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Caroline zum Vegan Star – DIY vegane Milch & mehr

Wie von Anna im Chat zum Sonntag No.11 angeregt, berichte ich gerne zu meinen Erfahrungen mit dem Vegan Star.

Zuerst einmal: Ich bin sehr froh, dass ich diese Maschine habe. Die Anschaffung von ca. 180 Euro, oder beim neuen Modell 220 Euro, mag teuer erscheinen, doch längerfristig ist sie lohnend. Der Vegan Star ist vielseitig, flexibel und ermöglicht mir, dass ich mir wertvolle Getränke und auch weitere Lebensmittel preiswert und hochwertig herstellen kann. Weiterhin gefällt mir vor allem, dass ich ohne weitere Mühen mit den Resten von z.B. einer Hafer- oder Dinkelmilch, eine Basis für Backlinge und Brote habe. Mit dem Vegan Star spare ich also viel Energie und Zeit – und auch Fahrtgeld, da ich doch einige Kilometer zum Bioladen mit dem Auto fahren muss. Die Gebrauchsanweisung ist leicht verständlich und äußerst ideenreich mit vielen Rezepten gestaltet.

(Quelle: www.veganmilch.com)

Ich finde es einerseits gut, dass Milch-Alternativen, wie z.B. Hafer – , Soja – , Mandel –, Reismilch im Supermarkt oder Discounter zu finden sind. Für Bioläden ist das allerdings sicher nachteilig. Meinem Wissen nach unterliegen die Waren aus dem Bioladen viel strengeren Anbaukriterien, die mit mehr Kosten und Aufwand verbunden sind. Die Supermarktketten bieten dagegen Biowaren an, die außerhalb von Anbauverbänden produziert werden. Da gibt es viele Täuschungsmöglichkeiten…

Vorab:

Vorab sollte ich erwähnen, dass der Vegan Star sofort gereinigt werden muss. Schon direkt nach dem Umfüllen säubere ich ihn also. Beim Vegan Star Vital befülle ich damit das Gerät kurz noch einmal mit Wasser und einem Tropfen Spülmittel und wähle das Programm 5. Das erspart mir Zeit. Wenn die Reste lange Zeit haben, festzukleben, erschwert es die Reinigung um einiges.

So, und nun geht’s los: Seitdem ich den Vegan Star besitze, experimentiere ich mit meinen Getränken. Standardmäßig kann man Sojamilch machen.

Rezepte:

Aber mein Favorit ist eine dezent süße

Hafermilch

Dazu gebe ich etwa vier Esslöffel Haferkörner in die Maschine. Dazu einige Rosinen und fein geschnittete Apfelwürfel. Mit so einer Flüssigkeit mache ich auch sehr gerne einen süßen Hefeteig, Pfannkuchenteig oder Pudding, außerdem benutze ich sie gerne für ein Müsli. Die Milch schmeckt mir jedoch so gut, dass ich sie meistens pur trinke. Sie stellt  dann meine Mahlzeit dar. Manchmal gebe ich auch Kokosflocken als Geschmackskomponente hinzu. Die Groben werden nur wenig zerkleinert. Das schmeckt man dann deutlich heraus.  Ich wähle meistens Programm Nr.5 (beim Vegan Star Vital ist’s die Nr.4). Dann ist „die Milch“ warm, aber nur bis 70° erwärmt. Wegen der thermolabilen Inhaltsstoffe (Vitamine) bevorzuge ich dieses Programm. Bei höheren Temperaturen gehen einige Inhaltsstoffe verloren.

Was eignet sich für Kaffee und Tee?

Die oben genannte Milch finde ich für Kaffee ungeeignet. Hafer – oder Dinkelkörner ohne weitere Zusätze passen dagegen gut zu Kaffee oder Tee.  Bitte beachten Sie, dass der Kaffe in die heiße Milch geschüttet werden sollte. Machen Sie es umgekehrt, so gerinnt die Milch. Das Getränk ist zwar genießbar, aber sieht gewöhnungsbedürftig aus.

Grüne Milch?!

Was ich auch schon mal produziere, ist eine grüne Milch. (Kein Green Smoothie, den habe ich ja ein anderes Mal behandelt). Dann füge ich zu dem Getreide klein geschnittenes Grün in den Behälter, z.B. Brennessel, Giersch, Spinat oder Vogelmiere. Dazu gebe ich ein Würzmittel und so habe ich eine herzhafte dünne Suppe.

Weitere Tipps:

Die abgesiebten Getreidereste verarbeite ich weiter. Ich gebe sie zum Beispiel in einen Brotteig, mache einen Aufstrich daraus oder Getreidebacklinge. Einfach, schnell und schmackhaft.

