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DIY Anleitung Handytasche aus Bonbon Papier #WeihnachtenMalAnders

Liebe Santa,

Angeregt durch Bonbons, die ich eine Zeit lang immer im Briefkasten fand, habe ich angefangen aus Bonbonpapierchen und sonstigen Verpackungen zu basteln. Ich habe mich gefragt, was man alles aus diesem Material machen könnte und mich an passende Erfahrungen aus meiner Kindheit erinnert.

UCHandyhuelle

Vielleicht hast du mit deiner Schwester früher auch aus den Papierchen von Kaugummipapieren Schiffchen, Schwäne, Drachen und derartige Dinge gefaltet und kannst dich noch daran erinnern? Wir haben das als Kinder jedenfalls öfter gemacht. Wenn wir früher ältere Verwandte besucht haben und da kein Spielzeug war, oder wir bei Erwachsenenveranstaltungen in Gaststätten uns langweilten, war das Papier aus Zigarettenschachteln und Kaugummipapier immer ein begeehrtes Spielzeug und es gab immer irgend eine Tante oder ein Onkel, größere Kusine…. die daraus etwas zu falten wussten. Anfangs nur Schiffchen und Flugobjekte, aber dann gab es auch Erwachsene die sich noch an das ein oder ansere Origami-Tier erinnernten und und uns damit begeisterte. Oder Fröbelsterne, Zigarettenschartel-Teufel (aus zwei Papierstreifen gefaltete und zusammengedrückt in die Schachtel gesteckte Hexenleiter, die beim Öffnen heraushüpft – klappt aber nicht aus dem dünnen Metallpapier!)…
Es gab aber auch Falttechniken, die wie Legosteine zusammengestetzt werden konnten. Solche Techniken sind in Japan seit Ewigkeiten bekannt und beliebt, aber auch bei uns und andererorts haben Kinder und Erwachsene für Kinder solche Spielereien entwickelt. Das war der eine Anfangsmoment. Unabhängig davon kam dann noch der Zufall dazu. Wenn ich in der Bücherei bin, gucke ich auch immer mal wieder in der Abteilung mit Bastelbüchen nach Anregungen und vor allem Techniken die für  Papierdirektrecycling tauglich sind oder Anleitungen, die nur wenig modifiziert auch aus ohnehin anfallenden Materialien gemacht werden können.

Und wie der Zufall so will, hatte ich mir ein Buch aus der Bücherei ausgeliehen, das so aussah, als habe eine da Gegenstände und Taschen aus Flechtpapierstreifen gefertigt (Nicht nur die klassischen Körbchen und Untersetze oder Schmuckobjekte, wie man aus dem Kindergarten kennt, sondern Gebrauchsgegenstände, Handtaschen…. Aus Neugierte hatte ich es mitgenommen. Und wie ich so zu Hause bonbonlutschend meine Bastelsachen raushole, fällt mein Blick auf den Titel: Candy-Rapper-Taschen. Da war mir zuerst noch gar nicht so bewusst aufgefallen. Ich hatte nur das Cover gesehen, kurz durchgeblättert und ausgeliehen.

Die meisten Anleitungen in dem Heft sind aus mit Kunststoffklebefolie beklebten Geschenk und Bastelpapieren. Also nicht wirklich nachhaltig. Selbst für die Tasche aus alten Illustrierten und der Korb aus Buchseiten hat die Autorin Streifen für Streifen zuerst mit Klebefolie beklebt. Daher überlegte ich, welche Recycling- Materialien möglicherweise ähnliche Qualitäten haben könnten. Die Technik selbst ist tatsächlich mit Bonbon und Kaugummi-Papierchen zu verwenden. Wahrscheinlich auch bei einer ähnlichen Gelegenheit entstanden wie unsere Mini-Zoos und Flugobjekt-Hangars. Eben in Momenten der Langeweile,  mit viel Wartezeit, nichts zu tun und nur solche Papierschnipsel zur Hand… Ich weiß nicht mehr, wie mein Onkel und meine Tante damals Ketten und Körbchen aus den Schnipseln bastelten, aber die Technik aus dem Heft funktioniert im Prinzip genauso. Leider braucht man für größere Objekte unendlich viele Papierchen. Um dir ein Bild zu machen: Für einen geraden Streifen, der für einen Ring um ein Teelicht reicht, brauchst du beispielsweise 28 Streifen in der Länge eines Bonbonpapierchens. Etwa 27 Bonbons sind in einer durchschnittlichen Tüte. Deshalb habe ich für die Handyhülle, die Papierchen halbiert.

Also nun die Technik:

Im Prinzip brauchst du jede Menge Papierchen. Du faltest das Bonbon”papierchen” längs in der Mitte. Entweder schneidest du das “Papierchen” entlang dieser Faltlinie oder du musst es doppelt falten. Das heißt, du faltest nun entweder das halbierte Papierchen oder das doppelt liegende Papierchen noch mal längs in der Mitte. Dann öffnest du die letzte Faltung noch einmal und faltest die Außenränder bis zu der entstandenen Faltlinie. Danach klappst du das Papierchen wieder längst zusammen. Du hast nun einen in der Breite auf etwa 5mm zusammengefalteten Bonbonpapierstreifen. Nun faltest in die andere Richtung. Also die Enden, an denen man ein Bonbon aufzieht übereinander legen und in der Länge halbieren.
Auch diese Enden faltest du nach innen bis zu entstandenen Falt-Mittel-Linie.  Das erste Modul ist fertig. Davon brauchst du nun jede Menge. Diese Module werden nun so ineinandergesteckt, dass sie sich gegenseitig am Auseinanderfalten hindern. Das heißt, du nimmst ein Modul und steckts die zwei plattgedrückten “Schlaufen” eines weiteren Moduls in die beiden Schlaufen eines ersten Moduls. Die inneren offenen Enden der Schlaufen des zweiten Moduls sind dann zusammengehalten durch das äußere Modul. Umgekehrt kann dieses sich nicht öffnen, wenn das hineingesteckte Modul zu der “offenen” Seite des anderen Moduls geschoben wird.
Das nächste Modul wird in die wieder herausguckenden Schlaufen des zweiten Moduls gesteckt, das vierte in die nun herausguckenden Schlaufen, des dritten. Wird auf Foto hoffentlich deutlicher. Man kann die Module im Zickzack zu einer Kette ineinanderstecken indem du abwechselnd von rechts und von links einsteckst. Du kannst aber auch glatte Doppelreihen fertigen indem du im Wechsel zweimal von der einen Seite einsteckst, dann von der anderen Seite im Prinzip eckige Wellen. Ähnlich wie diese meandernden Linien in archaischen Ornamenten.

Die so entstandenen Reihen werden dann mit Garn zusammengenäht. Gibt bestimmt auch im Internet Anleitungen zu CandyWrapper-Technik. Hier z.B. .
Ich habe die Bonbonpapierchen schon halbiert und schätze, dass ich für eine Handytasche ich mindestens 100-120 halbierte Bonbonpapierchen brauche. Ich habe jetzt doch tatsächlich schon eine Packung Bonbons gekauft, weil es mir nicht schnell genug ging. Das ist auch nicht Sinn der ursprünglichen Aktion. Aber für einen Menschen, der regelmäßig Bonbons lutscht und mit der Zeit von alleine an dieses Ausgangsmaterial kommt, ist es eine Möglichkeit, diese aufwertend wieder zu verwenden ;-). Allerdings muss ich auch sagen, dass Zellulose-Bonbonhüllen sich erheblich schwieriger verarbeiten lassen, als beispielsweise die Papierhüllen von Teebeuteln. Mit denen kannst du prima üben! Haben aufgefaltet genau die richtige Größe; also zweimal so lang wie breit zuzüglich einer Materialzugabe für die Faltungen; je nach dicke des Papiers brauchen die “Kurven” etwas mehr oder weniger Material. Das Halbieren der Papiere hat mir zwar geholfen, mit weniger Bonbons auszukommen, aber insgesamt ist das Produkt etwas stabiler, wenn man Kunststoffbonbon-Hüllen nicht halbiert. Um die Handyhülle stabiler zu machen habe ich letztendlich gut ablösbare Etiketten von Kunststoffverpackungen und die zum Wiederverschließen aufgeklebten Klebestreifen anderer Verpackungen von innen in die Hülle geklebt. Da ich selbst normalerweise nicht so die große Bonbonesserin bin, habe jetzt ein anderes Experiment in Arbeit.

Auf der Suche nach einem recyclebaren Material, dass vergleichbare Qualitäten hat, wie mit Klebefolie beklebte Papiere bin ich nun dabei mit anderen Verpackungen zu experimentieren. Getränkepackungen und auch die Bonbontüten sind stabiler und benötigen weder eine Verstärkung noch einen Folienüberzug damit das Entprodukt abwaschbar ist. Außerdem ist das Material so fest, dass man dünnere Streifen schneiden und auf zwei Faltungen (also bei etwa 200-300 Streifen pro größeres Werkstück durchaus eine Menge Arbeit) verzichten kann. Ich habe gerade ein Körbchen aus Getränkekartons in Arbeit.

Demnächst mehr,
Lg Rubina

p.s. von Santa: Wer sich (noch) nicht in der Lage sieht, diese Handytasche nachzufalten, kann HIER innerhalb unserer SpendenAuktion bis Montag auf eine eigens von Rubina kreierte Handytasche bieten.

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Weitere Infos und jede Menge Interaktion findet ihr auf unserer Facebookseite “Finding Sustainia“ und bei Twitter unter @Finding_S. Wir freuen uns auch, wenn ihr euch in der rechten Spalte unseres Blogs für unseren Newsletter anmeldet. So bleiben wir gut verbunden.

46 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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  41. Aber es ging ja gerade um die Eigenschaften des Kunststoffs, Papierklebestreifen sind in dem Fall unsinnig, weil sie genauso wenig abwaschbar und wasserabweisen sind wie das ursprungsmaterial

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  42. Toller Beitrag, Rubina. Besonders deine Beschreibung zur Kinderzeit. Kommt mir bekannt vor :-)Zu: “…Die meisten Anleitungen in dem Heft sind aus mit Kunststoffklebefolie beklebten Geschenk…” Die Klebefolien-Batselumsetzungen sind übrigens mit Papier Wasi-tapes unter Umständen möglich oder auch im DIY Teststreifen. Geht ja nun auch mit veganem Kleber :-).

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    • Die Kunststoffklebefolie wurde nur dafür genommen, um das ganze Abwaschbar zu machen. Das ist der einzige Grund. Falten kann man die Sachen sogar leichter ohne Plastiküberzug. Gruß Rubina

      Antworten

      • Rubina, du schriebst, dass andere Anleitungen mit Klebefolie waren. Das meinte ich mit DIY Tesastreifen aus Papier. man muss ja nicht immer Plastikklebefolien verwenden. Oft ist kreative Deko-Beklebung auch mit Geschenkpapierstreifen toll umsetzbar. Diese Papier- Wasitapes hab ich aber noch nirgends bekommen. Grüße Claudia

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