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Chat zum Sonntag, No. 31 – Meyer&Meyer

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03.08.2014        10:24 – 11:29

Santa: Guten Morgen, Anna! Wie liefen die ersten plastikfreien, ursprünglichen Tage?

Anna: Es ist nicht einfach, aber sehr, sehr gut! Gestern zum Beispiel hatten wir jede Menge Besuch und es war schon eine Herausforderung, ein “ursprüngliches Abendessen” anzubieten. Mein Freund ist glücklicherweise ein Fan der ordentlichen Küche. Und so waren wir erst auf dem Markt, haben dann Brötchen gebacken, alle Soßen selbst gemacht, das Hauptgericht, den Nachtisch… alles eben. Aber wir standen tatsächlich sechs Stunden lang in der Küche. Uff…

Santa: Oh, das klingt ganz wunderbar. Meine Mutter kocht auch sehr ursprünglich, reibt Gemüse auch mit der Hand, anstelle es durch die Maschine zu häckseln und, vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber die Liebe schmecke ich bei ihr sogar aus den einfachsten Gerichten raus. Ich komme jetzt gerade erst in die Gänge. Nach dem WDR-Dreh fuhr ich zu meinen Schwiegereltern nach Neuhaus (am Schliersee) und meine Tochter fiel bei meiner Ankunft vom Fensterbrett. Oh Schreck! Wir waren eine Weile im Krankenhaus (alles gut am Ende) und ich war leider ganz ohne Sachen hingefahren – da musste ich also zur plastikverpackten Plastikzahnbürste greifen und Wasser aus Plastikflaschen trinken.

Anna: Naja, das war eindeutig ein Notfall! Das Wichtigste ist, dass es Deiner Kleinen wieder besser geht!

Fernseh-Geschichten

Santa: Puuuh, ja, das sehe ich genauso. Die letzte Woche war ziemlich surreal, angefangen mit unserer Zeit in Gruiten. Eigentlich hätten wir dort schon mit unserer Ursprungs-Challenge beginnen können. Einfach toll, was wir so gezaubert haben aus allem was so wächst, bei Deinen Eltern im Dorf.

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Anna: Stimmt! Aber unser Dreh dort erscheint mir schon wieder so weit weg. Dabei war’s erst Anfang der Woche. Eine tolle Meyer&Meyer – Zeit! Drei Tage Selbstversuch im Zeitraffer… Mir hat’s riesig viel Spaß gemacht.

Santa: Mir auch!

Anna: Aber so einem Fernsehteam ist man doch ganz schön ausgeliefert. Irgendwie. Nach zwei Tagen hatten sie über fünf Stunden Material von uns auf Ihren Bändern… und am Ende portraitieren sie uns vielleicht sieben Minuten lang. Ich hoffe, unsere Ziele kommen gut rüber.

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Santa: Der Kameramann hieß Meyer! Wie sollte das schief gegangen sein? Bin aber auch noch völlig geflashed. Ende des Monats ist natürlich unsere busy-Meyer Zeit mit Auftakt- und Bilanzschreiben und dann noch der Dreh. Ich finde es richtig faszinierend, wie sich bei uns eine Freundschaft und Vertrauen über diesen Selbstversuch aufgebaut haben. Wenn du meine Texte editierst, dann schaffst du es immer, den Text so zu verbessern, dass die Message viel besser rauskommt! Ich habe auch wieder beim WDR gemerkt, wie ähnlich wir in Bezug auf unseren Selbstversuch ticken.

Anna: Ja, wie durch ein kleines Wunder passen wir super zusammen! Obwohl wir uns vor dem Selbstversuch kaum kannten. Aber wahrscheinlich schweißen all die Erfahrungen einfach zusammen. Wir entwickeln uns ja in gewisser Weise auch gemeinsam.

Santa: Ja, das ist es wahrscheinlich – und das, obwohl ich Karneval nicht mag.

Anna: Wir müssen ja nicht jeden Lebensbereich gemeinsam abdecken.

