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Omas Tricks zum Waschen und Spülen – Rubina an Santa

Hallo Santa,

wenn ich auch noch keine Alternative zu meiner Sonnencreme gefunden habe (ich vertrage nicht jedes Öl und brauche sehr hohen Sonnenschutz alleine für die notwenigen Wege draußen) und auch immer mal wieder Dinge eher längerfristig ausgetauscht werden können.Wenn ich bei anderen bin, und dort Gebrauchsgegenstände in der Küche aus Plastik sind, dann nutze ich sie natürlich erstmal. Oder auch wenn ich zur Bücherei gehe und es regnet, dann packe ich die schon in eine 100% wasserfeste Tasche (also entweder eine plastikbeschichtete Tasche oder eine wiederverwendete Plastiktüte in einer Stofftasche, da ich nun mal kein geteertes Weidenköfferchen besitze und selbst Leder ist ja nicht ganz Wasserdicht ist, habe ich da noch keine Lösung. Mag aber auch nichts wegwerfen, was nicht kaputt ist… Das wäre ja eigentlich nur unnötige Plastikmüllproduktion. Sprich ich tausche aus, was ohnehin kaputt ist, oder irgendwie anders weiterverwendet werden könnte. Aber solange überlege ich mir erstmal nur die Alternativen und plane, was ich nutzen werden, wenn beispielsweise die Auslauf und Mottensichere Plastikdose mal kaputt ist.

Aber bevor ich hier nur aufschreibe, wo ich mit Platistikfrei Schwierigkeiten habe, hier einige erprobe Lösungen:

Upcypling von Unterhosen zum Fensterputzen

Irgendwie muss ich seit wir uns über eure Challenges unterhalten haben noch mehr an alte Techniken und Kniffe meiner Großeltern und Nachbarn erinnern. Und die kommen im Moment sehr zum Tragen. Meine Oma hat immer mit den allten Doppelripp- Unterhosen vom Opa die Fenster geputzt. Gut, das fand ich früher ziemlich peinlich, aber mir sind gleich  andere Erinnerungen dadurch in den Sinn gekommen und eine Menge Ideen.

Alte Zeitungen statt Fensterleder

1. Fensterleder (echte Fensterleder gibt es ja heute gar nicht mehr, sind alle synthetisch oder teilsynthetisch) kann man auch durch alte Zeitungen ersetzen. Das hat eine Nachbarin gemacht.

Sie hat entweder Spülmittel (gibt es in Spinnradläden und manchen Bioläden auch in Wiederauffüll-Plastikflaschen; kann man aber sich sicher auch in genormte Glasflaschen abfüllen lassen) oder Spiritus (den gibt es sowohl manchmal in Glasflaschen, als auch in Metalldosen; Metall als Einwegverpackung finde ich zwar auch vom Energieverbrauch suboptimal, aber immerhin ist Rost harmloser als nach jahrzehnten erst zersetztes Plastik) mit einem Läppchen auf die Scheiben aufgetragen und den Schmutz abgewischt. Dann hat sich mit zerknüllter Zeitung das Glas streifenfrei trockenpoliert.

Das mit dem Zeitungspapier war der beste “alte Hausfrauenfenstertipp” den ich je bekommen habe, mache ich heute noch. Mit Spiritus komme ich nicht ganz so gut klar. Ich komme besser mit Essig  oder Spüli klar. Die mittlerweile völlig flusenfreie Alt-Unterwäsche war aber auch nicht schlecht.

Spüllappen aus alten Handtüchern

Alte fadenscheinige Handtücher (die aus dem Bad) können, wenn sie nicht einmal mehr fürs Haarefärben etc. taugen, in Spül-Lappen zerschnitten werden. Am besten mit einer Zickzackschere. Dann fransen sie nicht so aus. Die harten Schlingen haben noch eine gewisse “Schrub-Fähigkeit”. Habe heute einen angebrannten Topf alleine mit so einem feuchten Lappen und Salz sauber bekommen. Wollte eigentlich Natron nehmen. Gab es aber nicht, da habe ich es mal mit Salz versucht. Finde ja, Salz ist zu kostbar dazu-  wegen Bergbau alternativ zu lange Wege, du weisst -, aber im Notfall funktioniert es echt gut

Alternative zu Scheuermittel

Ich weiß, dass sie früher alleine Soda (Natron), Sand und Asche und später auch Schmierseife zum Spülen verwendeten. Das mit der Asche habe ich noch nie ausprobiert, da ich keinen Ofen oder Kamin zur Verfügung habe. Aber in einem Zeltlager habe ich mal einen richtig übel angebrannten Topf, den die Verantwortlichen schon wegwerfen wollten, mit Sand und Natron wieder fit bekommen. Ging besser als mit den Plastik-Katzschwämmchen. Und ich glaube, der Milchtopf meiner Bekannten, den ich heute mit Salz gescheuert habe, war auch schon länger mit schwarzem Boden im Gebrauch gewesen. Die Kokosbürsten, die manchmal im Bioladen oder Asia-Laden als Gemüsebürsten verkauft werden, sind übrigens auch eine gute Scheuerhilfe und dazu sogar vegan.

