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Heimische Heil- und Genusspflanzen. Das praxisnahe Nachschlagewerk von Caroline #bookchat

Caroline hat es geschafft, kurz vor Weihnachten ein wunderbares Buch zu veröffentlichen. Es ist quasi ein Nachschlagewerk für Kräuter und Heilpflanzen in jeglicher Hinsicht: sei es für das eine oder andere Wehwehchen, schwerwiegendere Leiden oder einfach, um spannende Heilwirkungen oder neue Rezepte kennenzulernen. Wir haben Caroline zu ihrem großartigen Werk befragt und können es Euch sehr, sehr warm empfehlen. Heil- und Genusspflanzen

Vielleicht fällt Euch ja auch jemand ein, den Ihr zu Weihnachten mit einer Ausgabe beglücken könntet.

Unter allen, die unseren Book Chat kommentieren, verlosen wir ein Exemplar, das wir rechtzeitig vor Weihnachten verschicken werden.

Santa: Liebe Caroline, ich finde Dein Buch sehr ansprechend und informativ. Doch irgendwie treibt mich die folgende Frage um: Es gibt viele Bücher zum Thema Kräuter und Heilpflanzen auf dem Markt. Wieso traust Du Dich ein Weiteres zu schreiben?

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Von der Idee zum Buch

Caroline: Ganz ehrlich, liebe Santa, diese Idee kam mir im Dezember 2008 in den Kopf… Ich habe es also nicht im üblichen Sinne geplant, sondern ich folgte einfach meiner Intuition. Das Konzept war sofort da, die Strukturierung auch – also die Abhandlung einer jeden Pflanze nach botanischer Bezeichnung, Namensherkunft, Inhaltsstoffen, medizinischer Verwendung, etc. Ich musste lediglich dafür sorgen, alles mit Inhalt zu füllen. Das hört sich nun leichter an als es in Wirklichkeit war. Da ich so vielseitig beschäftigt bin, dauerte die Fertigstellung über 7 Jahre. Das hatte den Vorteil, dass ich Geduld üben durfte und die Inhalte des Buches sind – ich sage mal- „mitgewachsen“.

Anna: Sehr spannend alles. Ich stelle mir vor, dass Du als Landwirtschaftmeisterin auf Deinem schönen Biolandhof in Auhausen sicher viel zu tun hattest. Gleichzeitig bist du ständig in der Natur und begegnest so Deinen Hauptfiguren, den Heilpflanzen, quasi ganz nebenbei. Für mich wäre es jedes Mal ein kleines Projekt, an wirklich diejenigen Stellen zu gelangen, an denen ich all die wertvollen Pflanzen irgendwo in der Nähe von Düsseldorf auch wirklich finde. Aber der Biolandhof in Auhausen ist diesbezüglich ja tatsächlich ein Heilpflanzen- und Kräuterparadies. Kann man das so sagen?

Caroline: Ja, genau! Denn nur weil er so betrieben wird, gibt es eine solche Artenvielfalt. Das Gras wird zum Beispiel erst ab dem 14. Juni gemäht, viel später als auf den meisten Höfen. Dadurch können zum Beispiel Wildpflanzen wachsen und sich wieder aussähen. Außerdem können Vögel auf entsprechenden Flächen brüten und Samen verteilen. Das macht einfach einen großen Unterschied in Sachen Biodiversität.

Anna: Ja, wirklich interessant. Als ich Dich im Sommer besuchte, habe ich schon gemerkt, was für eine Fachfrau ich da vor mir habe.

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Fachlicher Hintergrund…

Santa: Wir kennen uns ja nun schon ewig und meine Kinder kennen durch Spaziergänge mit Dir mehr Heil- und Nutzpflanzen als ich. Vielleicht kannst Du unseren Leserinnen und Lesern aber auch nochmal kurz zusammenfassen, welche Voraussetzungen Du hast, um so ein derart vielseitiges und informatives Buch überhaupt schreiben zu können?