Backling

Den Rest der Getreidekörner gebe ich in eine Schüssel, füge Dinkelmehl oder Kichererbsenmehl (glutenfrei) dazu und vermische alles gründlich. dann würze ich nach Lust und Laune. Zur Auswahl stehen: Zwiebelwürfel, Koriander, Kreuz/Kümmel, rohe geraspelte Möhren oder Zuccini, getrocknete Tomatenstücke, Kartoffelwürfel aus einer gekochten Kartoffel vom Vortag, Salz, Kräuter, oder auch eher orientalisch mit Curryblättern, Kurkurma/Gelbwurz oder Kapern. In meiner „schnellen Küche“ nehme ich mit einem Esslöffel Teig aus der Schüssel und gebe ihn vorsichtig in die Pfanne mit heißem Ölivenöl. Nach einigen Sekunden verteile ich den Teigballen mit dem Rücken des Esslöffels. So wird er flacher. Ich lasse es gut braun werden und wende dann einmal. So habe ich saubere Hände, muss keine gleichmäßigen Bällchen formen und es schmeckt ausgezeichnet. Für die „Gästeküche“ nehme ich mir mehr Zeit und forme regelmäßige Bratlinge. Ich benutze weder Ei noch Eiersatz.

Brotaufstrich, Sonnenblumen

Die abgesiebten Teile nutze ich gelegentlich um einen Brotaufstrich herzustellen. Zuerst erwärme ich Fett. Zur Festigkeit wähle ich eine gute Margarine und zum Geschmackserlebnis Olivenöl. Beides kommt in ein Gefäß zum Rühren. Ich verrühre es geschmeidig und ergänze mit Gewürzen. Zum Beispiel. Paprika, Pfeffer, Salz, Koriander, Curcuma oder gemahlenen Fenchel. Dann nehme ich meine getrockneten Tees, z.B. Brennesselblätter, Liebstöckel und Sellerieblätter. Grüne Zwiebelschächte, ein Salbeiblatt, Ysop oder Borretsch nehme ich auch gelegentlich. Ich hebe meine Kräuter im Ganzen auf. Das erhält die wertvollen Inhaltsstoffe besser. Der Nachteil ist, das ich viel mehr Platz zur Aufbewahrung brauche. Ich zerreibe die Blätter also und füge sie der Fettmasse bei. Danach kommt der Sonnenblumenbrei zu dem Gemisch. Nun verrühre ich alles gut. Wenn ich abgeschmeckt habe stelle ich den Aufstrich kühl. Bevor er ganz fest wird, rühre ich mehrmals um. So werden alle Bestandteile gleichmäßiger verteilt.

Wenn mir die Konsistenz zu dünn erscheint, gebe ich weitere Zutaten hinzu. Oft entscheide ich mich für Hefeflocken. Diese geben einen guten Geschmack und eine Festigkeit. Haferflocken oder gemahlene Nüsse nehme ich auch schon mal.

Kindernahrung

Fertige Baby-Nahrung im Glas ist praktisch, besonders wenn man unterwegs ist. Man kann Kindernahrung aber auch sehr einfach im Vegan Star herstellen. Meine Favoriten sind Hafer und Dinkel. Ich nehme entweder eine Getreidsorte oder auch beide gleichzeitig. Für einen Brei nehme ich mehr Getreidekörner als für eine Milch. So habe ich mehr Substanz. Dann füge ich Fenchel und Kreuz-/Kümmel dazu. Eine Prise genügt. Salz dagegen lasse ich weg. Das nehmen die Kinder über andere Quellen auf. Nun kommen kleingeschnittene Apfelstücke hinein. Im Sommer auch einmal Johannisbeeren. Zur Vitaminversorgung sind Nüsse hilfreich. Diese enthalten auch Mitglieder aus der Gruppe der B – Vitamine. Cashew, Hasel- und Walnüsse sind sinnvoll. Kleiner Exkurs: Erdnüsse sind botanisch Hülsenfrüchte und keine Nüsse. Erdnüsse nehme ich nie für Kinderbrei, da sie schwer verdaulich sind und den Stoffwechsel belasten. Erwachsene sollten Hülsenfrüchte auch besser nur bis zum Mittag zu sich nehmen. Mir haben schon des öfternen Erwachsene davon berichtet, dass sie nach dem Verzehr von Erdnüssen am Abend schlecht geschlafen haben. Nun zurück zu unserer Kindernahrung: Ich mische also den Getreidebrei mit Obst und Gewürzen. Fertig. Noch schneller geht es, wenn Sie übriggebliebenes Essen vom Vortag in den Brei geben. Gekochte Möhren, Pastinake, Fenchel, Grünkohl oder Petersilienwurzel bieten sich unter anderem an. Ausgewählte Reste vom Vortag knete ich mit der Gabel klein und gebe sie in den Getreidebrei. Schneller geht es kaum. Beim Obst könnten Sie auch statt dessen Apfeldicksaft, Trockenfrüchte oder Marmelade nehmen. Sicher eine gute Lösung, wenn es noch schneller gehen muss. In mehrere saubere Gläser gefüllt, haben Sie Ihre eigene Kindernahrung. Die Haltbarkeit ist kurz. Kühl gelagert halten sich diese Lebensmittel circa zwei Tage.