Seifenkraut und Spüli

Schmierseife mag ja ökologisch sein, aber die gibt es heute auch nur in Plastik. Am Anfang habe ich auf Muskelkraft mit Spüllappen und Wasser gesetzt. Den Spüllappen kann ich ja auch mit der Kern- oder Speickseife (hiesige Alternative zu Allepposeife) waschen, die es in Papier oder letzere ganz ohne Verpackung kaufen kann. Dann kam ich aber an Seifenkraut vorbei und nutzte die Gelegenheit, mir ein paar Zweige abzuknippsen. Ich werde da demnächst Samen einsammeln gehen! Habe eueren Seifenkraut-Tipp ausprobiert. Dachte, nur die Wurzeln seien als Seifenersatzquelle nutzbar und Wildbestände ausbuddeln, finde ich nicht so gut. Die Wurzeln ergeben eine schäumende Lauge, die sogar noch mehr Seife enthält als die der Waschnüsse. Aber tatsächlich funktioniert es auch prima mit dem Kraut. Zuerst dachte ich, es sei vielleicht nur die Wassertemperatur, aber ich habe auch ein Ölglas sauber bekommen. Ich habe den Sud auf ein Tuch gegeben und ähnlich wie es die südländischen Nachbar machen, alles damit eingeschäumt. Immer wenn der Lappen dreckig war, sauber ausgewaschen und neuen Sud darauf gekippt. Ich hatte nicht so viel von dem Sud, als dass ich mich getraut hätte, den Sud einfach ins Spülbecken zu geben. Aber ich glaube es war auch gut, ihn nicht verdünnt zu haben. Habe dann alles durch normales Heißes wasser gezogen und wie gesagt, selbst die öligen Sachen waren sauber! Der letzte Sturm hat ein paar unreife Kastanien herunter geweht. Mit denen starte ich den nächsten Versuch.

“Tempo” Taschentuch aus Tshirts

Ja klar habe ich auch schöne Stofftaschentücher. Sogar handumhäkelte. aber wenn ich eine richtige Triefnase habe (so Heuschnupfen- oder Grippemäßig), dann komme ich mit denen nicht weit, und außerdem brauche ich auch schon mal unterwegs zum Hände-/Mund…was auch immer abwaschen so ein Tüchlein. Normalerweise habe ich für solche Notfälle dann doch ein Päckchen Recyclingpapier-Taschentücher im Rucksack oder Anorak. Da musste ich daran denken, dass meine Oma die ganz alten fast durchsichtigen Stofftaschentücher für wunde Nasen ( und anschließend wegwerfen) aufgehoben hat.Und aus der Erinnerung an Omas Fensterlappen und dieser Erinnerung entspann sich eine neue Idee.Eigentlich verarbeite ich alte T-shirts (und ich meine wirklich alte, denn ich trage meine T-Shirts als Unterwäsche und schließlich noch Arbeitskleidung über mindestens 10-15 Jahre) immer zu Putz-/Polier-Lappen oder Flickenteppischen auf. Seit ich mal davon gehört habe, dass in Entwicklungsländern der Textilmarkt durch unsere Kleiderspenden bedroht ist (oder mittlerweile wohl eher kollabiert) verbrauche ich meine Kleidung lieber selbst bis zu letzt auf. Wobei ich auch schon welche in einer kleinen Firma abgegeben habe, als die nach alten T-shirts fragten, weil sie die zum Reinigen der Maschinen sonst einkaufen müssen Baumwollsachen (früher ging nur Synthetik über die deutsche Grenze, Baumwoll-Kleidung, die nicht mehr kommerziell vermarktbar zu sein schien, wurde und wir zu Lappen für die Industrie verarbeitet; kleinere regionale Handwerksbetriebe freuen sich häufig über kostenneutrale “Spenden”). Jedenfalls habe ich mit der guten alten Zickzackschere mir aus einem 23 Jahre alten T-shirt einige Taschentücher für den “schnellen Gebrauch” zurecht geschnitten. Nasenfreundlich und sicher noch für einige Wäschen gut. Die verbliebenen Stoffreste sind übrigens zu einem Topflappen verhäkelt worden;-).

