

Santa: Voilà!

Anna: Letzte Woche war ich bei der Energy Storage Messe hier in Düsseldorf. Mit tollem Abendessen. Da kann man ja schlecht seine eigenen Sachen auspacken – also habe ich einfach gehofft, dass es schon etwas für mich geben würde… und es gab etwas: vegane Deko und Brot. Grrrrrr….

Santa: Du sprichst mir wirklich aus dem Herzen! Muss gerade mal raus aus dem Taxi, rein in den Bahnhof… one moment.

Anna: Ach, das ist alles sehr facettenreich und schwer zu beschreiben. Eigentlich finde ich es positiv, nicht einfach nebenbei zu essen sondern sehr bewusst. Aber dieser Monat war jetzt wirklich extrem… Politik, Sonnenschein… alles zweitrangig. Anna redet nur über Essen. Ich habe meine Umgebung da schon irgendwie auf eine harte Probe gestellt. Unsere Kein Zeug-Challenge hat kaum jemand bemerkt, aber meinem veganen Monat hat niemand verpasst. War schon sehr auf dieses Thema fixiert… Das ändert sich hoffentlich wieder – auch ohne zu meinem unkritischen Konsum von Milchprodukten und Ei zurückzukehren.

Geheimniskrämerei

Santa: Manchmal möchte man sich auch einfach nicht dauernd erklären. Auf der Abschiedsparty hab ich dann heimlich Bratlinge, Salat und Selleriesticks gegessen. Ich wollte mich einfach mehr auf alten Freunde und die tolle Musik konzentrieren.

Anna: Ja, um nicht ständig angesprochen zu werden, wird man schon zum Geheimniskrämer. Hab mir bei Besprechungen und auf Konferenzen dann immer UNTER‘M TISCH Sojamilch in meinen Kaffee gekippt. Die ich extra mitschleppen musste.

Santa: Netter Gedanke, Meyer mit einem Flachmann Sojamilch unter’m Tisch.

Anna: Ich glaube fest daran, dass in Zukunft bei größeren Veranstaltungen auch Alternativen angeboten werden. Ich frage auch schon immer fleißig – das schafft Bewusstsein für veränderte Kundenwünsche.

Santa: Ja, da müssen wir als Gesellschaft hinkommen, finde ich.

Anna: Meine Kollegin hat es als sehr unangenehm empfunden, dass sie bei Geschäftsessen immer gleich ihr Weltbild ausbreiten musste. Sie wurde natürlich gefragt, warum sie so ziemlich alles weglässt… und irgendwie möchte man ja dann auch eine ordentliche Antwort geben und nicht sagen: Das geht Sie überhaupt nichts an. Als Vegetarier muss man das nur noch selten… ich schätze, in ein paar Jahren wird’s auch für Veganer einfacher.

Santa: Ich glaube, das ist die Crux. Man labelt sich und wir gelabelt, ohne dass man es zwangsläufig machen möchte. Gestern habe ich kurz meine Cousine zum Lunch direkt an der Liverpool Station getroffen, ganz ohne Vorbereitung und ich hab dann das Veganer-Verlegenheitsmenü Pommes Frites gegessen in einem Pub. Veggie Options gab’s echt einige, aber nichts Veganes. Dabei gibt es so großartige vegane Optionen gibt. Sitze nun im Zug und hoffe, dass ich weiterhin Empfang habe.

Anna: Ja, in diesem Fall wäre die vegetarische Option fürs Wohlbefinden die bessere gewesen. Das habe ich auch desöfteren erlebt und viel zu viel Pommes gegessen, diesen Monat.

Santa: Absolut. Ich glaube, um wirklich konsequent zu sein, muss man richtig mit Kopf und Herz dabei sein. Meine Freunde sind oft mit mir zum Wild Thyme gegangen und haben ihre vegetarischen und veganen Mahlzeiten sehr genossen. Und eine weitere Freundin isst jetzt einen Monat vegan. Das scheint richtig inspirierend zu sein. Pommes ist aber nicht die finale Lösung und ich bin gespannt, wann veganes Essen sich mehr etabliert. Ist ja auch fuer Carnivoren mal nett, etwas Leichtes zu kriegen.
Lernerfahrungen

Anna: Da kommen wir schon hin. Ich glaube, es ist jetzt schon so viel einfach als noch vor ein paar Jahren… aber wie gesagt, Luft nach oben gibt’s noch jede Menge. Persönlich bin ich ja auch noch die als absolute Anfängerin. Zwei tolle Interviews haben wir ja diesen Monat geführt, mit Attila und Susanne. Und wir haben die Vegan-Community befragt. Irgendwie waren sie alle so klar in ihren Aussagen. Einfach schon so viel weiter als wir. Sie schienen weniger Probleme zu haben. Aber ein Monat ist für so ein großes Thema wohl einfach noch keine relevante Zeitspanne. Mit dieser Erkenntnis müssen wir leben. Auf der anderen Seite sind wir in so kurzer Zeit schon so viel schlauer geworden!

Santa: Ja, die Interviews waren toll und bald gibt es noch ein Schmankerl von Caroline als Veganerin auf dem Biohof, auf dem auch mal geschlachtet wird.

