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Last minute veganes Weihnachtsmenü von Diana!

Weihnachten werden wir zu 10. am Tisch sein und wie jedes Jahr, wird es schwierig sein alle Geschmäcker und Gesinnungen zu treffen. Mein Schwiegervater und ich haben, bei aller Sympathie für einander, dabei unsere ganz eigenen Konflikte, er ist nämlich gelernter Fleischer.

Das vorgeschlagene Menü ist ein Beispiel dafür, was man recht schnell kochen kann, ohne allzu viel weihnachtliche Hektik. Für viele Bestandteile gibt es auch Alternativen, meine Kinder essen z.B. relativ scharf, andere nicht, dafür darf für Littleson die Soße nicht stückig sein. Ihr kennt das bestimmt und könnt gerne kreativ werden. Genauso mit den Mengenangaben. Das Menü habe ich an 3 Erwachsenen und 2 Kindern getestet, entspricht also ungefähr 4 Portionen.

Vorspeise: Winterlicher Salat mit Sesam

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Zutaten

2 mittlere Rote Beeten in Salzwasser gegart
Pro Person eine Handvoll geputzter Feldsalat
Eine Bio-Orange filetiert und Abrieb von der Schale (optional ein Apfel in feine Scheiben geschnitten und/oder eine geraspelte Karotte)
Saft von einer kleinen Bio-Zitrone und Abrieb von der Schale
Eine kleine oder ½ Knoblauchzehe sehr fein gehackt oder zerdrückt
2 EL Tahin (Sesammus)
1 EL Sesamsaat (am besten geröstet)
Etwas Wasser
Salz (wenn möglich etwas groberes und Pfeffer und/oder Chiliflocken)

Zubereitung

  • Feldsalat entweder auf Tellern oder in einer schönen Schale anrichten.
  • Rote Beete in recht feine Scheiben schneiden, mit den Orangen-Filets (und den Äpfeln/der Karotte) zum Feldsalat geben.
  • Tahin in eine Schale geben, mit Salz, Pfeffer/Chili, etwas Orangen- und Zitronenabrieb, Knoblauch und Zitronensaft vermengen und etwas (sehr wenig, TL für TL!) Wasser dazugeben bis ein dickflüssiges Dressing entsteht.
  • Abschmecken, über den Salat verteilen und mit Sesamsaat bestreuen.

Hauptspeisen

In Europa besteht eine klassische Hauptspeise meistens aus 4 Teilen: Fleisch/Fisch, Soße, Gemüse und einer „Sättigungsbeilage“ (schreckliches Wort), wie Kartoffeln oder Reis in variablen Proportionen. Vegetarisches oder veganes Essen sieht nicht unbedingt so aus (Currys, etc.), wird aber aus Gewohnheit oft ebenso aufgebaut.
Bei einem Feiertagsmenü möchte man ja nicht unbedingt die omnivoren Mitesser verschrecken, daher passe ich mich ausnahmsweise den örtlichen Gepflogenheiten an und serviere einen ordentlichen “Hackbraten” mit Kartoffeln und Gemüse. Der Einfachheit halber, steckt das Gemüse in der Soße.

Teil 1: Pilz-Nuss-Braten

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Zutaten

1 große Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
200g gemischte Pilze (egal welche! Ich habe Champignons und Shiitake genommen), sehr klein geschnitten
1 TL Ras el Hanout (nord-afrikanische Gewürzmischung, oder aber je ein Msp. Koriander, Kreuzkümmel, Zimt)
100g Walnüsse, gehackt
100g Cashews, gehackt (wer streng regional kochen möchte nimmt 100g Haselnüsse)
Ein Bund glatte Petersilie, gehackt
Optional einen EL Rosinen
4 getrocknete Tomaten, kleingeschnitten
100g Semmelbrösel (wir nehmen glutenfreie)
1 EL gemahlene Leinsamen
1 EL Kartoffelstärke, in etwas kaltem Wasser aufgelöst
200 ml Gemüsebrühe
1 EL Sojasoße (Tamari, wenn es glutenfrei sein soll!)
Ca. 3 EL Olivenöl (etwas Öl für die Kastenform)

Zubereitung

  • Ofen auf 180° C vorheizen.
  • Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und einölen. Das Papier muss so überlappen, dass der Braten in der ersten Backzeit nicht braun wird.
  • Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebel/Knoblauch darin anschwitzen bis sie duften, die Pilze dazugeben und 5 Minuten bei starker Hitze braten. Hitze reduzieren.
  • Mit den gehackten Nüssen und den Leinsamen vermischen und weiterbraten, getr. Tomaten, evt. Rosinen und Petersilie dazu und auch vermischen. Ja… ich sagte „große Pfanne“.
  • Die Sojasoße mit der Brühe vermengen und mit der Mischung die Masse in der Pfanne ablöschen. Reduzieren lassen. Stärke dazu und die Semmelbrösel, sodass eine Art Teig entsteht.
  • Diesen Laib dann in die Kastenform geben und festdrücken.
  • 30 Min backen, dann das Papier öffnen und den Braten noch ca. 20 Minuten weiterbacken bis eine braune Kruste entsteht.

