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Challenge No.11: Bilanz – wir konsumieren sozio-fair

Der erste Advent war für uns ein klares Signal – der November ist zu Ende und die nächste Challenge steht an. Die Letzte unseres einjährigen Selbstversuchs!

Wahnsinn, oder?

Mehr dazu in unserem Dezember-Aufakt. Nun soll es um unsere Bilanz gehen. Wie ist es uns ergangen mit einem geschärften Blick für die sozialen Aspekte unseres Konsums?

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Was passiert mit unserem Geld eigentlich WIRKLICH, sobald es unsere Hände verlässt? Wer profitiert davon? Und ist es jeweils in unserem Sinne?

Ein wirklich kompliziertes Thema…

Angefangen haben wir mit einer Wortneuschöpfung: dem Begriff “sozio-fair”. In gewisser Weise eine Meyer&Meyer-Erfindung und entsprechend subjektiv können wir sagen, dass wir den Begriff zu lieben gelernt haben. Wir werden ihn auf der Suche nach Nachhaltigkeit also weiter verwenden und haben ihn als feste Kategorie in unseren Blog aufgenommen.

Wir haben uns diesen Monat mit verschiedenen Konsum-Arten beschäftigt: mit Geldanlagen, Versicherungen, laufenden und wiederkehrenden Ausgaben, sowie mit Extras. Denn wenn man ein wenig darüber nachdenkt, wird schnell deutlich, dass es in jedem Bereich einen Unterschied macht, wie wir entscheiden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Suche von Martin Krings nach einer Möglichkeit, seine vermögenswirksamen Leistungen ethisch korrekt, nachhaltig und sozio-fair anzulegen. Unser Interview mit ihm geht auf seine Gründe ein und den Zeitungsartikel der für ihn als Initialzündung gewirkt hat: “Die Riester-Bombe“. Gelernt haben wir, dass selbst der Abschluss einer soliden Riester-Rente mit Fondsanlagen zusammenhängt, die wir im Zweifel nicht unterstützen möchten. Wir sind also gezwungen, hinzuschauen! Nachzufragen! Und den Fond, in dem unser “liebes Geld” arbeitet, auch wirklich so zu wählen, dass “liebe Unternehmungen” damit finanziert werden. Anna hat sich aus diesem Grund für eine Verknüpfung ihrer Riester-Rente und ihrer Arbeitsunfähigkeitsversicherung mit dem Pioneer Fund Global Ecology A entschieden. Und es war nicht einmal so schwierig, wie sie in unserem Chat No. 45 berichtet. Zwar sind Bankberater in der Regel nicht vorbereitet auf derartige “Extrawünsche”. Aber erfüllen lassen sie sich problemlos. So schien es uns jedenfalls.

Ein Interview mit einem Oikocredit-Mitarbeiter haben wir in Arbeit. Wir sind also lange noch nicht fertig mit diesem Thema.

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Neben nachhaltigen Geldanlagen haben wir uns mit der Zertifizierung von Konsumgütern ganz allgemein beschäftigt. Und um der Sache auf den Grund zu gehen, hat Claudia kräftig recherchiert: zur Geschichte des fairen Handels. Wir sind schließlich nicht die Ersten, die auf die Idee kommen, den Kontext zu hinterfragen, der zu Preisen führt, die wir als gegeben und womöglich sogar als gerecht-(fertigt) ansehen. In Fahrt kam die Bewegung derer, die sich kritisch mit ihrem Konsum aus Übersee beschäftigten um 1950 herum. Und seither bilden sich Initativen, Zertifizierungsstellen, etc. Vieles ist notwendig, sinnvoll und gut. Manches kritisieren wir auch. So berichtet Anna zum Beispiel im Chat No. 48 von ihren Forschungserfahrungen auf laotischen Kaffeeplantagen und beschreibt wie absurd es ihr erschien, europäische Kontrolleure mit in Europa erdachten Kriterien, ins Land zu schicken. Dennoch, sie steht hinter dem Ansatz von “fair trade”, da es einfach noch kein besseres Konzept gibt, auf das man sich stützen könnte.

Und auch zu diesem Thema ist noch ein Text in der Mache. Ein Interview mit einem Weltladen-Mitarbeiter. Ihr dürft gespannt sein!