Caroline: Seitdem ich schreiben kann, habe ich aus Freude Briefe, Erzählungen, Tagebücher und auch Gedichte geschrieben. Als Stadtkind beneidete ich eine Freundin, die viele Pflanzen kannte, weil sie mit ihren Eltern immer im Urlaub spazieren ging und von ihnen Pflanzennamen lernte, von denen ich noch nie gehört hatte. Durch meine Ausbildung zur Heilpraktikerin änderte sich das schlagartig. Ich wollte den Patienten ihr homöopathisches Mittel begreiflich machen können. Weiter ging es dann im Gemüse- und Obstgarten, den ich bewirtschaftete, und als ich in die Landwirtschaft ging, lernte ich weitere Pflanzen kennen. Meistens sogenannte Unkräuter. Diese waren mir namentlich schon größtenteils bekannt. Außerdem begegneten mir viele ältere Frauen, deren Erfahrung mit Hausmitteln mich beeindruckte. So vereinigen sich in mir Themengebiete, die Pflanzen aus jeweils anderen Perspektiven zu betrachten. Für mich sehr spannend.

Anna: Allerdings! Und jetzt wäre es noch interessant, etwas darüber zu erfahren, welche Pflanzen Du in Deinem Buch eigentlich genau behandelst?

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… und inhaltlicher Kern

Caroline: Puhh, insgesamt beschreibe ich circa 120 Pflanzen.

Anna: Ein richtiges Nachschlagewerk also.

Caroline: Ja, genau, so ist es auch gedacht. Du kannst Dir eine Pflanze herausnehmen, die Dir gerade begegnet ist oder Du schaust gezielt im Symptomenverzeichnis nach, zum Beispiel unter Husten, Verschleimung, Magenschmerz oder Gicht. Auch die Rezepte sind immer gleich aufgebaut: medizinisch – innerlich, medizinisch – äußerlich, Koch/Backrezepte zum Essen und Trinken und abschließend das Thema Hautpflege. Inhaltlich reicht dabei das Repertoire von Wildkräutern wie Brennnessel, Franzosenkraut und Giersch über Gräser wie Hafer und Quecke zum Beispiel, bis zu Nutzpflanzen wie Hafer oder Kartoffel. Sogar Bäume und Blumen sind vertreten: Buche, Eiche, Rose, Gänseblümchen und Veilchen seien hier als Beispiel genannt.

Anna: Dein Buch ist wirklich sehr Benutzer- bzw. Meyerfreundlich. Und schön gestaltet ist es auch noch.

Santa: Und es ist verständlich!

Caroline: Ja, mir war es wichtig, allgemeinverständlich zu bleiben. Jeder soll Freude an diesem Buch haben und sich informieren können – auch ohne Latinum und großem Vorwissen.

Fehlt das i-Tüpfelchen?

Santa: Was mich beschäftigt ist noch eine völlig andere Frage: Warum hast Du das Buch ohne ISBN Nummer herausgebracht, also im Selbstverlag?

Caroline: Also, zuerst ging ich davon aus, dass diese Nummer ein Qualitätsmerkmal darstellt. Folglich wollte ich es natürlich mit ISBN-Nummer herausbringen. Damit wäre ich jedoch preisgebunden, was ich vermeiden wollte. Jetzt besteht der Nachteil, dass mein Buch nur über mich erhältlich ist. Es fehlt also im Verzeichnis der lieferbaren Bücher. Eine ISBN-Nummer zu erhalten ist gar kein Problem, trotzdem glaube ich, dass es so der richtige Weg ist.

Anna: Und warum überhaupt ganz ohne Verlag im Rücken?

Caroline: Auch das war eine schwierige Entscheidung. Mir war es allerdings wichtig, die Selbstbestimmung über den Inhalt zu wahren und uneingeschränkte Vermarktungsrechte zu haben. Außerdem fiel es den Verlagen schwer, das Buch in eine ihrer Kategorien einzuordnen.

