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Challenge No.5: Bilanz – ein Monat Bio on a budget

Ein ganz besonderer Monat liegt hinter uns. Hier findet ihr unseren Auftaktartikel zur Erinnerung.

Zeigen wollten wir, dass man sich auch mit einem kleinen Budget von 5 Euro am Tag durchaus Bio-Produkte leisten kann. Keine überteuerten Müsliriegel vielleicht und erst recht kein tägliches Fleischgericht, aber gutes Essen ohne Pestizidbelastung für uns und unsere Böden. Gesagt sei schon vorab: Super für Figur und Gesundheit ist das Bio-budgetieren auf jeden Fall. Geprägt war dieser Monat dann von Kassenbonstudien, Verzicht und ständigem Nachfragen. Aber auch von einigen Erkenntnissen und positiven Überraschungen über das, was gutes Essen wirklich kostet. Na, seid ihr gespannt, wie es uns ergangen ist? Oder habt ihr womöglich selbst mitgemacht und freut euch nun auf den „double-check“? Wie lief’s bei den Anderen? Mussten sie auch dauernd Ausnahmen machen? Waren sie womöglich kreativer als wir? Wer ist Mister oder Mrs Bio on a Budget?

Ehrlich gesagt hatten wir gar nicht vorhergesehen, dass alleine der Begriff „Challenge“ schon einen gewissen Sportsgeist entflammen lässt. Großartig! So schreibt Andrea auf ihren Blog www.goveggiegogreen.com, dass wir mit unserer Aktion ihren „Spieltrieb“ geweckt haben und sich in ihr nun ein Gefühl von „gewinnen wollen“ breit macht. Zum Dank schenkt sie uns zum Start in die #FS_NC14 gleich eine kleine Einführung in die Geschichte der Nachhaltigkeit ,inklusive eigener Interpretation und jeder Menge Bezügen zu Finding Sustainia. Außerdem kocht sie uns eine low budget – Linsenbolognese und versorgt uns per Twitter mit allerlei Ticks und Tricks zum Thema.
Nachtrag: Nun erreicht uns Isabells Beitrag zu ihren Erfahrungen als Challengerin. Zu Hause fand es sie nicht schwer, aber draussen dafür umso mehr, vor allem wenn man in ein nachhaltiges Restaurant möchte. Und hier ist auch Andreas Bilanz. Sie hat die Zeit geliebt und “empfindet die neuen Aspekte ihres Lebens als bereichernd und beglückend”. Wie toll, dass es so vielen gefallen hat!

Und genau damit sind wir bei einer wichtigen Neuerung des Meyer&Meyer Selbstversuchs: Seitdem der Think Tank 30 als junger Kopf the Club of Rome mit im Boot ist und die Nachhaltigkeitschallenge 2014 ins Leben gerufen wurde, sind wir nicht mehr allein. Nein, wir haben großartige Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die wir über unterschiedliche Social Media Kanäle gefunden haben und die uns richtig ans Herz gewachsen sind! Und so werden aus unseren Einzelerfahrungen auf einmal quasi-repräsentative Feststellungen und sehr schnell auch Forderungen. Forderungen an eine Welt, in der es sich „Bio on a Budget“ leben lässt. Und genau das ist auch unser Ziel! Aus allem, was wir lernen, möchten wir nach der #FS_NC14 eine Publikation und das Nachhaltigkeits-Design unseres persönlichen Lebens stricken, die authentisch auf dem aufbauen, was wir an Hürden, Dilemmata, aber auch an positiven Überraschungen erleben. Und natürlich ist ein solches Werk umso wertvoller, umso mehr Erfahrungen wir zusammentragen. Danke also jetzt schon einmal!

Begonnen hat unser Monat mit einer Maidemonstration und bis zum Vatertag gab es jede Menge Aktivitäten im Sinne eines „Bio on a Budget“-Konsums. Den Nagel auf den Kopf traf da zum Beispiel die Schnippeldisko in Düsseldorf, Stephanies Tipps zu günstigen und ressourcenschonenden Mitbringseln zum Muttertag, zu selbstgemachten Hochprozentigen oder DIY-Holunderblütensirup.
Dann geht natürlich ein großer Dank an Ali und Dorothee für kurze und lange Erfahrungsberichte, an die Twitter-Community (@Yelliorange @lebeganzeinfach @kawainassif @KleinerOeko @slowfoodberlin @GruenundGloria @Sinnmacht @panther_lily @Minimalismus21 @herrgruenkocht @kultur_nachhalt @umsturz_vegan @gemueseregal @mundraub) für einen regen Rezepte-, Link- und Lebenswandelaustausch über den Hashtag #FS_NC14 und auch für Hinweise aus dem Off von Jana und Ivo, die sich nicht über die sozialen Medien, aber eben in der realen Welt an unserer Challenge beteiligen. Santa dagegen hat euch in Form von Tagebuchnotizen tiefe Einblicke in ihre Seelenwelt gewährt und formuliert, wie sich ein Leben anfühlt, in dem Karottengrün einen ganz neuen Stellenwert bekommt und das Lauschen von Straßenmusikern eindeutig die preiswertere Alternative zu einem französischen Restaurantbesuch war. On a budget verschieben sich Möglichkeiten – aber, wie wir festgestellt haben, eröffnen sich durch eine eingeschränkte Wahl auch wichtige Erkenntnisse: Wir haben gelernt, wie gut man von einfachen, ordentlichen Lebensmitteln leben kann. Und genau dann hat das Budget in der Regel auch gereicht. Sogar dicke!

