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Plastik Reduzieren mit #MadameEcolo

Ich freue mich sehr, dass mir das FindingSustainia Team die Gelegenheit gibt, monatlich hier einen Artikel zu schreiben. In diesem Artikel stelle ich mich vor und beschreibe unser nachhaltiges Leben mit weniger Müll. In Zukunft möchte ich gerne über Themen schreiben, welche Dir besonders am Herzen liegen. Bitte schreibe Deine Anliegen, Fragen, Themenwünsche und Tipps in die Kommentarspalte, damit wir voneinander lernen können.

Und nun zu mir: Madame Ecolo heißt im wirklichen Leben Petra Graf, ist Schweizerin und hat mit ihrer Familie 4 Jahre in Paris gewohnt. In der Stadt des Lichtes habe ich im Herbst 2018 meinen Zero Waste und Nachhaltigkeitsblog www.madameecolo.com aufgebaut, weil ich gegen diese Müllberge in der Natur und den Ozeanen einfach etwas machen musste. Vor allem die unnötige Plastikvergiftung von Menschen und Tieren macht mich wütend. Wusstest Du, dass jährlich über 300 Millionen Tonnen Plastik produziert und lediglich 14 Prozent rezykliert werden? Warum wird so wenig Plastik rezykliert? Das Sammeln, Sortieren und Wiederverwerten von Plastik ist teuer. Zudem sind gewisse Plastikarten mit Chemikalien versetzt und können gar nicht wiederverwertet werden (Quelle OECD).

Zero Waste (null Abfall und Verschwendung) war nie unser Ziel, weil das aus meiner Sicht nicht machbar ist. Aber seit Oktober 2018 versuchen wir als Familie, möglichst wenig Abfall und Plastik zu verursachen und nachhaltiger zu leben. Wir kaufen unverpackt, mehrheitlich bio und bewusst ein, kochen frische und gesunde Kost, haben kein Auto, sind viel zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und haben jede Menge Spaß! Unverpackt Einkaufen hat mich zu Beginn viel Überwindung gekostet, weil ich oftmals erstaunt angeschaut wurde. Dennoch erntete ich auch viel Lob und Zuspruch.

Diese positiven Erfahrungen haben mich bestärkt, weiter meinen nachhaltigen Weg zu gehen. Zudem habe ich Paris und jetzt Zürich besser kennen gelernt und mich mit vielen interessanten Menschen über Umweltthemen unterhalten. All diese Begegnungen haben mich enorm bereichert und mir aufgezeigt, dass ich tatsächlich mit meinem Verhalten Menschen inspirieren und für ein nachhaltiges Leben motivieren kann.

Zu Beginn unseres Zero Waste Lebens haben wir zu dritt 65 Liter Restmüll pro Monat verursacht. Innerhalb von 3 Monaten konnten wir diesen Restmüll dank Kompostieren, unverpackt Einkaufen und konsequentem Recycling um 70 Prozent reduzieren. Heute füllen wir zu dritt einen 17 Liter (circa 3 kg) Abfallsack in 3 Monaten (inklusiv Plastikmüll) und verursachen jährlich circa 68 Liter Restmüll. Wir recyceln zudem organische Abfälle, Papier, Karton, Glas, Batterien, LED und Korken und verschenken/verkaufen nicht mehr gebrauchte Artikel (Kleider, Spielsachen, Bücher, Haushaltsgegenstände etc).

Bei der Mülldiät helfen uns die 5 Zero Waste Regeln:

  1. Refuse – nicht annehmen und vermeiden: Ablehnen von unnötigen Dingen wie Einkaufstaschen, Gemüse- und Früchtetüten, Werbesendungen, Gratismustern, Gratisprodukten, Gratiszeitungen, Vermeiden von Verpackungen etc.
  2. Reduce – reduzieren: Auto weniger benutzen, beim Einkaufen die Anzahl Lebensmittelverpackungen verringern und durch unverpackte Lebensmittel ersetzen, Anzahl ausgedruckter Seiten im Büro reduzieren etc. Ein Wochenspeiseplan und Einkaufslisten helfen, damit man nur das kauft, was man tatsächlich auch braucht.
  3. Reuse – wiederverwenden und reparieren: Die Gebrauchsdauer von Gegenständen lässt sich verlängern, indem wir Gegenstände wieder und wieder verwenden. Wir bevorzugen wieder verwendbare Behälter und Geräte, aus nachhaltigen Materialien (zum Beispiel: Glas, Stoff, Metall anstelle von Plastik). Es geht um ein kollektives Konsummodell, indem man Occasionsartikel (z.B. von Secondhand Geschäften oder online) kauft und Gegenstände (Haushaltsgeräte, Fahrräder, Möbel, Schuhe, Kleider etc.) repariert anstatt neue zu kaufen. Wir verkaufen und verschenken Gegenstände, welche wir nicht mehr brauchen, wie Spielsachen, Bücher, Haushaltsartikel, Kleider, Möbel etc. Viele Dinge lassen sich heutzutage auch mit passenden Apps von privaten oder professionellen Anbietern ausleihen, wie zum Beispiel ein Auto, Haushaltsgeräte etc.
  4. Recycle – recyceln: Alles, was man nicht ablehnen, reduzieren oder eben wiederverwenden und reparieren kann, muss logischerweise recycelt werden. Recycling wird je nach Land, Region oder Stadtkreis unterschiedlich gehandhabt und somit hat nicht jeder dieselben Möglichkeiten.
  5. Rot – kompostieren: Auch wenn man keinen Garten hat, kann man die örtliche Kompostierungsanlage, die Biotonne oder vielleicht den Komposthufen vom Nachbarn mitbenützen. Damit kannst Du auf einen Schlag 40 Prozent Müll sparen. Cool, oder?