Die Sache mit den Kosten

Santa: Und jetzt zur spannenden Frage: wieviel kostet das Buch und wie kommt man ran?

Caroline: Wie schon gesagt, ist das Buch derzeit nur über mich erhältlich, genauer genommen über meine Website www.kraeuterfreundin.de bzw. direkt mit Anfrage an carola-kamp@t-online.de.

Wäre es auf Bestellung erhältlich (book on demand), würde der Preis bei 51,99 Euro liegen. Das erschien mir zu viel. Außerdem hätte ich selbst nur circa 5 Euro davon erhalten. Das erschien mir zu wenig. Also bin ich in Vorleistung getreten und habe die Druckkosten zusammengespart. Dabei haben mich vier Freunde unterstützt. Nun betragen die Kosten 35 Euro (ohne Portokosten) und der gesamte Erlös fließt an mich.

Anna: Das klingt wirklich nach einer bessseren Option!

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Zum Schluss…

Santa: Meine letzte Frage: Verrätst Du uns und unseren Leserinnen und Lesern noch, ob Du die unterschiedlichen Rezepte und medizinischen Anwendungsmöglichkeiten alle selbst ausprobiert hast?

Caroline: Teils teils. Natürlich habe ich sehr viel selbst ausprobiert. Anderes basiert auf meinen Ausbildungen. Immer natürlich rückgekoppelt mit Erfahrungsberichten von Anderen und Literaturstudien.

Anna: Sehr gut! Nun liegt es an uns, das Wissen zu nutzen, um im ersten Schritt gut durch den Winter zu kommen.

Santa: Möge der Selbstversuch beginnen!

Für alle, die es nicht mehr erwarten können, das Buch selbst in Händen zu halten, verlosen wir ein Exemplar unter denjenigen, die unseren Bookchat bis Dienstag, 20.12.2014, kommentieren. Wer sich gleich unserem Selbstversuch anschließen will, findet das Buch mit Bestellmöglichkeit auf der Seite www.kraeuterfreundin.de.

Eine Ergänzung: Wir nennen Caroline seit jeher Caroline. Ihr tatsächlicher Name und so natürlich auch der Name der Autorin ist allerdings Carola Helene Kamp.

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Weitere Infos und jede Menge Interaktion findet ihr auf unserer Facebookseite “Finding Sustainia“ und bei Twitter unter @Finding_S.Wir freuen uns auch, wenn ihr euch in der rechten Spalte unseres Blogs für unseren Newsletter anmeldet. So bleiben wir gut verbunden.

37 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr spannend. Bitte werft mich auch in den Topf. Ich bin richtiggehend neugierig auf Kraut und Pflanzen geworden.

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  2. Die Fotos sind wirklich schön geworden und der Artikel auch!

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    • Juliane, it’s you! Wir haben soeben gelost und du hast das Buch gewonnen. Lass uns bitte deine Adressdaten zukommen und es macht sich auf die Reise zu dir!

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  3. Pingback: Think Tank 30 Deutschland | FindingSustainia

  4. Sehr interessant!! Die erste Frage hätte ich auch gestellt und es ist schön, eine Antwort darauf bekommen zu haben :)

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  5. Sehr informativ euer Bericht und der ungewöhnliche Weg der Autorin das Buch zu veröffentlichen macht neugierig auf den Inhalt!

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  6. Oh, das klingt nach einem Buch, das perfekt für meine Mama wäre! Zum einen, weil sie seit ein paar Jahren selbst sehr aktiv im Nutzgarten ist und super gern dazu lernt, zweitens, weil sie extrem interessiert an Naturheilkunde ist und drittens, weil sie mich gern mit beidem missionieren möchte, oft mit Erfolg :) Sie würde sich wahnsinnig über so ein tolles, persönliches Buch freuen, ich werf mich mal ins Lostöpfchen!

