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Liebes Tagebuch-Meyer&Meyer: Alles muss raus, was nicht in einen Koffer passt

Meine Besitztümer und To-Do’s und Aktivitäten so zu reduzieren,dass sie in einen Koffer passen? Mir gefällt diese Koffer-Metapher sehr, sowohl im übertragenen wie auch wörtlichen Sinne. Ich bin zwar noch nicht so weit, alles rauszuschmeissen, was nicht in einen Koffer passt, aber ich möchte mein Leben doch immer mehr in diese Richtung bringen. Und vor allem will ich es können.  Warum? (Materielle) Fülle, die ich nicht überschauen kann, belastet mich, während ein schönes, dekadentes Extra hier und da für ein großes Gefühl des Luxus in Maßen sorgt. Und genau um diese Überschaubarkeit geht es mir, und das als Selbstzweck, für meine innere Nachhaltigkeit und ja, auch für die liebe Nachhaltigkeit als solche. Wenn man sich mental nicht mit zu vielen Dingen beschäftigen muss, hat man mehr Luft und Zeit für, ja, Luft und Zeit.

Fangen wir bei dem Teil an, der mir nicht so schwer fällt:

#Kosmetik

Alle möglichen Kosmetika, ob Naturkosmetik oder konventioneller Natur sind entweder liebgemeinte Geschenke oder bereits viele, viele Jahre alt, da ich ja auch wenig und DIY umgestellt habe! Ich habe sie bisher im Schrank stehen lassen, weil ich sie zwar einerseits nicht benutze, aber auch nicht so einfach wegschmeissen möchte. Lösung: Unsere Autorin Stephanie arbeitet in einer Klinik, in der Leute sind, die oft keine Angehörigen haben, die ihnen Schampoo, Duschgel und Co. bringen. Also: Schauen was wirklich noch gut ist und ab zu Stephanie damit.

Ich brauche: Olivenseife als Schampoo, Handseife und zum Waschen, folgende DIY Creme aus wenigen Zutaten für alles mögliche, meine Naturborstenbürste, Bambuszahnbürste, sowohl für Deo als auch Zahnpasta eine Mischung aus Natron und Olivenöl. Bei Deo kommt noch ein Dash Lavendelöl dazu – mein Extra, weil ich Duft mag. Mein weiteres Extra ist das DIY Parfum aus naturreinen Essenzen, meyerleicht in der Herstellung. Das Natron eignet sich auch mal als Peeling, oder mit Wasser verdünnt als Gesichtswasser oder Schampoo. Auch im Haushalt kann ich es vielfältig einsetzen. Schminke brauche ich nicht. In einem Koffer würde der Kosmetikteil bei mir also nicht so viel Platz einnehmen. An meine Haut und Haare kommen als Regel zudem nur, was ich theoretisch auch essen könnte.

#Ernährung

Hier fällt es mir wirklich leicht, immer minimalistischer zu werden. Im Frühling und Sommer in Paris ist das aber auch nicht schwer bei der Auswahl an guten Produkten auf dem Marche Raspail biologique. Wichtige Prinzipien für mich: Regional,im Allgemeinen plastik-und verpackungsfrei, viel Frischkost mit vielen Kräutern, so viel Gemüsegrün (#Abfall) wie nur möglich retten.

Dazu z.B. Buchweizenpfannkuchen, Dinkelnudeln, Kartoffeln oder italienischer Reis. So minimal ist die Auswahl für mich also doch nicht. Tierische Produkte oder Süßigkeiten sind Extras, die ich mir ab und an und dann mit viel Genuss erlaube. Mal schauen, wie es im Winter laufen wird.

#What Zeug do I need?

Ich habe wegen meines Nomadendaseins bewusst kein Auto, keine Waschmaschine, keinen Trocker, sehr wenige Küchenmaschinen: in Paris nur einen Pürierstab, in Norwich einen Mixer…. ich besitze eigentlich jetzt schon recht wenige Geräte. Und die, die ich mir gekauft habe, sind guter Qualität und sollen ein Leben lang halten wie mein toller Staubsauger, den ich gerade in Norwich meiner Freundin geliehen habe. Alles Andere, was ich mehrfach (durch mindestens zwei Wohnungen, in denen ich gerade wohne) habe, wie z.B. Teller und Tassen, geht sobald ich ausziehe, in den nächsten Charity Laden, wo ich sie auch her habe. In Norwich trinken wir alles, ob Tee,Wein und Wasser aus denselben nicht passenden Tassen noch aus der College Zeit meines Mannes.

#Bücher

Ich liebe sie. Sie sind meine Freunde, wie ich schon in unserem letzten Chat erwähnt habe. Ich verbringe viel Zeit mit ihnen. Hmmm, vielleicht manchmal sogar mehr als mit meinen „anderen“ Freunden. Sehr gute Freunde behalte ich, aber ich verleihe sie, unkonditionell, d.h. es ist okay, wenn ich sie nie wieder sehe. Ich kriege auch immer wieder schöne Bücher geschenkt, vor allem von meiner Mutter und Karinja (danke, Baby!). Wenn ich Bücher kaufe, dann aus Charity Läden. Sobald ich sie ausgelesen habe, gehen sie auch wieder zurück und ich versuche, immer mehr Bücher abzugeben als ich mir Neue besorge. Während unserer diesmonatigen Challenge habe ich mich dazu aufgerafft, meine Bücher noch einmal auszusieben und habe dabei einiges an Platz geschaffen.

