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Liebes Tagebuch – Meyer&Meyer: Santa und Upcycling von Zeit und andere Wunder

Februarchallenge: Kein Zeug! Bisher geht es mir richtig gut damit. Klingt es schnulzig, wenn ich sage, dass ich mich freier fühle? So als hätten mich viele kleine Schritte, die in Richtung besseren und weniger Konsums gingen, auf dieses Gefühl vorbereitet und meine Sinne erweitert? Hach, fast klingt es wie eine spirituelle Offenbarung. Vielleicht ist es aber auch einfach meine theatralische Natur?  Bitte verzeiht, es fließt indisches Bollywoodsches Blut in mir! Vieles von diesem guten Gefühl kommt natürlich auch vom Meyersein. Was wir seid Anfang Januar angestoßen haben, kommt mir sinnvoll vor. Und ich habe auch einfach die Zeit dafür – oder nehme ich sie mir nur? And which difference does that make? …  und da ich derzeit überhaupt meistens nur positiven Stress habe, finde ich die Zeit besonders schön. Niko Paechs Vorschlag von einer 20 Stunden-Woche und der damit entstehenden Zeit, zu reparieren, sich zu entfalten, zu gärtnern gefällt mir, auch wenn ich sagen muss, dass ich seit einiger Zeit eher ein Zwischending mache. Und auch handwerklich habe ich bisher eher nicht so sehr meine Stärken gefunden. Ich habe aber das Glück, dass ich meinen Tag, inklusive Pflichten in diversen Bereichen meines Lebens, derzeit ziemlich flexibel gestalten kann und Aktivitäten wie Putzen, Reparieren und auch mal Mutterpflichten weiter deligieren kann. Das empfinde ich als Upcycling meiner Zeit im weiteren Sinne. Ich gebe mir aber die Gelegenheit, meine Güter mehr zu appreziieren, denn ich kaufe Gutes, Schönes und lasse es reparieren, wenn es notwenig wird. Trotzdem ist das Maß an Clutter bei mir im Kleidungsdepartment beachtlich –  kleine Notiz, bevor ich mich zu sehr lobe. Selber reparieren oder gar mein eigenes Essen anzubauen sind Aktivitäten, zu denen mir physisch und seelisch der Raum fehlen. Zu sehr möchte ich Anderem Raum geben. Prioritise! Je mehr ich mir also diesen Raum gebe und mir helfen lasse und nicht versuche, die Perfektion eines konsequenten Ökos zu sein – ein Zustand, von dem ich meilenweit entfernt bin –, merke ich, dass ich mich friedlicher fühle. Mein persönlicher Kompromiss…

Aktivismus ist an sich nichts Schlechtes und oftmals sehr wichtig, aber irgendwie ist es dennoch kriegerisch. Bekriegt man sich nicht vor allem dann, wenn man sich selber nicht im Frieden fühlt? Ich frage mich das doch immer wieder, sowohl, wenn ich mich beim predigen erwische – “Wir fragen“ ist mein status quo re Aktisvismus – , als auch bei so vielen Leuten, die über die Missstände dieser Welt herziehen. Oftmals sogar ohne sich selbst in irgendeiner Weise zum Besseren zu entwickeln. Ich möchte eigentlich gerne bei mir selber anfangen, nichtmals um Vorbild zu sein, sondern um mein eigenes Maß zu finden, das mir hilft zufrieden,„self-contained“ zu sein und damit auch mit dem auszukommen, was mir zusteht… . Ich merke, ich brauche dazu Zeit und kann nicht gleichzeitig wie ein HB-Männchen auf Speed herumrennen, auch nicht im Namen der Nachhaltigkeit. (Mental note: still have to watch “Speed“). Wann auch immer ich das tue, merke ich, dass ich unfreundlicher, ungeduldiger werde, weniger zuhöre und mit dem Kopf nie da bin, wo sich mein Körper gerade aufhält.

Kommen wir zum Upcycling meiner Zeit. Konsum von hochwertiger Zeit, um dann weniger Konsumbedürfnis nach physischen Gütern zu verspüren – geht das? Ich glaube schon! Mein Status quo gibt mir soviel Luft, dass ich ihn meistens mit seinen Pflichten und Vergnügungen genießen kann.. Vielleicht ist das auch ein Delegieren von Verantwortung. Bin ich jemals erwachsen geworden und im wahren Leben angekommen? Was ich aber weiß: Je gestresster ich bin – und ich bemerke, dass dieses Phänomen auch auf viele Andere zutrifft – desto mehr habe ich das Gefühl, mir etwas „Gutes“ tun zu müssen in Form von reichhaltigem Essen, Kleidern, Gadgets, Urlaub, und, und, und. Sicher gibt es keine universelle Formel, aber einen Ansatz vom Sich-Freimachen kann doch sicher jeder für sich finden? Paechs These der 20-Stundenwoche, weniger Autobahnen usw. sind toll, aber – in the meantime – wie kann ich mich im Rahmen meines Lebens soweit nachhaltig entschleunigen, dass ich ein nachhaltiges Leben führe im Einklang mit meinen wahren Bedürfnissen, denen der Umwelt und meiner Nähsten? Das sind meine Fragen. Diesen gehe ich gerade nach und finde kleine Antworten, immer mal wieder. Und dann mache ich natürlich auch Rückschritte.

Was fragt ihr euch so? Und wie geht ihr diesen Fragen an? Ich würde mich riesig über eure Gedanken und Fragen freuen.

Eure Santa

 


 

tt30-logoWeitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Die Nachhaltigkeitschallenge 2014“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. Und ja, einen Hashtag gibt’s auch:#FS_NC14

 

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