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Chat zum Sonntag, No. 3 – Meyer&Meyer

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19. Januar 2014, 18:02 – 19:00

Santa: Hallo Anna, wie läuft es bei dir? Hab dich in der Hacker-Hektik gar nicht gefragt.

Anna: Was für ein schönes Wort für diesen Mist! Hacker-Hektik…

Santa: Haha, habe eine blumige Seite.

Anna: So ein Ärger… aber wir sind drüber hinweg, oder?

Santa: Ja, das war wirklich furchtbar. Ich muss sagen, dass Server4You auch nur minimalsten Service geboten hat. Aber egal, wir haben Peter Lang, der uns super durch dieses Drama geführt hat. Also ja, wir müssen noch ein paar Dinge machen, aber wir sind über’n Berg.

Santa: Übrigens, hast du schon gesehen, dass Franzi aka das Gemüseregal geantwortet hat. Hab mich total gefreut über diesen farbenfrohen Beitrag. Auf ihrem Blog bereits zu lesen, bei uns in wenigen Stunden…

Anna: Ah, noch gar nicht gesehen! Na, den Beitrag führe ich mir gleich zu Gemüte. Gemüse statt Tatort!

Santa: Und bald haben wir auch unseren eigensten Meyer&Meyer Button.

Anna: Yeahhh!… und wie läuft der Selbstversuch-Beginn sonst so bei Dir?

Santa: Mir fallen hier in Paris fast täglich neue Ideen zu unserem Projekt in die Hände. Z.B bei dem Buchladen Shakespeare and Company kann man ohne zu konsumieren oben in der alten Bücherkammer Zeit verbringen.

Anna: Klingt fantastisch. Muss dich dringend besuchen. Und im Grunde konsumiert man ja auch… man nimmt nur nichts Materielles mit nach Hause. Nice.

Kein Zeug mehr

Santa: Was wollen wir eigentlich zu unserer nächsten Challenge machen? Good matters: goods don’t hat uns ja herausgefordert, erst einmal einen Monat „kein Zeug zu kaufen“. Hab da irgendwie riesig Lust drauf. Und auch Plastik vermeiden ist so ein Thema. Nach diesem ARD Bericht mit dem Selbstversuch der Arztfamilie ohne Plastik zu leben, wurde ich ziemlich inspiriert. Neben Umweltgründen kommen jetzt auch Gesundheitliche dazu.

Anna: Ja, genau so sollte es ja auch laufen. Dass uns Leser auffordern zu den jeweiligen Challenges. Also im Februar gleich die “Kein-Zeugs“ Challenge?

Santa: Ja, genau. Sollen wir Plastikverpackung noch mit dazu nehmen oder es separat in einer anderen Challenge machen?

Anna: Puh, ich wäre für separat. Das Jahr hat schließlich zwölf Monate.

Santa: Da hast du Recht. Gut, dann also „Kein Zeug fuer Meyer&Meyer“ im Februar. Das heißt: Kein Besuch bei Clif, meinem Lieblingsschuhladen in Odeon… da werde ich mich wohl gewaltsam disziplinieren müssen. Verrückt, aber wahr.

Anna: Kein Plastik machen wir lieber im Sommer, da können wir “mundräubern“ gehen. Kennst Du das?

Santa: Ich hab das mal gehört. Ich würde dann unser Mundräuber-Wissen auch gerne bei „bio on a budget“ einarbeiten. Das wird auch nicht von Pappe sein.

Anna: Zuerst gab’s diese Website. Jetzt sogar ein Buch. Dort werden Orte vorgestellt an denen Leckeres wächst, das jeder pflücken kann.

Santa: Finde ich großartig, vor allem für uns Städter. In meinem Jahr auf dem Land war ich mal völlig aus dem Häuschen als ich einem Bärlauchtal vorgestellt wurde.

Anna: Und, schon gepostet? Den Standort des geheimen Bärlauchtals? Meine Nachbarin hat auch schon angeboten, dass ich den Garten ihrer Eltern plündern kann.

Santa: Nein, veröffentlicht hab ich’s noch nicht. Aber ich war wochenlang in einem kleinen Pesto-Rausch. Übrigens können uns da Caroline und auch Stephanie, die emsig mit Feedback beiträgt, helfen. Das sind beide Rezeptegöttinnen, die die Natur gut kennen.

Brot, Brot, Brot

Anna: Ja, die „bio on a budget“ – Challenge wird nur mit guter Beratung klappen. Hab mir schon “Taste the waste“ als Buch von Thurn und Oertel in der Bib ausgeliehen. Und sonst noch so einige tolle Bücher.

