Suche
Suche Menü

#ichmisteaus Challenge – Daija und die „Magic Cleaning Methode“ nach Marie Kondo

Von Natur aus bin ich eine Sammlerin. Früher habe ich jeden Flyer mitgenommen, Artikel aus Zeitungen ausgeschnitten, aufgetragene Kleidung behalten, um sie zum Putzen anzuziehen und Zeitschriften für Collagen aufbewahrt. Generell fand ich vieles zu schade zum Wegwerfen.

Geschenke des Grauens. Ein schwabbeliger Plastikball, aus dem nach 10 Tagen die Füllung quillt.

Geschenke des Grauens. Ein schwabbeliger Plastikball, aus dem nach 10 Tagen die Füllung quillt.

Wäre ich nicht immer rechtzeitig umgezogen hätte wahrscheinlich irgendwann ein Filmteam von Horrible Hoarders vor meiner Haustür gestanden. Jeder Umzug zwang mich, mich von Dingen zu trennen – nur um dann auf Flohmärkten Schätze zu finden und Schnäppchen in das neue Heim zu schleppen.

Was hat es mit dem Magic Cleaning Hype auf sich?

Lange Zeit war ich also zyklische Entrümpelerin. Eine wirkliche Änderung brachte Marie Kondos Magic Cleaning Methode. Für diejenigen denen der Hype bisher entgangen ist: beim Magic Cleaning geht es darum, die Wohnung einmal gründlich in einer ganz bestimmten Reihenfolge und über einen relativ kurzen Zeitraum aufzuräumen. Dadurch erleben wir eine komplette Veränderung unserer Wohnumgebung, die so drastisch ist, dass sie zu einer Transformation unserer Denkweise führt, was Dinge betrifft. Die Japanerin Kondo verspricht, dass man deshalb nie wieder aufräumen muss.

Tatsächlich hat dieser Prozess, der bei unserer möblierten Drei-Zimmer-Wohnung etwa drei Monate gedauert hat, mein Verhalten verändert. Ich schleppe sehr viel weniger an, weil ich die Ordnung – relativ, wie sie mit zwei kleinen Kindern nun mal ist – nicht wieder verlieren will. Ich nehme keine Flyer mehr mit, keine Pröbchen, keine Freebie. Ich kaufe auch gebraucht nur noch Dinge, die ich schön und nützlich finde. Schnäppchen war gestern – ich bin wählerisch geworden. Und dadurch nachhaltiger.

Horten aufgeben – geht das wirklich?

Ich gebe (notfalls auch schmeiße) Dinge entschiedener weg als zuvor. Früher dachte ich, es wäre umweltfreundlicher, Dinge „für den Fall“ aufzubewahren. Dann müsste ich nichts Neues kaufen, wenn ich es einmal bräuchte. Das Ding ist: wir brauchen so viel weniger als wir denken. Und mein Horten bedeutet auch, dass diese Ressourcen vielleicht woanders fehlen. Wenn ich diese Dinge nicht verschenke oder verkaufe, muss sie jemand anders vielleicht neu kaufen.

Wenn ich nun so erfolgreich aufgeräumt habe, warum mache ich bei der #ichmisteaus Challenge dann überhaupt noch mit? Sogar Aufräumexpertin Kondo geht einmal jährlich ihre gesamte Wohnung durch. Bei uns kommt vieles durch die Kinder in die Wohnung, hauptsächlich Kleidung, Spielsachen, Papier. Auch elender Plastikramsch als Mitbringsel von Geburtstagsfeiern. Geschenke. Freebies, die ich selbst ablehnen kann, nimmt meine 4-jährige Tochter gern mit.

Instandhaltung

Natürlich bin ich auch nicht perfekt. Bücher sind meine große Schwäche. Reparaturarbeiten, wie Löcher stopfen, Zerbrochenenes zusammen kleben, oder auch Recyclingfähiges wegbringen, schiebe ich gern auf. Im Alltag stelle ich Dinge oft ‚mal eben‘ außer Reichweite und nicht an den Platz, an den sie gehören. Die Challenge gibt mir auch die Gelegenheit, darüber zu reflektieren, ob das, was ich besitze, immer noch das ist, was meinen Bedürfnissen und Lebensumständen entspricht.

In diesem Sinne wünsche ich Euch frohes Schaffen,
Daija

P.S. Allen, die mit einem Zuviel an Zeug hadern, und denen das Entrümpeln wirklich schwer fällt, kann ich Marie Kondos Methode empfehlen. Meine Erfahrungen könnt ihr auf meinem persönlichen Blog, liebevoller leben, nachlesen.

tt30-logo

Weitere Infos und jede Menge Interaktion findet ihr auf unserer Facebookseite “Finding Sustainia“ und bei Twitter unter @Finding_S.

Wir freuen uns auch, wenn ihr euch in der rechten Spalte unseres Blogs für unseren Newsletter anmeldet. So bleiben wir gut verbunden.

13 Kommentare Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.