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Chat zum Sonntag, No. 53 – Meyer & Meyer

15.02.2015 10:10 – 11:20

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Anna: Hallo Santa! Wie geht es Dir?

Santa: Hallo liebe, liebe Anna! Puuuh, um ehrlich zu sein, bin ich etwas durchgeschüttelt von den Umzugsvorbereitungen hier in Paris.

Und dabei packe ich gerade nur die Kisten und organisiere herum. Einrichten müssen wir dann ja auch noch. Aber alles Schritt für Schritt. Bin doch schon ziemlich schwanger mittlerweile!…. Wie geht es dir?

Anna: Ich bin auch durchgeschüttelt. Vom Karneval!!! Abgesehen vom kulinarischen Angebot in den meisten Kneipen, war es einfach wieder fantastisch in Köln! Aber jetzt zu unserem Monatsthema! Echte Lebensmittel – ohne Fußnoten. Hast Du schon interessante Erfahrungen machen können?

Santa: Ich bin nachdem ich in München war jetzt spontan nach Auhausen gefahren – von dort kann ich auch organisieren, aber ich habe mehr Ruhe. Außerdem gibt es hier einfach die besten Lebensmittel! Caroline holt mit meiner Tochter frische Eier von glücklichen Hühnern, die nie geschlachtet werden. Sie ist immer wieder mit im Stall und füttert Kühe, Schweine, Lämmer und auch Esel. Und dann war sie auch beim Kartoffelsortieren dabei und war ganz fasziniert von den diversen Formen, die man so im Laden nicht bekommt. Caroline macht dann mit ihr Pommes Frites oder Chips selber – fast food going slow. Ich bin sehr froh, dass sie hier lernen kann, wie kostbar jedes einzelne Lebensmittel ist. Und ich kriege hier trotz Stress frische Luft und wenig Straßenlärm mit. Frisches Brot, mit nur etwas Salz und gutem Öl, Kartoffeln vom Hof, oder einen von Carolines selbst gesammelten Kräutertees – einfach nur ein Genuss. Wie ist es bei dir? Naturnahe Nahrung in Düsseldorf City?

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Anna: Mmmhhh, dein Bericht von Auhausen klingt großartig! Wie schön, dass ich letztes Jahr die Gelegenheit hatte, dein Auhausen kennenzulernen! Bei mir merke ich vor allem, wie sich mein Bewusstsein schärft und schärft. Ich schaue mir so ziemlich jedes Produkt genauer an und mein Körper gibt mir dann schon fast automatisch die richtigen Signale: „Nein, nein… so viele komische Zutaten… daran habe ich gar kein Interesse. Bitte wieder wegstellen.“

Santa: Ich finde es auch erschreckend, was es alles so gibt in unserer Nahrung. Bei konventionellen Produkten ist mir das schon länger klar… aber je mehr ich darüber nachdenke, umso bewusster wird es mir jedes Mal. Außerdem finde ich es krass, wieviel Palmöl z.B. noch in Bio-Produkten steckt. Zumindest kann man auf der Rückseite von Bio-Produkten oftmals eher noch verstehen, was da drin ist.

Anna: Umso toller, dass uns Claudia aufklärt mit E-Nummern. Ich freue mich schon auf ihren Artikel, den wir nächste Woche veröffentlichen werden.

Santa: Der Artikel zur neuen Lebensmittelinformationsverordnung war für mich auch besonders aufschlussreich. Und es war toll, Claudia vor einer Woche das erste Mal live zu treffen. Es ist unglaublich, wieviel sie weiß und wie sehr sie sich mit „Nachhaltigkeit“ beschäftigt. But let’s get concrete. Wie sieht dein Alltag aus?

Anna: Nach wie vor mache ich meine Hafer- und Sojamilch selbst. Das ist ein sehr gutes Gefühl! Es schmeckt einfach echter! Ich mag süße Milch nicht so und es hat mich stutzig gemacht, dass in vielen Milch-Ersatz-Produkten einfach Rohrzucker mit aufgeführt ist und man keine Ahnung hat, wieviel genau drin ist. Wenn ich meine Eigenerzeugnisse süßer haben möchte, gebe ich eine Dattel mit in den Mixer oder süße mit Agavendicksaft oder Honig nach.