Suppen

Ja, mit dem Vegan Star ist auch schnell eine Suppe zubereitet. Das mache ich jedoch nie. Das Gemüse schneide ich lieber und gebe es in den Kochtopf. Es ist aber möglich, in Würfel geschnittenes Gemüse in den Vegan Star zu geben. Gewürze und Wasser einfüllen und das Programm 3 oder 4 zu wählen. Das dritte Programm fertigt dickere Suppen und das Vierte eher cremige.

Nussmilch

Mandeln, Pinienkerne, Cashewnüsse, Haselnüsse oder Walnüsse zuerst in kaltem Wasser für zwei Stunden einweichen. Größere Nüsse zerkleinere ich. Gerne nehme ich auch zwei verschiedene Nusssorten. Nach dem Einweichen wähle ich Programm 6. Dieses zerkleinert ohne zu kochen.  Laut Gebrauchsanweisung ist es besser 40° warmes Wasser zu verwenden. Ich handhabe das individuell. Je nachdem ich Lust auf eine dünne „Milch“ habe oder auf eine dickere, nehme ich ein bis vier Messbecher (dieser gehört zum Lieferumfang dazu).

Let’s talk about money!

Natürlich gehört die Frage nach der Wirtschaftlichkeit auch ergänzend in diesen Bericht. Die Anschaffung von etwa 185€ lohnt sich meines Erachtens. Ein Liter kostet im Geschäft circa 2,50€. Je nach Art der Milch und nach dem Geschäft.

Die Verpackung entfällt, wenn ich die „Milch“ selbst herstelle. Außerdem schleppe ich keine schweren Einkaufstaschen mit mehrern Litern veganer Getränke. Das ist mir eine grosse Erleichterung! Die Entsorgung der Verpackungen enfällt ebenso. Unsere Umwelt wird geschont. Komplex gedacht sind es Rohstoffe wie z.B. Wasser, Energie, Papier, Farben und Plastik, die ich einspare. Dazu vermeide ich Transportwege. Mir ist besonders wichtig, dass ich selber bestimme, was ich meinem Körper anbiete. Daher bereite ich gerne selber meine Nahrung zu. Da ich das Getreide im 5kg papierverpackten Gebinde kaufe, habe ich lange einen Vorrat und vermeide Plastik (interessant für die nächste „Kein Plastik“- Challenge unserer beiden Meyer-Damen). Die Kosten betragen ungefähr 17€. Aus circa 65g Hafer fertige ich 1,5l Getränk. Diese Milch ist für meinen Geschmack etwas kräftiger. Insgesamt kann ich unter diesen Annahmen 115 Liter herstellen. Wenn ich aber 115 Liter zu einem jeweiligen Literpreis von 2,50€ rechne, so kosten mich 115l 287,50 €. Diese Zahlen dienen nur der Veranschaulichung. Lege ich einen Grundpreis von 1,30€ fest, ein Preis den man im Discounter oder Supermarkt zahlt, so sind es immerhin noch 149,50€. Nun kommen noch die Kosten der Zutaten hinzu. Diese unterliegen natürlich Schwankungen. Ich lege mal einen Durchschnitt von 0,30€ zugrunde. Dann habe ich 1,5l Milchgetränk für etwa 1,60€. Nun noch einen Energieanteil von 0,10€ und insgesamt komme ich auf einen Preis für 1,5l, der weit unter 2,00€ liegt. Die Tetrapacks enthalten zudem meistens nur einen Liter. Die Preise für die selbstgemachte Milch habe ich relativ hoch angesetzt; ich selbst gebe noch weniger dafür aus, denn ich kaufe immer große Packungen Rosinen, Nüsse und dergleichen, denn das spart Kosten und Verpackung.

Fazit

Was mir besonders an der 100%igen Verwertung gefällt, ist zum Einen, dass Abfall vermieden wird und zum Anderen, dass ich meinen Geldbeutel schone. Durch das herstellen einer Milch (1,5l) habe ich 2 Tage ein Getränk, eine Zwischenmahlzeit und am Folgetag noch eine Basis für mein Mittagessen, z.B. die Backlinge.

Ich hoffe, dass ich Impulse weitergeben konnte und stehe für weitere Fragen gerne zur Verfügung. Dabei bitte ich um Geduld, da mir das Internet nur sporadisch zur Verfügung steht. Santa informiert mich jedoch unmittelbar, wenn Fragen eintreffen. So kann ich mich zeitnah mit der Antwort beschäftigen.

Mit frühlingshaften Grüßen

Caroline

 


 

tt30-logoWeitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Die Nachhaltigkeitschallenge 2014“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. Und ja, einen Hashtag gibt’s auch:#FS_NC14

 

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