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  7. Meine Mutter hat früher immer Kräuter gesammelt und Tee gemacht. Den habe ich geliebt. Da wir uns leider sehr selten sehen kann sie mir das Wissen darüber schwer vermitteln. Ich würde gern meinen Kindern beibringen welche Pflanzen gut und nützlich sind und was man damit machen kann. Zumal sich meine Tochter sehr für die Natur interessiert. Bislang fehlt uns noch ein geeignetes Lehrmittel. Carolines Buch wäre sicher der perfekte Begleiter für unser Vorhaben.
    Liebe Grüße und ein schönes Weihnachtsfest.
    Kristin

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  8. Das Buch klingt sehr spannend. Ist es auch männertauglich? :-) Ich würde mich fast als Neuling an dieses Werk trauen.

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    • Hallo Hans,
      ich habe beim Schreiben gemerkt, dass es tatsächlich viel mehr “Frauenpflanzen” gibt. Darum habe ich zusätzlich “Männerpflanzen” in das Buch aufgenommen – aus Gründen der Gleichberechtigung. Zum Beispiel den Kürbis und seine Kerne bei Beschwerden mit der Prostata.
      Die meisten Beschwerden betreffen ja beide Geschlechter: Fieber, Magenschmerz, Durchfall oder Schmerzen im Bewegungsapparat (Musklen, Wirbelsäule….), um nur einige zu nennen.
      Ich behaupte, dass Männer auch aus dem Buch “Gewinn schlagen können”.
      Danke, für die kritische Frage.
      Liebe Grüße Caroline

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  9. Ihr Lieben, im Allgemeinen hole ich immer sehr viel aus eurem Blog heraus und lese Carolines Beiträge sehr gerne, weil sie so besinnlich und nett sind. Hier bin ich mir gerade aber unsicher. Ich wohne in Köln und sehe gerade nicht, wie ich an Heilkräuter kommen soll. Ich meine jetzt am Wegesrand mit all dem Hundepipi, Kot und so weiter. Ist es denn wirklich sicher, auch in der Stadt auf solche Kräuter zurückzugreifen? Ich bin skeptisch, aber offen! Danke, Birte

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    • Liebe Birte,
      Ja, das ist wohl wahr. Es ist schwierig, aber durchaus möglich. In der biologischen Landwirtschaft befindet sich ein Paradies der wilden Kräuter. Aktuell halte ich mich länger in Paris auf. Ich gebe zu, dass es in dem Dorf Auhausen viel schneller ging, Kräuter zu sammeln . Doch sogar hier in dieser Weltstadt finde ich Brennnessel, Franzosenkraut, Quecke und Co. .
      Wenn ich keine natürliche Wiese finde, gehe ich in Parks und auf Spielplätze. Dort ist immer eine grüne Umrandung mit Wiese und Hecke. Sogar abseits von Park- und Bauplätzen wachsen die heilkräftigen Kräuter. Bodennahe Pflanzenteile lasse ich immer stehen. Die oberen werden von mir gesammelt, da dort (meistens) keine Ausscheidungen von Tieren zu finden sind. Übrigens kommen die tierischen Probleme auch in der Landwirtschaft vor. Durch Füchse, Wildschweine und Hundbesitzer wohl noch mehr als in einer Stadt.
      Was mir aufgefallen ist : Die ständig steigende Zahl angelegter Strohballen, Kisten und Gartenparzellen mit essbaren Pflanzen. Da wachsen viele Kräuter, Gewürzpflanzen und sogar Gemüse und die Menschen dürfen sich daraus bedienen. Das gibt es in Auhausen(noch) nicht. Dieses sogenannte Urban Gardening wächst vor allem in Städten. Das ist in Paris auch der Fall.
      Zur Not helfen mir Drogerie, Bioläden oder Apotheken meine Wünsche zu erfüllen oder aber der Anbau auf dem Balkon oder im Blumentopf.
      Liebe Grüße
      Caroline

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