Kurz und knackig

Santa: Aber ganz unabhängig vom Namen des Kameramanns… ich fand es auch sehr ungewohnt, auf diese Weise portraitiert zu werden. Erst einmal läuft bei uns ja normalerweise viel virtuell ab und ohne künstliche Zeit- oder Platzgrenzen. Unsere Erfahrungen derart zu verknappen, fiel mir schon schwer.

Anna: Fernsehen ist einfach brutal kurzweilig. In der Regel jedenfalls. Kurze Sätze, klare Botschaften. Bloß nicht in die Tiefe gehen oder großartig differenzieren…

Santa: Und genau das fiel mir schwer. Ich habe mich auch immer wieder gehemmt gefühlt, weil mir die Erfahrungen einfach so wertvoll sind und ich sie gerne etwas genauer beschrieben hätte.

Anna: Wirklich nicht einfach. Hoffen wir, dass etwas Gutes draus wird. Gerade sprach der Radiosprecher, Robert Meyer… oder Meier… who knows… von der Meyer’schen Herausforderung der Woche. Huch, dachte ich.

Santa: Und?

Anna: Er meinte damit folgendes: Sonnenbrille auf, Sonnenbrille ab, Regenjacke an, Regenjacke aus, Sonnenbrille auf… Es hatte also nichts mit unserem Selbstversuch zu tun, sondern mit seinen Reaktionen auf unser lustiges Wetter.

Santa: Ich sehe und lese auch überall Meyer…mittlerweile mit Freude und einem Schmunzeln.

Erfahrungsaustausch

Santa: Gestern morgen, nach drei Tagen Gruiten und zwei Tagen Krankenhaus habe ich endlich wieder richtig in meine Mails geschaut und war total glücklich, aber auch erstaunt, was alles in der Zwischenzeit passiert ist. Simon vom tt30 macht mit seiner ganzen WG bei Plastikfrei mit. Er hat uns schon die Bilanz seines Wocheneinkaufs zugeschickt: 70% ohne, 10% Glas, 20% Plastik.

Anna: Das kann sich wirklich schon sehen lassen. Bin gespannt, was er noch so berichten wird.

Santa: Und ZenMonkey_de hat uns auf seiner Seite verewigt und Robert hat uns einen tollen Beitrag zum Thema Minimalismus und Sport geschickt. Es gibt noch einiges mehr, aber ich konnte mich nicht weiter vertiefen, nachdem ich mit einem Tag Verspätung den Auftakt hochgeladen habe.

Anna: Ja, keine Eile. Wir sind ja diesen Monat entschleunigt. Hab mich auch riesig gefreut über all die guten Nachrichten! Unsere Regel, nur einmal am Tag ins Netz zu gehenm fällt mir schon schwer. Ich hab’s am Freitag, zum Beispiel, nicht geschafft. Morgens Regional-Bilanz hochladen und ein wenig die Lage checken… und abends haben wir gemütlich die Urlaubsplanung am Rechner gemacht. Immerhin… kein social media… nur italienische Internetseiten. Zwar nicht gerade Ursprung-like. Aber auch nicht besonders dramatisch…

Santa: Es ist wirklich gut, dass wir uns diesen Monat wieder oder weiter entschleunigen wollen und müssen. Ich habe das nach dem vielen Hin und Her und bevor ich Ende August nach Norwich umziehe durchaus nötig.

Innere Nachhaltigkeit

Anna: Auf den “Minimalismus und Sport”-Text bin ich sehr gespannt. Ich hätte auch Lust einen unserer nächsten Monate mit Fitness bzw. Wellness-Fokus zu machen. Bisher haben wir die “physischen Themen” auf Ernährung und Konsum beschränkt. Und wir haben gemerkt, dass uns das Thema “Innere Nachhaltigkeit” auch sehr wichtig ist. Haben es aber vor allem auf ein “weniger” beschränkt. Entschleunigung, Achtsamkeit, Wertschätzung, Minimalismus. Vielleicht könnten wir im September die Physis noch ein wenig mehr mit der Psyche verknüpfen. What do you think?

