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Altes Wissen trifft auf neue Erkenntnisse: 5 Fragen zur SWAK Zahnpflege

Auch wenn wir in unserer #KonsumEntscheidet Bilanz sagen, dass es die eierlegende Wollmilchsau nicht gibt, gibt es Produkte, die dem schon ziemlich nahe kommen. Die SWAK auf Miswakzweig-Basis wurde von Zahnarzt Thilo Grauheding entwickelt (den netten Herrn sieht man samt SWAK unten). Das Gute ist, dass sie ohne Zahnpasta und Wasser auskommt und nur ein wirklich kleines Minimum an Abfall verursacht, der zudem noch kompostierbar ist. So weit so gut! Hier nun unsere Fragen an Katharina Wyss und Thilo Grauheding. Katharina engagiert sich neben SWAK auch für Fairtrade und Nachhaltigkeit im Allgemeinen. Sie selbst kam als begeisterte Kundin zu SWAK.

Wer wie wir nach diesem Interview auch unbedingt eine SWAK ausprobieren will, mache bitte bei unserer SpendenAUKTION mit.

 

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Altes Wissen trifft auf neue Erkenntnisse: Warum braucht die Welt eure SWAK? Oder anders gefragt: Was macht die SWAK anders als andere Zahnbürsten?

Die Welt braucht die SWAK, damit freudiger, besser, und schonender geputzt werden kann. Der aus Wurzelholz gefertigte Wechselkopf wirkt antibakteriell und enthält zahlreiche natürliche Wirkstoffe. Die SWAK-Zahnbürste ist die einzige Wechselkopfzahnbürste, die vollständig aus Naturmaterialien besteht.
Das gesamte SWAK-Zahnpflegekonzept fördert die Gesundheit im Mundraum. Das Wissen darüber ist Jahrtausende alt, ergänzt mit den neuesten Erkenntnissen, wie wir unsere Zahnzwischenräume optimal pflegen. Denn hier entstehen zu einem Großteil Karies und Parodontitis. Zwei sehr unbeliebte Begriffe und jedem bekannt. Und über 80% der über 40jährigen haben Parodontitis.

Was muss man beim Handling der SWAK beachten? Und braucht man wirklich keine Zahnpasta?

Das Putzen ist komplett anders als wir es gewohnt sind. Ohne Wasser und ohne Zahnpasta geht es endlich raus aus dem Badezimmer. Wir nennen es auch gern Zahnyoga. Das druckfreie SWAKen fördert die Achtsamkeit und entschleunigt. Die SWAK ist ein Präzisions-Reinigungsinstrument, ergonomisch optimal geformt. Es wird jeder Zahn einzeln gereinigt, mit sanften Bewegungen am Zahnhals entlang, 1x am Tag reicht aus. Und so lange, bis alle Zähne glatt sind. Das testest Du mit Deiner Zunge. Zahnpasta ist zur regelmässigen Entfernung bzw. „Desorganisation“ der Plaque nicht notwendig. Die mineralisierende Wirkung von Zahnpasta kann, je nach Lebensgewohnheiten, Ernährung und allgemeinem Gesundheitszustand wichtig sein. Dies ist individuell mit dem Zahnarzt des Vertrauens abzustimmen. Natürlich kann die SWAK auch mit Zahnpasta angewendet werden. Wir empfehlen zur Remineralisierung der Zahnhartsubstanz das SWAK-Zahnsalz. Um den gewohnt frischen Geschmack im Mund zu haben, bieten wir auch Zahnöl mit Minze an. Ein Tropfen davon auf die SWAK genügt.

Das klingt erst einmal sehr sparsam in jedem Sinne. Von den Zahnbürsten, die ich getestet habe, vor allem die diversen Bambus-Varianten, macht die SWAK am allerwenigsten Müll, da nur der Kopf ausgetauscht werden muss und man keine Zahnpasta braucht. Dazu muss ich sagen, dass ich absolut begeistert bin von dem sauberen Zahngefühl – und der kleinen Grösse des Köpfchen, das fast überall hinkommt. Trotzdem bin ich, wenn es um Bio-Plastik geht, immer ein wenig vorsichtig. Stichwort: Erdöl! Was sind die SWAK Bio-Plastikbestandteile?

Die gute Nachricht, unsere SWAK-Zahnbürste ist komplett Erdölfrei. Das Material für den Griff besteht aus Buchenholz und Maisstärke, die von Milchsäurebakterien zu Polylactid umgewandelt wurde. Es kommt aus Österreich und enthält keine Weichmacher.

