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Santa: My vegan life

So, jetzt bin ich nach einem doch stressigen Umzug von Norwich, endlich bei meiner Mama in Duisburg angekommen. Ich wohne hier zwar nicht, aber es ist nirgendwo wie bei Mutter, nicht wahr? Und bei meiner Mutter kann man auch noch sehr sehr gut vegan essen, sie ist nämlich vegetarisch aufgewachsen und mir wurde als Kind eine große Palette an veganen Köstlichkeiten geboten, die ich damals nicht so sehr zu schätzen wusste. Um ehrlich zu sein, beneidete ich oft die Kinder, die ein Dickmann-Brötchen in die Schule mitbekamen (without comment!). So wurde ich also, nach ein paar Tagen veganem Notfallprogramm bestehend aus Pommes frites, Weissbrot und Co., mit viel Liebe zu Hause empfangen. Home sweet home! Hach, und sooo köstlich!

Im Falle dessen, dass ihr nicht richtig erkennen könnt, was es gestern bei uns gab, gebe ich jetzt mal ein bißchen an. Bei der Mama darf man das. Es gab Linsenbratlinge, Aubergine im Kichererbsen-mehlmantel, Daal, Spinat-Karotten-Kartoffel und Kräuter-Gemüse mit viel leckerem Knoblauch und roten Zwiebeln, italienischer Vollkornreis, und knusprige Kartoffeln mit Chili, Ingwer, Knofi und Zwiebeln. Tochter und ich haben ganz schön zugelangt bei diesem Soul Food, wie ihr euch vorstellen könnt.

Nachdem ich es mir heute in der Stadt in der Sonne und in dem veganen/vegetarischen Restaurant LoLu bei diversen Antipasti, Wedges und frischem Thymiantee so richtig habe gut

gehen lassen und mich endlich wieder entspannte nach meinem Umzug, sitze ich nun an dem schon lange geplanten Scrapbook und versuche, den Monat Revue passieren zu lassen. So viel ist habe ich auf meine kulinarischen Reise in die Welt des Veganismus erlebt, dass ihr mir verzeihen werdet, wenn ich nicht alles chronologisch mache, sondern einfach meinen Gedanken freien Lauf lasse. Vegan ist lecker, es ist gut und es macht Spass, so lange ich Zeit hatte. Wie ihr wisst, habe ich auch schon vorher viel vegan gekocht, aber mir doch sehr oft Raum gegeben, auszuessen und dann oftmals fleischlastig. Diesen inneren Schweinhund musste ich überwinden und habe darauf geachtet, 1) immer genug Frischkost im Kühlschrank zu haben, 2) wenn ich Freunde in nicht vegan friendly Lokalen getroffen habe, vorzuessen, um Frust zu vermeiden (ja, ich mag den Geruch von Bacon leider sehr!), 3) sehr gesund zu essen, also vor allem weizen- und zuckerfrei, um nicht noch mehr Gelüste zu entwickeln. Ausser meinem stetigen Bedürfnis nach Eigelb, wie in meinem Tagebucheintrag beschrieben, ging es mir meistens richtig gut, dank viel Frischkost, guten Omega 3-6-9-haltigen Ölen und Hülsenfrüchten als Eiweißlieferanten.

Home – in Norwich

In den ersten dreieinhalb Wochen der Challenge (inkl. ein paar Tagen davor) hatte ich Zeit und habe zweimal am Tag einen Green Smoothie z.B. aus Sellerie, Spinat, Kräutern, 2 Äpfeln und etwas Kümmel getrunken. Das mache ich schon länger und konsequent durchgeführt, ist das ein super Start in den Tag und vermindert auch mein Bedürfnis nach Süßem. Als Mahlzeiten habe ich auf meine veganen Klassiker zurückgegriffen, wie Ofengemüse mit vielen frischen Kräutern wie Koriander und Petersilie und dazu Vollkornreis oder auch mal Pasta. Zwiebeln und Knoblauch habe ich eigentlich in jeder Mahlzeit verwendet – super Geschmack und auch sehr gut für’s Immunsystem. Ofenkartoffeln mit Thymian oder Rosmarin, Knoblauch, etwas Salz und Zitronensaft gab es auch immer wieder. Als Beilage dann entweder einen grünen Salat mit Kernen und z.B einem Senf-Apfeldicksaft-Öl-Dressing oder in Knoblauch angedünstetem Spinat. Ab und an habe ich dann auch mal Hoummus, gefüllte Weinblätter oder eingelegte Kalamata Oliven als “Fastfood” gekauft. Meistens aber ging es auch ohne (Verpackung).