#Klamotten

Und dieses Prinzip möchte ich ab jetzt auch bei Kleidung anwenden. Nicht so krass wie Mamadenkt, die heroischerweise nur noch hat, was sie wirklich braucht – plus einen Rock. Kaufen ist seit KeinZeug sowieso außer Frage, aber ich möchte, wenn es für mich ab Februar wieder so weit sein sollte, nur noch unter diesem Prinzip, in Vintage oder Charity Shops Extras kaufen, wenn ich auch mindestens genauso viel abgebe. Bei Schuhen habe ich derzeit noch sehr viel Auswahl, aber wenn mal wieder ein Paar nötig wäre, würde ich es neu von einer guten dauerhaften und nachhaltigen Marke kaufen, da ich Second Hand da nicht so toll fände. Ich wäre traurig, wenn ich bei Kleidung radikalen Minimalismus anwenden müsste, also gilt hier das Prinzip der Balancing Needs – danke Sinnmacht!. Hurray to the Designing Circles. Diese Skizze von Sinnmacht gefällt mir sehr zu diesem Thema. Ich möchte einen Lifestyle für mich aufbauen, mit dem ich mich im Reinen mit mir und der Umwelt fühle. Hosen so lange zu tragen, bis sie auseinander fallen, wäre eher nichts für mich.

#Wenn ich mal groß bin

Wenn ich mal so weit bin, einen ordentlichen Haushalt aufzubauen, freue ich mich darauf, aus Antiqitäten-Läden, von unseren Familien und Charity Läden verschiedene Teller und Tassen und Bestecke zusammen zu suchen, die zwar nicht passen, aber für sich genommen, schön aussehen. Dasselbe gilt für meine zukünftige Wanddeko, DIY oder irgend etwas Zusammengesuchtes. Nippes wird bei mir keiner herumstehen. Ich möchte nur Küchengeräte, die ich wirklich benutze. Ein Waffeleisen – nice idea – wäre z.B. nichts für mich, während ein richtig guter Blender mir doch wichtig wäre, weil ich oft Smoothies mache.

#Web’n‘Mind

Einen Fernseher habe ich nicht. Will ich gar nicht, auch weil ich weiß, dass ich damit sinnlos Zeit verbringen würde. Werbung nervt schrecklich. Es gibt Leute, die können sich wesentlich besser kontrollieren. Filme schaue ich selten, aber gerne. Internet ist auf jeden Fall das Medium, das einen zu großen Stellenwert in meinem Leben hat. Es heisst ja, dass Technik gut ist, solange man sie dominiert und nicht umgekehrt. Ich finde es immernoch sehr praktisch, in einer mir doch nicht in allen Teilen bekannten Stadt wie Paris, Zugriff auf Maps in meinem Handy zu haben. Allgemein schalte ich mittlerweile das Internet an meinem Handy ab, da bei mir oft die Neugierde siegt, von wem ich gerade welche Nachricht oder Tweets erhalten habe. Ich möchte meine Zeit nicht so on hold verbringen. Es ist nicht, dass es schlecht ist, Internet immer zugänglich zu haben, ich selber muss mir nur selber bewusst einen Riegel vorschieben. Und was ich auch bei mir bemerke: Ich  habe oft viel zu viele Tabs in meinem Browser offen und checke und schreibe immer wieder parallel und hektisch vor mich hin. Als Mutter bin ich sowieso schon oft zwischen Tür und Angel, aber dieses Gefühl, so schnell wie möglich so viel wie möglich geschafft zu kriegen, nehme ich doch auch in Momente mit, in denen ich genauso gut langsam und entspannt arbeiten könnte. Und genau daran arbeite ich während dieser Challenge auch. Ich möchte so richtig im Moment selbst sein, egal, was ich gerade tue und das heißt, Multi-tasking oder -tabbing nur dann zu erlauben, wenn es unbedingt nötig ist. Und mir immer wieder einen kurzen Moment erlauben, ja sogar zu verschreiben! Eine Minute frei nach Gretchen Rubens (danke, Anna!) durchzuschnaufen und im besten Fall Sonnenstrahlen zu tanken.

Wo sind eure Minimalismus Schwachstellen und was sind eure Tipps und Tricks für mehr Zufriedenheit, liebe Leser und unsere Fellow-Twitter-Minimalisten @Sinnmacht @kawainassif @yelliorange @kultur_nachhalt @freuberufler @rage @suchtdasglueck @joernmeyer @p_hinzmann @einfachbewusst ?

In diesem Sinne,

eure Santa

p.s. Da ich ja auf Internetdiät bin, lese ich gerade erst einen tollen Post, wieder von Sinnmacht, über Möglichkeiten zu minimieren und nachhaltiger zu leben. Das Abendessen ruft gerade, aber ich werde ihn in Bälde mit mehr Ruhe lesen, denn ich kann auf die Schnelle nicht so gut absorbieren.

 


 

tt30-logoWeitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Die Nachhaltigkeitschallenge 2014“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. Und ja, einen Hashtag gibt’s auch:#FS_NC14

 

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