Gelierzucker ohne Zucker

Der Bio-Gelierzucker war zwar im Angebot, aber auch in Plastik. Außerdem wollte ich eine Weile ganz auf Zucker verzichten, weil ich glaube, das es für meine sonnenempfindliche Haut besser ist. Und wo ich die Apfeldicksaftflasche (schon seit mindesten 6 Monaten offen in meinem Kühlschrank) auch im letzten Monat nicht aufgebraucht habe, dachte ich versuche ich es mal ganz ohne Zucker. Habe ich früher auch gemacht. Allerdings gab es da im Bioladen noch Konfigel in Papiertüten. Und da ich nicht so viel Fruchtaufstrich esse, bin ich irgendwann wegen der Haltbarkeit wieder auf 1:1 Zucker umgestiegen, weil ich gelesen hatte, dass man bei mindestens 50% Zuckergehalt problemlos auch mal Schimmel abnehmen und weiter essen könnte. Abgesehen davon schimmelt so stark gezuckertes gar nicht erst so schnell.Wobei geschlossene Gläschen haben auch bei 2:1 Zucker schon drei Jahre schimmelfrei bei mir überlebt. Ein anderer Grund ist, dass meist bei den 2:1 Gelierzucker-Angeboten auch noch Inhaltsstoffe angegeben sind, die ich gar nicht in meinen kleinen Gläschen wiederfinden mag. Habe jetzt gute Erfahrung mit etwa 1 Tasse Brombeeren-Most (durch alte Fruchtpresse gedreht; Fruchtfleisch ohne Kerne und Schale) auf 1/3 Tasse Apfeldicksaft und dem Weißen von einer Zitrone (äußere Schale und Saft schon andereweitig verwendet). Most und Zitronenreste aufgekocht, etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen, dann den Dicksaft dazu und solange köcheln, bis sich eine dickflüssige Masse ergibt. Die Reste von der Zitrone (ist teilweise mit verkocht)mit einer Gabel herausfischen und in zwei sehr kleine Gläschen füllen (etwa 2x 100-125ml).

Heute morgen habe ich Falläpfel auf einer öffentlichen Wiese gefunden und einige Brombeeren. Im Moment habe ich keine Presse zur Verfügung und habe gleich die Brombeeren mit Zitronenresten und Apfelschalen und Gehäuse von etwa 3/4-1 Kg Klaräpfeln aufgekocht. In Äpfeln ist auch Pektin und für den Apfelmus brauchte ich die Schalen und Kitschen nicht.  Um keine Flüssigkeit dazugeben zumüssen, mit ganz niedriger Temperatur erwärmt und zum Kochen gebracht. Dann abkühlen lassen, damit das Pektin auch noch etwas mehr Zeit hat, in den Sud über zugehen und durch ein sauberes (altes) Leinen gegossen und ausgepresst. Den in einem anderen Topf aufgefangenen Sud diesmal mit Birnendicksaft abgeschmeckt und ebenfalls nochmal nach serbischer Art (oder wie bei uns Pflaumenmus, Apfelkraut oder Löwenhonig) eingekocht. Mit normalem Zucker aufkochen und etwa 5 Minuten köcheln lassen funktioniert efahrungsgemäß auch und kostet zumindest jetzt nicht so viel Energie (die Zuckerherstellung war aber auch nicht Klima-neutral).

Eine Alternative zum Länger-Einkochen, die auch noch plastikfrei funktioniert (jedenfalls, manchmal; meine letzte Speisestärke war innerhalb des Pappkartons doch tatsächlich in Plastik eingepackt! Hat doch jahrzehnte lang auch gut mit Papiertütchen geklappt) ist auf ein Liter Saft etwa einen gestrichenen Esspressolöffel oder eine kleine Messerspitze voll Speisestärke oder Kartoffelmehl in den kalten Saft rühren. Aber vorsicht, kann genauso wie zu viel Pektin (das kann eine auch pur in Pappdosen mit Plastikdeckel und Schutzfolie verpackt kaufen) zu einer kleisterartigen Konsistenz führen. Also lieber etwas weniger verwenden und das Brot nicht so kippen und  in Joghurt oder Müsli ist etwas flüssiger ohnehin besser.

So jetzt raucht mein Kopf. Da waren glaube ich noch mehr Experimente, aber die fallen mir dann ein anderes Mal ein.

Also bis dann,

Rubina

 


 

tt30-logoWeitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Die Nachhaltigkeitschallenge 2014“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. Und ja, einen Hashtag gibt’s auch:#FS_NC14

 

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