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10 praktische Dinge, die jede*r jetzt für sich und die Welt tun kann und sollte

Ging es euch auch so? Irgendwann während der Feiertage kam es auf, das Thema Klima und die Frage nach dem notwendigen Umweltbewusstsein und -handeln. Ab da ging es wild hin und her: Ist bio auch eingeschweißt besser? Papier oder Plastik? Darf man jetzt noch fliegen? Was darf man denn noch? Wie geht es richtig? Und überhaupt ist das alles ja nicht so leicht.

Stimmt. Bernd Ulrich, stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Politikressorts der ZEIT, schreibt in seinem aktuellen Buch „Alles wird anders“, dass der/die Einzelne überfordert sein muss mit Antworten auf die Klimakrise, wenn passende politische Rahmensetzungen fehlen. Stimmt, an vielen Stellschrauben sind politische Antworten gefragt. Gleichzeitig, so betont auch Ulrich, entlässt uns die Notwendigkeit großer politischer Antworten nicht aus der individuellen Verantwortung. Oder positiver formuliert: Unterschätzt nicht eure Gestaltungskraft! Denn am Ende ist Welt doch das, was wir draus machen.

Als Familie haben wir zusammen gesessen und uns gefragt: Was gibt`s zu tun? Hier, ganz praktisch und leicht, unsere Top 10, mit der Bitte zum nachmachen, weitersagen, ergänzen (und Dank an meinen Mann für`s zusammentragen der Links/Tipps ?):

  1. Energieanbieter wechseln (Strom: Naturstrom, Greenpeace Energy, LichtBlick, Enyway, EWS Schönau; Gas: Greenpeace Energy; https://utopia.de/ratgeber/oekostrom-tarife-vergleich/)
  2. E-Mail-Anbieter wechseln (https://posteo.de/de)
  3. Suchmaschine wechseln (https://www.ecosia.org/)
  4. Telekommunikationsanbieter wechseln (https://goood.de/)
  5. Bank wechseln (GLS Bank, Triodos, Ethikbank, Tomorrow, https://utopia.de/ratgeber/alternative-gruene-bank/)
  6. Altersvorsorge, Geldanlage, Versicherungen wechseln (z.B. Umweltbank, https://utopia.de/…/nachhaltige-versicherung-gruene-rente-…/https://fairvendo.com/) – denn nur so ist sicher gestellt, dass euer Geld für Dinge arbeitet, die ihr auch unterstützen wollt
  7. CO2-Fußabdruck berechnen (z.B. https://uba.co2-rechner.de/de_DE) und Ressourcenverbrauch kennen/optimieren (https://ressourcen-rechner.de/)
  8. Persönlich CO2-neutral werden, indem man das, was man grad noch nicht vermeidet/vermeiden kann, kompensiert (https://www.atmosfair.de/de/) – uns als Familie kostet das aktuell ca. 50€ im Monat.
  9. Ernährung umstellen: Kein oder weniger Fleisch (das macht übrigens auch aus gesundheitlichen Gründen Sinn, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung 300 bis maximal 600 Gramm pro Woche), weniger tierische Produkte insgesamt, regionales und saisonales Essen.
  10. Regelmäßig spenden, z.B. X% vom Einkommen (z.B. Greenpeace, BUND, WWF, Save the Children, lasst euch auch inspirieren bei https://effektiveraltruismus.de/)
  11. Parteimitglied werden und natürlich immer wählen, wenn es ansteht (https://m.spiegel.de/…/umwelt-das-beste-fuers-klima-zu-tun-…)
  12. Für Fortgeschrittene: Wofür arbeite ich eigentlich jeden Tag? Kann ich meine Talente sinnvoller einsetzen? (z.B. https://www.tbd.community/de/a/new-work-new-sinnhttp://www.parachutebook.com/https://www.talents4good.org/)
  13. Zu dieser Liste beitragen und weiter teilen

Ulrich schreibt von der „wissenden Ignoranz“, die zu viele von uns momentan nicht handeln lässt. Gerät sie zu sehr unter Druck, schlage sie wahlweise in aggressives Leugnen oder Depression um. Ich finde: Das ist kein schöner Zustand – und es sind keine besonders rosigen Aussichten für 2020. Sollen wir einfach hinnehmen was Ulrich beschreibt? Und das zu Beginn der Dekade, in der sich – glauben wir der Wissenschaft – vieles entscheiden wird in Bezug auf die Lebensbedingungen auf unserem Planeten? Ich gehe lieber positiv ins neue Jahr, wohl wissend: Was ich tun kann, tue ich. Und ich bin bei weitem nicht perfekt, aber auf dem Weg. Ihr auch?

 

Foto: Christian Klant

Laura Haverkamp, 35, studierte Publizistik, Mandarin und Public Policy in Berlin, bevor sie 2011 nach vier Jahren in der PR-Beratung beim globalen Netzwerk Ashoka – Innovators for the Public einstieg. Dort scoutet und begleitet sie Social Entrepreneurs und setzt sich im Team dafür ein, dass soziale Innovationen in Deutschland bessere Bedingungen für ihre gesellschaftliche Verankerung – ihr Wirkungswachstum – erhalten. Sie ist Mitglied des Think Tank 30 der Deutschen Gesellschaft Club of Rome und lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Zuletzt veröffentlichte sie zum Thema „New Work? New Sinn!“ auf tbd.community

 

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