Überraschungen

Santa: Ein schönes Erlebnis war, als wir vor wenigen Tagen zum Abschied von den Kollegen meines Mannes zum Abendessen eingeladen wurden. In der Umzugshektik hatte ich ganz vergessen, nochmal vorzuwarnen. Seine Frau erinnerte sich aber an die Challenge und die beiden haben ein super veganes Essen gezaubert mit Eintopf, Couscous Salat und grünem Salat. Ich war total platt und gerührt. Und wie der Graslutscher meinte: Die Leute nehmen es oft sogar positiv auf und machen sich Gedanken, wieviele tierische Produkte man oft verwendet, ohne immer einen geschmacklichen und gesundheitlichen Mehrwert zu haben.

Anna: Wow! Großartig!!! Ich habe auch eine schöne Geschichte: Unser Praktikant hat zum Abschied extra einen veganen Kuchen gemacht. Und der war soooo lecker!

Fortsetzung folgt…

Anna: Wie machst Du jetzt weiter?

Santa: Du meinst hinsichtlich vegan? Ich mache weiter und schaue immer wieder, wie ich mich gerade fühle und ob ich mal eine Ausnahme mache. Lieber mal ein tierisches Produkt bewusst zu mir nehmen, als es ständig zu tun. Es soll aber mein Rahmen bleiben.

Anna: Das hast Du super formuliert. So mache ich es auch! Jede vegane Entscheidung geht ein in meine private Positivbilanz.

Santa: Das mit dem Kuchen ist eines dieser richtig schönen Erlebnisse. Da gibt sich dann jemand so richtig Mühe für einen. Ich freue mich jetzt auch schon riesig darauf, was für Köstlichkeiten meine Mama mir heute zaubern wird. Nach Pub und Party, freue ich mich auf Soul food.

Anna: Mmmhhhh, das klingt toll!
Santa: Zuhause mache ich auf jeden Fall weiter, aber ich bin dieses Jahr einfach zu viel unterwegs. Innerhalb eines Monats sind’s diesmal ca. 7 verschiedene Betten, in denen ich schlafen werde.

Anna: Meine Kolleginnen sind auch überzeugt dran zu bleiben. Wenn auch nicht ganz so streng wie im Moment.

Santa: Genau. Wahrscheinlich werde ich auch nicht immer die Kraft und die Lust haben, Gastgeber zu brüskieren oder unterwegs nur Pommes Frites zu essen, aber das werde ich dann sehen. Heute ist ja bekanntlich der wichtigste Tag im Leben und da bin ich vegan.

Anna: Ich auch! Und unsere Think Tank 30 – Veranstaltung nächste Woche ist ja zum Beispiel auch komplett vegetarisch. Das finde ich wirklich großartig!!! Freu mich schon so.

Santa: Ich auch -und wie. Bin aber im Kopf noch ganz woanders. Das wird aber sicher toll.

Anna: Ja, jetzt ist natürlich Dein Kopf voller Abschied… das ist sicher nicht leicht. Aber gleich gibt’s Gutes von Muttern und bis zum nächsten Wochenende ist es ja noch lange hin. So intensiv wie unsere Wochen gerade sind.

Santa: Genau. Und es gibt ein Meyer-Doppelzimmer. Ich musste mir vorstellen, wie wir uns dann am Sonntag gegenüber auf unseren Betten sitzen und chatten.

Anna: Jaaa!

Der nächste Monat kommt bestimmt…

Santa: Wie geht es dir vor “Kein Plastik”? Das wird auch so ein Lebensthema… das sehe ich schon kommen.

Anna: Bestimmt erfordert auch diese Challenge wieder die eine oder andere Vorbereitung. Nachhaltig durch Vorbereitung. Klingt paradox. Wie werden uns wohl mit Tupper anfreunden… I guess…

Santa: Hab so ein Metallding mitgenommen für die Bratlinge. Tupper werde ich bei meiner Mutter entwenden. Mache ja noch “Kein Zeugs”, liebe good matters.

Anna: Ist Tupper eigentlich frei von Weichmachern und so? Oje, ich würde sagen, diese Frage verschieben wir auf nächste Woche!

Santa: Ja, das mit Weichmachern frage ich mich auch und würde gerne sehr viel weniger Plastik in meinem Leben haben. Hab für mein Wasser Metallflaschen, und für heiße Getränke so Metallflasks. Müssen uns auch mal überlegen was es so zu Kosmetika, Waschmittel, etc. zu berichten gibt. Habe jetzt Ecoballs, die man für tausend Waschgänge verwenden kann. Natron als Basis für Zahnpasta, Deo, Duschgel und Schampoo. Und Lavendel und andere ätherische Essenzen für den Duft – I can’t go without. Nun würde gerne noch eine plastikfreie Zahnbürste finden.

Anna: Great, Santa! You rock. Ihr seht, liebe Leser, der nächste Monat könnte interessant werden!

Santa: Im nächsten Monat werden wir bestimmt wieder einiges zu berichten haben! Und wir brauchen wieder richtig viel Input und Tipps. Eines muss man der veganen Community groß anrechnen: man hilft sich und das ist wirklich eine wundervolle Sache. Hoffentlich finden wir in der Müllreduzierungsszene ähnlich nette Leute.

Anna: Pippi Langstrumpf wäre da optimistisch. Sie meinte mal, dass es überall großartige Menschen gibt.

Santa: Na dann! Ich bin bald wahrscheinlich im Tunnel unter dem Meer… daher ein kurzes herzliches “Bis bald” an dich, Anna und alle, die das hier lesen. Ciap!
Anna: Gute Reise, gute Ankunft und guten Appetit, liebe Santa! Genieß die gute Küche deiner Mutter!

 


 

tt30-logoWeitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Die Nachhaltigkeitschallenge 2014“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. Und ja, einen Hashtag gibt’s auch:#FS_NC14

 

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