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Fasten: Die innere Uhr und praktische Tipps

Liebe Leserinnen und Leser,

jedes Jahr im Frühling spricht „alle Welt“ über Fasten. Woran liegt das?

Es ist sicherlich nicht hauptsächlich der religiöse Ansatz, der den Verzicht gerade in der Fastenzeit ab Aschermittwoch einleitet. Auch die religiöse Dauer von 40 Tagen hält kaum einer ein. Vielmehr liegt den Menschen vermehrt etwas an einer Reduzierung des Nahrungsüberangebots und der damit verbundenen Auswirkungen auf Körper und Geist. Wer eher auf die körperlichen Auswirkungen im Bezug auf reinen Gewichtsverlust aus ist, der sollte dieses Ziel nicht mit Fasten in Verbindung bringen. Eine Abnahme ist zwar durchaus möglich aber sicherlich nicht auf Dauer haltbar. Ebenso wie eine strenge Diät ohne weitgreifende Veränderungen im Essverhalten.

Fastenteeglas

Die Gründe für das Fasten sind eng verbunden mit einigen Fragen.

Was bedeutet Fasten denn heute?

Verzicht auf gewisse Dinge, so kann es kurz umschrieben werden. Verzicht auf die Nahrungsvielfalt und damit indirekt auch die Menge.

Viele Menschen ernähren sich das ganze Jahr üppig und  vergessen dabei zwei wichtige Faktoren, die früher ganz normale Einschränkungen darstellten: Regionalität und Saisonalität.

Wer sich nach diesen beiden Kriterien ernährt, lebt tendenziell gesünder. Wer jetzt Tomaten verspeist, muss eher damit rechnen, dass diese Früchte erheblich mehr menschlichen Manipulationen ausgesetzt wurden als zu der saisonalen Wachstumszeit. Kunstlicht, künstliche Wärme, Kunstdünger oder Transportwege um die halbe Welt gehören zum Beispiel zu diesen menschlichen Eingriffen.

In früheren Zeiten lebten Menschen in Jahreszeiten, in denen weniger wuchs, von eingemachtem Gemüse und eingekochten Früchten. Sauerkraut und Getreidebrei gehörten zur alltäglichen Küche. Das Essen war relativ einseitig und einfach. Dazu mussten die Menschen sich ständig bewegen und körperlich schwer arbeiten. Übergewicht, hohe Blutzuckerwerte oder Cholesterinwerte gab es kaum. Unsere industrielle Ernährung fordert daggen ihren Tribut – früher oder später. Darum wollen Viele im Frühjahr für sich etwas Gutes tun: Fasten.

Dazu bedarf es einer ausgiebigen Vorbereitung mit weiteren Fragen.

WARUM will ich fasten? Haben Sie Ihre Antwort gefunden, so lautet die zweite Frage:

WIE will ich fasten? Worauf will und kann ich einen Weile  verzichten? Trinke ich Gemüsebrühe, Obst- oder Gemüsesäfte oder Beides? Oder verzichte ich täglich auf eine Mahlzeit? In unserem Text “Heilfasten, Entschlacken oder Abstinenz?”, sind wir den verschiedenen Fastenarten bereits ein wenig nachgegangen.

WIE LANGE will ich fasten? Die Fastendauer kann festgelegt werden auf eine Mahlzeit je Tag. Aber auch nur auf einen einzigen Tag, eine oder mehr Wochen oder gar oben beschriebene 40 Tage. Und schließlich muss ich wissen, wie ich langsam wieder zu einer alltäglichen Ernährung übergehe.

Erfahrungen:

Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass ich intuitiv spüre, wann für mich der richtige Zeitpunkt zum Fasten gekommen ist. Das kommt nach der geistigen Auseinandersetzung mit dem Thema und ist völlig unabhängig vom Kalender.

Ich selbst bin eine große Freundin des Fastens und ich habe bereits Erfahrung im Verzicht auf Essen sammeln können. Um sein eigenes Bewusstsein zu schulen und um ganz bei sich selbst bleiben zu können, finde ich das Fasten genial.