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Biobrot selbst backen, Haferflocken- oder Hirsebrei mit ein wenig frischem Obst frühstücken, Green Smoothies oder Pesto aus Gemüseresten oder selbst gesammeltem Grün zaubern, Giersch nicht als Unkraut begreifen sondern genießen, auf dem Markt oder direkt vom Bauern die besonders klein geratenen Blumenkohl-Exemplare kaufen, Soja- und Hafermilch, zum Beispiel mit dem Vegan Star selbst machen und mit dem übrig gebliebenen Okara zum Beispiel Bratlinge oder Aufstrich zaubern…

Ach, es gibt wirklich so viele tolle Ideen und es hat großen Spaß gemacht, das eine oder andere selbst auszuprobieren. In der eigenen Küche, mit ein wenig Zeit und Experimentierfreude, waren wir also erfolgreich.

   

Aber wie ist es denjenigen gegangen, die viel unterwegs sind? Schwierig war’s, ganz ehrlich. Es gibt einfach noch nicht besonders viele Kantinen mit einem Bio-Angebot, wie Christian bemerken musste. Auf Bahnhöfen sieht es überraschend düster aus und auch als Gast hatten wir es diesen Monat schwer. Besonders die eigenen Eltern haben sich beim einen oder anderen als wenig kooperativ erwiesen. Und Freunde, ja, die halten unser Experiment auch nicht alle für die beste Idee. Wir sind ungefähr gleichermaßen auf Verständnis und Unverständnis gestoßen. Und irgendwie haben wir alle unsere eigenen Wege gefunden, damit umzugehen. Klar, Ausnahmen haben wir auch gemacht. Wir sind alle nur Menschen. Und auch wenn wir uns über ein gewisses Unverständnis nicht gerade freuen, setzen wir nicht gleich ganze Freundschaften aufs Spiel. Diejenigen von uns mit Kindern, haben außerdem berichtet, dass sie zwar grundsätzlich ziemlich konsequent mitgemacht haben, als gesamte Familie, dass sie aber um das Nicht-Bio-Eis im Sonnenschein nicht herumkamen. Life is live.

Eine besonders nette Erfahrung haben wir mit kleinen Geschenken gemacht. Lesson No. 1: Müsste man eigentlich viel öfter machen: Einfach mal ein Paket für jemanden schnüren, der ein entsprechendes Produkt vielleicht noch nicht kennt, es sich nicht gönnen würde oder der voraussichtlich von unseren Handwerkskünsten zu begeistern ist. Verschickt wurde diesen Monat der Eisblümerl Studentenfutteraufstrich, den es nur bei Veganz zu geben scheint, selbstgemachte Kosmetik, Deo ohne Alluminiumsalze und getrocknete Maulbeeren. You got mail! Yippeah!

Zur Krönung unseres Monats haben wir ein Interview mit Valentin Thurn geführt. Er hat so großartige Filme gedreht wie Taste the Waste und Plattformen wie Foodsharing ins Leben gerufen. Sein neuestes Projekt Taste of Heimat dreht sich um lokalen Konsum und sein neuer Film um die Fragen der Welternährung. Herzlichen Dank an dieser Stelle an einen großartigen Mann! Das Interview ist wirklich toll geworden.

Als Buchtipps des Monats möchten wir „Arm aber bio“ nennen, den Bericht einer Frau, die im Selbstversuch mit 4,35 Euro am Tag von Bio-Lebensmitteln gelebt hat und „Grün kochen? (Öko)Logisch!“ von der Bloggerin Lisa Casali, einer perfekten Reste-Gourmet-Köchin, empfohlen von Andrea.

Und wie fassen wir unsere Bilanz zu “Bio on a Budget” in wenigen Punkten zusammen:

1. Zusammen ist man weniger allein! Die Nachhaltigkeitschallenge 2014 lebt von allen, die mitmachen.

2. Hinter Bio-Siegeln verbergen sich unterschiedliche Kriterien. Grundsätzlich sind aber Pestizide tabu und der ökologische Fußabdruck von Bio-Produkten kleiner als der von konventionellen Lebensmitteln. Mit Demeter, Naturland und anderen bekommt man aber in jedem Fall ein für Mensch, Tier und Umwelt noch besseres Produkt als beim reinen EU-Bio-Standard aus dem Discounter.

3. Fleisch und stark verarbeitete Produkte in Bio-Qualität sind teuer. Das ist unserer Meinung nach auch richtig so. Nicht nur der Preis ist höher, auch der Impact auf unsere natürlichen Ressourcen. Also, auch wer das Geld locker sitzen hat: Back to basic is environmentally friendlier! Besonderes sollte als Besonderes wahrgenommen werden.

4. Frischkost rocks – Wohlstandsbäuchlein adé: Bio on a Budget kann sehr gesund und sehr gut für die Figur sein.

5. In der eigenen Küche lebt es sich leichter „Bio on a Budget“ als unterwegs. Kantinen, Restaurants, Bahnhöfe und auch die Mehrheit unserer Freunde und Familien haben eindeutig Nachholbedarf.

6. Not macht erfinderisch. Seid es euch wert in eine Verlegenheit zu geraten. Wir haben gemerkt, dass jede Menge Kreativität in uns steckt. Pflegt also eine gediegen-kreative Restekultur.

7. Kauft in größeren Mengen. Das spart Geld, Zeit und Verpackung.  (Aber nicht so viel, dass etwas schlecht werden könnte!)

8. Sammelt Gläschen und produziert leckere Malzeiten direkt für ein paar Tage im Voraus. Again: spart Geld, Zeit und Verpackung.

9. Genießt pur! Kein Schnick-schnack.

10. Fragt nach, fragt nach, fragt nach. Das Angebot wird sich unseren Wünschen über kurz oder lang schon anpassen.

Euer tt30! Und Eure Meyer&Meyer!

 


 

tt30-logoWeitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Die Nachhaltigkeitschallenge 2014“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. Und ja, einen Hashtag gibt’s auch:#FS_NC14

 

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