Santa: Ja, wir schauen mal. Unsere Leser können gespannt sein! Heute sprach ich mit meiner Schwiegermutter darüber, dass Stille nicht nur unbedingt mit der Abwesenheit von Lärm bzw. äußerer Ruhe zu tun hat, sondern dass es auch etwas Inneres ist. Ich glaube, dass das stimmt. Ich fühle mich mehr in meiner Mitte, auch in der Stadt, wenn ich meine Routine durchziehe, die mir dann wiederum Raum für viel Freiheit gibt. Jetzt gerade baumele ich so herum, habe mir aber fest vorgenommen, auch hier eine gewisse Routine zu etablieren. Vor allem mit unserer Tochter ist es ganz wichtig.

Anna:  Ja, für die Kleine ist es wahrscheinlich genauso wichtig wie für uns. Hab diese Woche auch einen netten Zusammenschnitt von Kindern in Yoga-Positionen gesehen. Nice! Neues erleben die Jüngsten ja eh rund um die Uhr. Und wir, wenn wir uns drauf einlassen, eigentlich auch. Zum Beispiel fahre ich täglich durch die Annastraße und habe den Eindruck, dass es jeden Tag dasselbe ist. Weit gefehlt! Ich musste erst bei www.mundraub.org nachschauen, um zu sehen, dass dort Holunder wächst… natürlich nicht im Winter… aber ein wenig Achtsamkeit und Interesse, zum Beispiel an der Veränderung der Natur, etc. wäre schon nicht schlecht im Alltag.

Santa: Ja, diese Achtsamkeit und Achtung wachsen bei mir auch langsam, aber stetig. Wenn ich hier durch die Natur laufe, denke ich immer an die tollen Salate, Smoothies und Gerichte, die hier aus den Wildkräutern machen kann. Plastikfrei auf dem Land ist natürlich wesentlich einfacher.

Anna: Eigentlich schon. Ich habe mich auch schon auf unser einsames Ferienhaus im Schwarzwald gefreut, das wir im Herbst besuchen wollen und dachte mir, dass ich dort ja ALLES essen kann, weil es keine Hunde weit und breit gibt… aber dort scheint der Fuchs aktiv zu sein. So ein Mist… ich muss mich auf jeden Fall gut informieren. So einfach scheint es leider nicht zu sein. Umso wichtiger, dass ich endlich mein Kräuterbeet auf dem Balkon eröffne. Wie lange rede ich jetzt schon davon? Diesen Monat sollte es aber wirklich klappen.

Santa: Plastikfreie Beeren kann ich hier auch im Garten meiner Schwiegermutter ernten. Ansonsten habe ich mich einfach damit abgefunden, gewisse Dinge nicht zu essen, wenn ich sie nicht unverpackt kriege. Bei meiner Tochter mache ich aber auch Ausnahmen, um Roberts Straßenkampfregel zu befolgen und als Gast moechte ich auch keinem auf die Nerven gehen.

Nachwehen der Regio-Challenge: Kaffeekonsum

Santa: Übrigens mag ich Kaffee gar nicht mehr so. Heute ist ja Sonntag und da habe ich mir neben dem Frühstücksei gerade einen Kaffee zum Chat gönnen wollen. Ich kriege ihn jedoch kaum runter und dabei ist es nur ganz wenig. Ich glaube, dass sich Kaffee ganz natürlicherweise als Gelegenheitsfreude entwickelt hat. Ich habe gerade bei Twitter reingeschaut. Es ist so lustig, dass Dianas Sohn keine Schokolade wollte (nichtmals die gute unverpackte Schokolade). Als ich ihn damals traf, schien er Süßigkeiten eher zugeneigt zu sein. Tolle Entwicklung!

Anna: Ja, es ist wirklich toll wie sich ganze Familien angeschlossen haben. Ich glaube, dass es auch für Kinder ganz lustig sein kann, gemeinsam mit den Eltern neue Erfahrungen am Esstisch zu machen. Und so werden sie gleich sensibilisiert und müssen nicht warten bis sie 30 sind, wie wir!
Santa: Stimmt!