Gut, gesund ist sie, die Swak. Aber wie steht es mit Fairness? Aus welchem Land bezieht ihr eure Miswak Zweige? Wie geht ihr sicher, dass sie bio-fair sind? Während z.B. Waschnüsse aus Indien gut für unsere Umwelt hier sind, hat unser hiesiger Konsum zu verheerenden Folgen in Indien geführt, da sich Inder die Waschnüsse nicht mehr leisten konnten. Dabei gibt es hier Seifenkraut, dass auch seinen Zweck erfüllt. Wie ist es mit dem MISWAK Zweig? Gibt es regionale Alternativen, die man einsetzen koennte?
Aus Pakistan beziehen wir das Miswak. Wir haben noch keine Zertifikate, denn die Abnahmemengen bei unserem Lieferanten sind noch zu klein, als dass wir uns den Zertifizierungsprozess leisten können. Aber wir sind am Thema dran! Natürlich wurde früher auch bei uns mit Holz geputzt, zum Beispiel vom Haselnusstrauch. Die natürliche Heilkraft des Miswakholz mit rund 70 wertvollen Inhaltsstoffen ist jedoch unübertroffen. „Zahnbürstenbäume“ sind sehr robust und können in größter Trockenheit wachsen. Geerntet wird in Wildsammlung. Die Pflanze salvadora persica L. wächst sogar noch auch auf devastierten, übernutzten Flächen.
Das Wurzelholz des Arakbaumes ist als Zahnbürste wissenschaftlich bestens untersucht und in guter, gleichbleibender Qualität leicht verfügbar. Würden wir einheimisches Holz verwenden, dann hätten wir als Aussenseiter mit Angriffen der Etablierten zu kämpfen. „Das ist nicht erwiesen!!!“ Gegen Miswak aus dem arabischen „Zahnbürstenbaum“ gibt es von zahnärztlicher Seite her nichts einzuwenden. Der Absatz von Miswak (meist vom Arakbaum, seltener auch Süßholz und Neem) sinkt weltweit. Viele Menschen in den arabischen Ländern und Indien, wo noch täglich Millionen Stück auf lokalen Märkten gehandelt werden, kaufen heute lieber „moderne“ Plastikbürsten.

Danke, dass ihr euch auch unseren kritischen Fragen gestellt habt. Wir sind super gespannt, wie es mit euch weiter geht. Verratet ihr uns eure weiteren SWAK Plaene und wie wir und unsere Leser euch unterstützen koennen?
Aktuell arbeiten wir an der besten und plastikärmsten Zwischenraumbürste! Ein großes Ziel ist, alle Produkte plastikfrei, vegan und Bio/Fairtrade zu machen. Über Zahnbewusstsein aufzuklären, ist uns das wichtigste Anliegen.
Thilo Grauheding, SWAK-Entwickler und Zahnarzt, hat kürzlich seine Praxis zugunsten von SWAK geschlossen. Er wird mehr mit Vorträgen und Workshops für interessierte Kollegen, Händler und andere Akteure des Wandels in Deutschland, der Schweiz und Österreich unterwegs sein. Sprecht uns an, wir kommen euch gerne besuchen :-). Natürlich können wir auch finanzielle Unterstützung gut gebrauchen, um die neue Zahnpflegekultur weiterzubringen. Mit dem selbstorganisierten SWAK-Crowdfunding (Crowdlending) können begeisterte SWAKer uns Beträge von 500,- oder 1000,-€ leihen und wir bedanken uns in Form von Gutscheinen für 30,- bzw. 60,-€ jährlich, einzulösen im SWAK-Shop.
Liebe Leser, probiert einfach die SWAK aus und sucht euch für eine wirklich funktionierende Zahnpflege einen Solo-Prophylaxe-Zahnarzt in Eurer Nähe. SOLO-Prophylaxe ist ein Konzept, in dem alle Patienten individuell für ihre häusliche Zahnpflege kompetent gemacht werden, um Selbstverantwortung für ihre Zahngesundheit zu übernehmen. Ihr könnt gern auch im Bioladen oder beim Zahnarzt Eures Vertrauen nachfragen, ob Interesse besteht, die SWAK ins Sortiment mit aufzunehmen.

Danke vielmals! Wir sind sehr gespannt, wie es mit euch weiter geht! Und los, ihr lieben Leute, und bietet fleissig. HIER entlang!

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Weitere Infos und jede Menge Interaktion findet ihr auf unserer Facebookseite “Finding Sustainia“ und bei Twitter unter @Finding_S.Wir freuen uns auch, wenn ihr euch in der rechten Spalte unseres Blogs für unseren Newsletter anmeldet. So bleiben wir gut verbunden.

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