Nachhaltig Leben ist ein Prozess, der aus vielen kleinen Schritten besteht. Wir haben alle Produkte in unserem Haushalt zuerst aufgebraucht, durch eine nachhaltige Version ersetzt oder einfach weggelassen. Aufgrund des bevorstehenden Umzugs von Paris nach Zürich im Sommer 2019 habe ich 6 Monate vorher angefangen, unseren Haushalt auszumisten und alles zu verschenken und verkaufen, was wir nicht mehr gebraucht haben (siehe dazu meinen Blogartikel. Ich habe wirklich viele Dinge weggegeben und keines dieser Sachen je vermisst. Unsere 90m2 große Wohnung hier in Zürich ist fast 50 Prozent kleiner als das Diplomatenapartment in Paris, weshalb das Reduzieren noch mehr Sinn gemacht hat.

Meine bisherigen Insights:

  • Plastikverpackungen enthalten Chemikalien, welche in die Lebensmittel übergehen können. Vor allem fetthaltige und flüssige Nahrungsmittel können die Schadstoffe aus den Kunststoffverpackungen, Konservendosen, Plastikflaschen oder Aludosen annehmen!
  • Fürs Klima weniger Konsum, nicht fliegen, Wohnungsheizung auf 19- 21 Grad, weniger Fleisch- und Milchprodukte essen.
  • Bioplastik zersetzt sich langsam und gehört nicht in den Kompost.
  • Viele alltägliche Dinge sind unnötig, wie Haushaltspapier, Haarspray, Duftspray, viele Kosmetikprodukte, 10 verschiedene Putzmittel etc.
  • Wir brauchen nicht ein paar perfekte Zero Wastler, sondern Millionen von Menschen, welche ihr Bestes geben – denn jede kleine Geste zählt.

Seit April 2018 bin ich auf Social Media präsent und freue mich sehr, wenn Du mir auf Facebook https://www.facebook.com/madameecolo und Instagram https://www.instagram.com/madameecolo folgst, wo ich täglich praktische Tipps, DIY und Facts zu Nachhaltigkeit und Zero Waste gebe.

Schließlich will ich Millionen von Menschen für ein nachhaltiges Leben begeistern, damit wir gemeinsam den Klimawandel stoppen können. Bitte helfe mit, damit wir dieses Ziel gemeinsam erreichen – Vielen Dank!

Deine MadameEcolo

Petra ist ursprünglich Juristin, war aber 15 Jahre in der Humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit tätig, davon 4 Jahre als IKRK Delegierte in Krisengebieten in Afrika, Asien und dem Mittleren Osten. Sie hat von 2016 – 2019 mit ihrer Familie in Paris gelebt, wo sie im Herbst 2018 ihren Nachhaltigkeits- und Zero Waste Blog www.madameecolo.com aufgebaut hat. Seit April bloggt sie täglich auf Facebook https://ww.facebook.com/madameecolo und Instagram https://www.instagram.com/madameecolo zu nachhaltigen Themen. MadameEcolo hat sich dem Zero Waste und Plastik freien Leben verschrieben und verursacht mit ihrer Familie jährlich 68 Liter Restmüll (inkl. Plastik).

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Autor:

Petra ist ursprünglich Juristin, war aber 15 Jahre in der Humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit tätig, davon 4 Jahre als IKRK Delegierte in Krisengebieten in Afrika, Asien und dem Mittleren Osten. Sie hat von 2016 - 2019 mit ihrer Familie in Paris gelebt, wo sie im Herbst 2018 ihren Nachhaltigkeits- und Zero Waste Blog www.madameecolo.com aufgebaut hat. Seit April bloggt sie täglich auf Facebook https://ww.facebook.com/madameecolo und Instagram https://www.instagram.com/madameecolo zu nachhaltigen Themen. MadameEcolo hat sich dem Zero Waste und Plastik freien Leben verschrieben und verursacht mit ihrer Familie jährlich 68 Liter Restmüll (inkl. Plastik). Start where you are Use what you have Do what you can

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