Es war gut, vegane Fastfood und Restaurant- Alternativen zu finden, um es mir nicht schwer zu machen. Aber es war meistens auch gar nicht schwer, denn Freunde waren in der Regel sehr offen und interessiert. Viele übernahmen sogar vegane Ideen und einige haben selber begonnen, teilweise um abzunehmen.
Gesalzen habe ich während der Challenge auch wenig, um meinen Geschmacksknospen mal wieder Raum zum entfalten zu geben. Beim Thema Salz war ich mir nicht sicher, wie gut ich das schaffe, denn ich salze, vor allem seit der Schwangerschaft, doch relativ kräftig. Das Reduzieren von Salz und Zucker hat mir definitiv geholfen, meine Geschmackssinne zu schärfen. Ich bin allerdings nicht sicher, wie alltagstauglich diese Lebensweise ist. Denn eine konsequent vegane, weizen- und zuckerfreie, und salzreduzierte Ernährung ist natürlich keine besonders einfache Vorraussetzungen für ein soziales Leben.

Ein weiterer Klassiker bei mir war ein Chili mit Kidneybohnen, Zwiebeln, Knoblauch, Rosmarin, Tomatenmark, Rotwein und einem Schuss Apfeldicksaft. Das zusammen mit Vollkornreis und einem grünen Salat schien mir während der Challenge wie der Traum schlechthin, während ich das früher zwar gerne, aber nicht mit demselben Gusto wie ein Steak frites genossen hätte. Things change! Ich habe es ja selber kaum geglaubt.

Auf Desserts, auch auf zuckerfreie rohe Varianten, habe ich wenig Lust verspürt, vielleicht insgesamt dreimal während der gesamten Challenge. Im Wild Thyme gab es, wenn ich denn mal wollte, einen Almond-Mocha (ohne Zucker) und einen Raw Chocolate Cake (nicht gebacken und einfach nur aus Nüssen, Kakaopulver und -butter, gesüsst durch getrocknete Früchte). Zuhause habe ich mir mal mit Mandelmilch, etwas Mandelmuss, ein paar Trockenfrüchten und Kakaopulver ab und an einen Shake gemacht und nach dem Mixen auch mal Haferflocken oder Nüsse hinzugefügt.

So sehr eine konsequente Lebensweise (Pommes und Weissbrot unterwegs, wenn man nicht vorbereitet ist) durchaus Implikationen auf’s soziale Leben hat, so erlebt man doch immer wieder wunderbare Geschenke. Ja, so habe ich es empfunden, als ich in der Umzugswoche von Freunden eingeladen wurde und nicht nur Weissbrot essen musste. Es wurde uns ein tolles veganes Menü gezaubert: ein Gemüseeintopf, grüner Salat mit Avocado und sogar ein Coucous-Salat. Veganen Wein gab`s auch noch. Parmesan und Butter wurde einfach neben Olivenöl gelegt – nice! Ich war so glücklich und dankbar.

Fazit: Entschleunigung

Vegansein bzw. eine nachhaltige Lebensweise und Entschleunigung sind für mich stark verbunden. Nur mit Ruhe habe ich die Muße, mich mit meiner Ernährung und vielen anderen Bereichen des Lebens zu beschäftigen. Diese Ruhe finde ich leider nicht immer, durch unsere diversen Lebensmittelpunkte. Ich habe mir diesen Monat deshalb einen Decaden-Spring-Detox-Day mit viel Yoga und veganer Nahrung gegönnt. Neben einem Rainbow Salad, also einfach viel buntes rohes Gemüse und Salat, rohe Buchweizen-Crackern, Kurkuma-Hoummous, Grünkohl-Pesto mit Knoblauch (lecker lecker lecker), wurde uns auch gezeigt, wie einfach ein Raw Cheesecake aus Cashews geht. Das Rezept findet ihr im Chat zum Sonntag No.11.

Man kann zwar versuchen, sein hektisches Leben mit dem Aspekt Nachhaltigkeit zu verbinden, aber letztendlich möchte ich einfach ein ruhigeres Leben, in dem ich dann nicht mehr so viel nachdenken muss, wie ich dies und das nachhaltig gestalten kann, sondern einfach nur bescheiden und einfach und wesentlich stressfreier zu leben.

So, und bevor ich mich jetzt anfange zu stressen, denn die anderen Pflichten (oder Rechte?) warten, sage ich ein herzliches very vegan and happy Goodbye for now! Ich bin gespannt auf die nächste Challenge. Wird sie diese Challenge ergänzen? Welche Lektionen werden wir bald lernen? Ich kann es kaum erwarten.

Eure Santa

 


 

tt30-logoWeitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Die Nachhaltigkeitschallenge 2014“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. Und ja, einen Hashtag gibt’s auch:#FS_NC14

 

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