Anna: Mit dem Kaffee ist es auch bei mir lustig. Ich war am Freitag so stolz es geschafft zu haben! Und ich war so scharf auf Kaffee, dass mich schon in aller Frühe das Starbucks-Schild um die Ecke so sehr angelacht hat wie noch nie in meinem Leben. Bei der Arbeit habe ich ein wenig Getreidekaffee zu meinem Müsli geschüttet, um eine weitere Verwendung auszumachen, wenn ich in Zukunft wieder richtigen Kaffee trinke. Ich mochte immer schon gerne diese kleinen Espresso-Kügelchen in Müsli. Mit Getreide-Kaffee nun also “homemade” und als Abwechslung sehr lecker. Naja, auf jeden Fall habe ich dann um 14 Uhr mit einem Kollegen den ersten Kaffee so richtig zelebriert. Es war großartig! Aber dann… ich war den ganzen weiteren Tag irgendwie unruhig… Nee, nee… das gibt’s doch nicht. Ich muss mir wenigstens eine Tasse am Tag wieder angewöhnen. Ich fahre doch bald nach Italien! Aber bei der einen wird es wohl bleiben.

Santa: Ich bin gerade auch high und ich habe wirklich nur einen Schluck getrunken. Ich gebe zu, dass ich ihn noch nicht einmal wirklich mochte…soll ich sagen: Schande über mich oder guter Meyer? Dabei mag ich Kaffee doch eigentlich. Hmmm! I shall think about it. Ein Stück Schoki habe ich gestern aber sehr genossen.

Anna: Nach Schoki ist mein Verlangen nicht so groß… obwohl, die Samba Zartbitter-Nuss-Nougat Creme ist unschlagbar! Mittlerweile auch mit fair gehandeltem Bio-Palmöl. Sind unsere heimischen Öle eigentlich nicht geeignet für all die Brotaufstriche?

Höflichkeiten

Santa: Ich habe auch den Eindruck, dass wir immer genügsamer werden. Leider oder komischerweise macht man sich aber unbeliebt, wenn man nicht so zuschlägt. Das ist mir immer wieder richtig unangenehm und leider auch peinlich. Ich mag Desserts ja, aber ich möchte einfach keinen Kuchen essen, wenn ich keine Lust habe. Wenn ich Lust habe, dann möchte ich ja auch mit umso mehr Genuss zuschlagen.

Anna: Ja, das ist irgendwie ein zweischneidiges Schwert… Wenn meine Gäste gestern kaum etwas gegessen hätten, wären sie wahrscheinlich auch als Spielverderber rübergekommen. Und genau so wirke ich bestimmt auch manchmal… auch wenn ich richtig zuschlagen kann ab und zu. Nicht ganz einfach, dieses Thema. Aber es ist spannend zu erleben, welche Gedanken sich unsere Mitmenschen machen. Gestern habe ich eine Bananenpflanze geschenkt bekommen. Ob sie sich wohlfühlen kann auf meinem Balkon? Auf jeden Fall hat unsere Regio-Challenge eine ungeahnte Wirkung entfaltet… mein Umfeld sorgt sich um mein Wohl – kaum auszuhalten ohne Bananen. Sweet!

Santa: Ich finde es auch nicht einfach. Mache mir im Moment immer wieder Gedanken dazu… wie man sich und Anderen mehr Freiheiten geben kann. Denn einiges, was wir Menschen tun und konsumieren, machen wir immer wieder auf Höflichkeit.

Anna: Liebe Santa, wo wir so übers Essen philosophieren, müsste ich mal langsam frühstücken.

Santa: Genieß das Frühstück! Hier zeigt sich gerade nach längerer Regenphase endlich die Sonne. Werde mich mal im örtlichen Supermarkt, also Garten und Wald, für meinen Smoothie eindecken. Bis bald, Anna!

Anna: Das klingt gut. Der örtliche, ursprüngliche Supermarkt. Enjoy! Ach, eine Frage habe ich noch an unsere kompetenten Leser: Unser Bambus ist zum Revier von Weißfliegen geworden. Sie scheiden Honigtau aus, was wiederum zu Pilzbefall führen kann. Hat irgendjemand Tipps, wie ich auf möglichst nachhaltige und ökologisch sinnvolle Weise gegensteuern kann?

 


 

tt30-logoWeitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Die Nachhaltigkeitschallenge 2014“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. Und ja, einen Hashtag gibt’s auch:#FS_NC14

 

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