Santa: Oh ja! Das klingt eindeutig besser. Es ist auch wirklich faszinierend, wie man sich von Zucker entwöhnen kann. Am Anfang ist es gar nicht einfach, denn er ist einfach überall. Mittlerweile bin ich richtig high, wenn ich gezuckerte Schokolade o.a. esse. Wenn Schokolade, dann mache ich sie mir am liebsten selber mit Kakaobutter, Kakaopulver, etwas Apfeldicksaft und Nüssen. Ich weiss den Wert von einzelnen Zutaten einfach viel mehr zu schätzen. Ich brauche keine Vorräte mehr von Luxusgütern. So kann ich diverse Dimensionen/Prioritäten für mich besser jonglieren, denn ich will ja weiterhin so regional, verpackungsarm, emissionsarm etc. wie möglich agieren. Und die verpackungsfreie faire Regio-Bio-Schokolade gibt es einfach nicht.

Anna: Ja, und ob Schokolade oder Milchersatz…  DIY ist oftmals so einfach! Besonders die Hafermilch. Einfach ein paar Flocken und Wasser in den Mixer. Fertig! Manchmal mache ich’s auch im VeganStar, dann werden die Flocken noch bis zu 70 Grad erhitzt und dann gemixt. Beides schmeckt mir für mein Müsli ausgezeichnet!

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Anna: Genau wie mit meinen Green Smoothies, produziere ich auch von der Hafermilch immer ein paar Gläschen auf einmal. Die Green Smoothies friere ich dann ein. Die Hafermilch, wenn ich sie vorher erhitzt habe, konserviert sich dank „Gläschen-Technik“ ja selbst. So jedenfalls mein Eindruck. Während die Hafermilch nämlich abkühlt, wird der Deckel nach unten gezogen und knackt dann so schön. Beim Aufmachen auch wieder. Daran merke ich, dass es wirklich konserviert war und ganz ohne Kühlschrank ist die Milch auf diese Weise haltbar. Ein paar Tage jedenfalls – so mein Selbstversuchsergebnis.

Santa: Spannend! Was wir zwei Städter mittlerweile so alles selber machen, ist für mich weiterhin ein Wunder.

Anna: Hast Du gesehen, unsere wenig geliebte Autorin, Elisabeth Raether, hat im ZEIT-Magazin wieder zugeschlagen?

Santa: Ja, ja, die “nette Autorin”, die wir nach ihrem unreflektierten „Her mit der Wurst“-Artikel zu einer gemeinsamen Challenge herausgefordert haben.

Anna: Genau die! Aktuell stellt sie aber als Autorin in dem Artikel „Essen Sie richtiges Essen“ nur die Fragen. Glücklicherweise antwortet ein schlauer Mann: David Katz

Santa: Ja, das Interview hat mir auch gefallen. Und es passt sehr, sehr gut zu unserem Thema diesen Monat! Keine Fertigprodukte. Kein Schnick-Schnack. Richtiges Essen eben. Und dabei einen gesunden Menschenverstand behalten.

Anna: Auf der Internetseite www.utopia.de gab es gerade auch eine schöne Zusammenstellung: „9 versteckte Stoffe im Essen und wie man sie meidet“.

Santa: I will check it out. Ich bin froh, dass ich in dieser Schwangerschaft keine Lust auf Gummibärchen habe. Letztes Mal konnte ich sie kaum anschauen, ohne sie zu wollen, obwohl ich sie auch davor nie mochte.

Anna: Hihi! Wie gut, dass Schwangerschaften unterschiedlich verlaufen. Aber auch Gummibärchen kann man theoretisch selber machen. Ohne Gelantine. Vielleicht beim dritten Kind?

Santa: We’ll see. Ich wünsche Dir jetzt erst einmal ein schönes Rest-Wochenende, my dear! Und hier noch ein Foto aus dem schönen Auhausen!

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Anna: Mystisch! Dir auch noch einen schönen Sonntag, meine Liebe!

Santa: Und eine gute Woche natürlich.

Anna: Natürlich.

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Weitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Finding Sustainia“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome.

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