Auch einzelne Produkte haben wir uns näher angeschaut und verglichen, zum Beispiel in unserem Chat No. 45. Außerdem haben wir haben uns gefragt, welche Alternativen es zu Amazon gibt, und uns eine Vorweihnachtszeit ohne Amazon vorgenommen. Die Reportage “Ausgeliefert” hat uns allzu stutzig gemacht.

Und ganz grundsätzlich lohnt sich eine Auseinandersetzung mit unserem Bedürfnis in Massen zu kaufen. Wie wäre es da, das Wörtchen “Massen” durch in “Maßen” zu ersetzen? Ein einziger Buchstabe kann den Unterschied machen. Für unsere natürlichen Ressourcen, die Umwelt, und ja, auch für unsere innere Nachhaltigkeit und unseren Geldbeutel. Die WDR-Reportage “Der Wahnsinn in Tüten” liefert zu diesem Thema einen ersten Anstoß – inklusive Meyer&Meyer-Portrait ab Minute 15:06.

Für alle, die es wirklich wissen wollen, empfehlen wir unsere November-Beiträge in voller Länge zu konsumieren. Aber für alle, die auf den Service einer Zusammenfassung nicht verzichten möchten, versuchen wir nun, unsere Erkenntnisse zusammen zu fassen:

1. Geld, das wir anlegen oder ausgeben ist nicht einfach weg. Es enfaltet eine Steuerungswirkung in denjenigen Unternehmen, in denen es ankommt. Aus diesem Grund sollte es uns nicht egal sein.

2. Welche Wirkung unser Konsum tatsächlich hat, ist unglaublich schwer zu ergründen.

3. Augen verschließen und blind konsumieren gilt dennoch nicht. Fragen, fragen, fragen… jedenfalls wo immer möglich.

4. Erst einmal erscheint uns das Thema anstrengend und sperrig, aber wenn wir für ein bestimmtes Verbrauchs-Produkt (wie einem Brotaufstrich, zum Beispiel) EINMAL eine gute Quelle gefunden haben, können wir es wieder und wieder kaufen ohne jedes Mal darüber zu sinnieren.

5. Ebenso ist es mit Unternehmen: Einmal genauer anschauen und auf die Liste der “Guten” schreiben! Nur so schaffen wir es, nicht bei jedem Einkauf im Chaos unserer Fragen zu versinken. Internetplattformen wie der Avocado-Store, die entsprechende Unternehmen bündeln, sind uns ebenfalls eine Hilfe.

6. Zertifizierungen für fairen Handel und Einrichtungen wie unsere “Eine-Welt-Läden” sind von extrem hohem Wert. Auch wenn es Schwächen gibt – es ist einfach noch keine bessere Herangehensweise erfunden worden.

7. Standards zu hinterfragen ist eine sinnvolle Möglichkeit um Weiterentwicklungen zu ermöglichen. Supply and demand – ihr wisst schon!

8. Und wie immer ist weniger mehr. Fairer, guter Konsum ja – aber bitte auch davon mit Bedacht.

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Wir sind gespannt auf weitere Erkenntnisse von Eurer Seite! Sicherlich gibt es noch so viel mehr, was dieses Thema bereit hält.

Im Dezember werden wir uns mit der Art und Weise beschäftigen, wie man in unseren Breiten Weihnachten feiert. Und wir werden versuchen, die Vorweihnachtszeit in Sachen Nachhaltigkeit zu hinterfragen und womöglich ein wenig auf den Kopf zu stellen… aber dazu mehr in unserem Auftakt. Auf jeden Fall sind wir uns sicher, dass uns auch im Dezember das Thema “sozio-fair” weiter begleiten wird. Denn gerade im letzten Monat des Jahres treffen wir in der Regel viele, viele Konsumentscheidungen. Und die Frage ist: zum Guten oder zum Schlechten? Vielleicht auch zum “gu-chten”… womit wir eine Mischung meinen – eine undefinierbare Melange an Wirkungen oder vielleicht einfach das Resultat unserer Unkenntnis über die Zusammenhänge unseres Konsums. Denn leicht ist das Ganze nicht, soviel ist sicher. Aber wichtig. Sehr wichtig!

Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

Ganz liebe Grüße

Santa und Anna

 


 

tt30-logoWeitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Die Nachhaltigkeitschallenge 2014“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. Und ja, einen Hashtag gibt’s auch:#FS_NC14

 

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