Santa: In London habe ich mal einen Bioladen beraten, zum Thema Müllvermeidung. Habe damals z.B den Saturday Bread Bake eingeführt, in dem dann das harte Brot der Woche verarbeitet wurde. Das war ganz schön lecker.

Santa: Zum Thema Resteküche hat bestimmt auch Franzi ein paar Ideen. Da müssen wir sie demnächst mal wieder herausfordern. Wir sind bei ihr ja direkt an der Quelle.

Anna: Und wie geht dieses Brot-backen?

Santa: Die Basis ist eingeweichtes Brot und Öl. Wir hatten z.B. einen griechischen Bread Bake mit Feta, getrockneten Tomaten, Oliven und vielen Kräutern. Dann einen Indischen mit Karotten und Cashews und Curry etc. Kam super an. Sättigend, quasi kostenlos und einfach.

Anna: Ich werd’s mal versuchen. Obwohl wir Brot eigentlich eh immer ruck-zuck aufessen.

Santa: Ja, macht das. Brot einweichen, abtropfen, Öl und was auch immer drauf und dann bei 180 Grad in den Ofen.

Santa: Meine Mama macht aus altem Brot Bratlinge und andere machen Knödel. Bread without limits.

Anna: Mit anderen Resten bin ich schlechter. Lebensmittel im Müll darf’s ja eigentlich gar nicht geben. Meine Bilanz sieht diesen Monat allerdings anders aus: Musste schon 10 Kartoffeln, 2 Möhren, einen Quark und zwei Brotaufstriche wegwerfen. Alles brav gezählt. Aber ich merke sowas oft erst wenn’s zu spät ist… Sonst wird’s natürlich verarbeitet. Muss in Zukunft ein wenig vorausschauender in den Kühlschrank gucken.

Santa: Das habe ich irgendwann in den Griff bekommen, vor allem seitdem ich ausschließlich im Bioladen einkaufe und mir die Mengen selber aussuche. Das geht ziemlich gut.

Energiewende im Pott

Anna: Anfang der Woche war ich Unter Tage. Hast Du das schonmal gemacht? Einen Kilometer unter der Erde herumspaziert… Eine sehr intensive Erfahrung.

Santa: Vielleicht als Kind mal… ich bin ja sozusagen aus dem Pott.

Anna: Natürlich alles geschaffen für den dreckigen Kohleabbau, aber sie Zeiten ändern sich.

Santa: Warum?

Anna: Ich war dort verbunden mit Überlegungen, ob man in die bestehende Infrastruktur nicht ein Pumpspeicherkraftwerk bauen könnte. Die Fallhöhen sind ja da. Sehr innovativ, was im Rahmen der Energiewende so passiert. Viel zu oft hört man nur etwas über die Probleme.

Mobiles Fleisch

Anna: Bist Du in den letzten Tagen vor Paris nochmal mit der Deutschen Bahn gefahren?

Santa: Ich bin nur kurz von München nach Stuttgart mit dem ICE gefahren. Von dort aus dann weiter mit dem TGV. Mir fiel aber auf, dass es nicht in allen Bahnen die Möglichkeit gibt Müll zu trennen. Und es gibt keine Angaben zur Herkunft ihres Kaffees. Sollten wir auch mal öffentlich thematisieren.

Anna: In Langstreckenzügen liegt nämlich eine kuriose Publikation aus…

Santa: ?

Anna: Ein Fleisch-Manifest. Auf den zweiten Blick wird klar: Das ist gar nicht von der Bahn. Dahinter steckt der Bauernverband. Trotzdem hat es die typischen roten Balken… tricky.

Anna: Ob die Bahn da mitgedacht hat? Macht ja sonst immer einen auf Umweltvorreiter.

Santa: Ja, da wären wir wieder bei der guten alten Ambivalenz des Seins.

Anna: Sven Lehmann hat das über Twitter auch schon thematisiert. Aber ich denke, es ist Mal wieder Zeit für einen Brief. War gar nicht so geplant, dass wir dauernd Briefe schreiben. Aber so einfach lassen können wir’s auch nicht.

Santa: Macht auch einfach Spaß, so frei nach Schnauze loszuschreiben.

Anna: Da hast Du Recht. Wir sind im wahren Leben doch sehr akademisch unterwegs. Muss so langsam essen… Heute sind wir echt spät dran.

Santa: Bon appetit! Ich spreche jetzt mit Peter weiter über unsere Website. Melde mich später bei dir.

Anna: Danke! Und bis später.

 


 

tt30-logoWeitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Die Nachhaltigkeitschallenge 2014“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. Und ja, einen Hashtag gibt’s auch:#FS_NC14

 

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