Teil 2: Röstkartoffeln

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Ganz einfach, klassisch und lecker. Außen knusprig und von innen weich.

Zutaten

1 kg überwiegend festkochende Kartoffeln, möglichst gleich groß
2 Zweige Rosmarin oder 6 Zweige Thymian (oder gertrocknete Kräuter der Provence)
evt. 1-2 Knoblauchzehen
6 EL Olivenöl (vielleicht auch mehr)
Salz

Zubereitung

  • Kartoffeln waschen und mit der Schale in Salzwasser halbgar kochen.
  • Abgießen, ausdampfen lassen, pellen und viertel, bzw. halbieren, wenn es kleine Kartoffeln sind.
  • Ofen auf 200°C Vorheizen, Öl in eine große Saftpfanne oder Auflaufform geben und kurz im Ofen erhitzen. Darf nicht verbrennen oder riechen!
  • Wieder aus dem Ofen nehmen, Kartoffeln vorsichtig hineingeben, Kräuter darauf verteilen, und alles mit dem Öl vermengen. Salzen.
  • Für 20 Minuten zurück in den Ofen, dabei darauf achten, dass sie eine schöne Farbe bekommen und gar werden.

Teil 3: Tomaten-Paprika-Soße

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Tomaten und Paprika im Winter sind natürlich nicht saisonal. Die Tomaten sind aber schon im Sommer verkocht gewesen und die Paprika kann man auch im Sommer einmachen, oder aber zur Not weglassen. Für 4 Personen braucht man allerdings auch nur eine.

Zutaten

1 Zwiebel gehackt
2-3 Zehen Knoblauch, zerdrückt
(wenn man sie im Haus hat: 1 Stange Sellerie und eine Karotte klein gehackt)
500 ml Tomatenpassata o.ä. aus dem Glas (Wir Sustainians haben im Sommer Tomatensoße für unsere in unserer Gläßchenwirtschaft eingekocht)
Eine Paprika, gegrillt bis die Haut schwarz wird und geschält
1 EL Oregano
1 TL Agavensirup oder Zucker
2-3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Chiliflocken (optional)

Zubereitung

  • In einem Topf Zwiebel, Knoblauch (Sellerie und Karotte) im Öl anschwitzen.
  • Paprika in Streifen schneiden und dazugeben, 3 Minuten mitbraten.
  • Tomaten und restliche hinzufügen und bei niedriger Temperatur ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  • Eltern von Kindern, die wie mein Jüngster keine Stückchen mögen, dürfen jetzt pürieren!

Teil 4: Wer möchte reicht noch knackig gekochten Rosenkohl dazu.

Dessert: Bratäpfel

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Ein einfaches regional-saisonales veganes Dessert? Köstliche, duftende Bratäpfel

Zutaten:

4 schöne Äpfel (Boskop sind wunderbar. Elstar sind auch gut.)
ca. 50g gehackte Mandeln (oder Nüssen oder Marzipan)
3 EL Konfitüre nach Geschmack. Ich mag Gelee aus schwarzen Johannisbeeren oder Aprikosenkonfitüre
1 EL Rosinen (nicht zwingend)
Eine ordentliche Prise Zimt
2 EL (z.B. selbstgemachte) Margarine oder Kokosöl

Zubereitung

  • Ofen ist ja noch von Kartoffeln 200° warm. Sonst auf 200° vorheizen.
  • Das Kerngehäuse der Äpfel entfernen.
  • In einer Schale eine Mixtur aus Mandeln, Konfitüre, Rosinen, Zimt machen und mit einem kleinen TL in die Äpfel füllen.
  • Auf jeden Apfel eine dicke Flocke Margarine setzen und alles in einer gefetteten Auflaufform 20-25 Minuten backen.
  • Dazu kann man eine vegane Vanillesoße (aus 500 ml Mandelmilch, 50 gr. Zucker, 20 g Maisstärke, einer Vanilleschote und und einer Messerspitze Kurkuma) reichen. Allerdings ist das nicht regional.

 

Bemerkung zur Menüplanung:
Am besten klappt es, wenn man einen Tag oder zwei vor Weihnachten die Soßen macht.
Am Feiertag zuerst die Bestandteile des Salats vorbereiten, beiseite stellen und zu allerletzt anrichten.
Die Äpfel vorbereiten, danach den Braten in den Ofen, dann die Kartoffeln, den Braten zum Schluss zu den Kartoffeln zum aufwärmen. Während des Hauptgangs können die Äpfel im Ofen vor sich hin backen.

Wir sind gespannt, wie es euch schmeckt!

Frohes Fest! 

 

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