Der Start: Wenn ich beginne, lasse ich am Abend vorher die Mahlzeit ausfallen. Meinen Körper informiere ich über mein Vorhaben. Die mentale Einstellung ist das Wesentliche. Am anderen Morgen beginne ich den Tag mit Freude. Ich trinke warmes Wasser, gerne auch Misobrühe und gelegentlich selbstgemachte Getreidemilch. Ich fühle in mich hinein und weiß, was ich trinke. Die Misobrühe ist das gekaufte (Mugi)Miso in heißem Wasser aufgelöst, sonst nichts. Ich fühle, das mir das Salzige zwischendurch gut tut.

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Die Dauer: Jeden Tag frage ich mich innerlich, ob ich auch heute wieder auf festes Essen verzichten will. Danach richtet sich meine Fastendauer.

Schwere Arbeit und Fasten geht das?

Im Schichtdienst und in der Landwirtschaft habe ich auch schon gearbeitet und gleichzeitig gefastet. Das halte ich allerdings für wenig sinnvoll. Starke, äußere Tätigkeiten führen den Fastenden vom Ursprung sehr weit weg. Körperlich war es für mich ganz einfach. Ich hatte nur zu wenig Gelegenheit innere Erfahrungen zu sammeln. Jetzt wissen Sie auch, verehrte Leser, warum ich faste. Ich stärke meine Willenskräfte und schaue nach innen. Ja, ich gebe zu, dass es schwierig ist, dieses begreifbar zu machen. Es gibt nur eine Möglichkeit: Verzichten Sie einige Tage auf feste Nahrung. Dann fühlen Sie, was ich damit versuche anzusprechen. Wenn ich faste, bin ich am Liebsten alleine.

Alleine oder ärztlich betreut?

Manche Ärzte raten davon ab, alleine ohne Begleitung zu fasten. Ich habe mittlerweile aber ganz gute Kenntnisse über körperliche Erscheinungen, die während des Fastens auftreten können. Kreislaufschwäche, komisches Gefühl im Magen, oder auch Kopfschmerz können solche Beschwerden sein. Diese sind häufig in den ersten Tagen spürbar. Ich kenne jedoch auch mehrere Menschen, die ohne die oft beschriebenen körperlichen und seelischen Probleme gefastet haben. Dauer: bis zu vier Wochen! Diese Menschen ernährten sich im Alltag zuvor fast alle von hochwertigen, biologisch produzierten Lebensmitteln – die sie in der Regel selbst zubereiteten. Sie hatten einen Garten und waren neben ihrer beruflichen Tätigkeit körperlich aktiv. Es waren auch alle Vegetarier… Ich denke mir, dass eher körperliche Probleme beim Fasten anfallen, wenn besonders viele Giftstoffe vom Körper ausgeleitet werden müssen. Menschen, die ständig Industrienahrung mit Zusatz- und Konservierungsstoffen zu sich nehmen, die sich und ihrem Körper kaum körperliche Tätigkeiten zumuten und die dazu in größeren Mengen Kaffee und Alkohol konsumieren, haben es deshalb möglicherweise schwerer. Ich habe auch gelesen, dass das erste Fasten für den Körper anstrengender ist als das wiederholte Fasten. Einfach weil sich von einem bis zum nächsten Fasten gar nicht mehr so viele Giftstoffe im Körper sammeln als in den Jahrzehnten zuvor.

Damit möchte ich darauf hinweisen, dass Probleme auftreten können aber nicht unbedingt sein müssen, wenn Sie fasten.

Das Durchhalten zu Beginn: Was meiner Ansicht nach sehr belastend für unser Leben ist, ist die Angewohnheit, ständig etwas zu essen. Gegen diese Gewohnheiten kämpft man vielleicht zu Beginn etwas, denn unsere Verdauungsorgane kennen keine Erholungsphase und fordern beim kleinsten Entzug diese Gewohnheiten ein.

Hier einige Beispiele zu solchen ungünstigen Gewohnheiten:

Beim Autofahren wird etwas geknabbert, während der Arbeit esse ich hier mal eine Kleinigkeit und dort mal wieder eine. Nach dem Abendessen schaue ich fern und das geht mit Knabbereien noch besser…..Das überlastet unseren Körper!

Schenken Sie ihrem Stoffwechsel nach dem Essen mindestens drei, besser vier Stunden Pause. Das ist schon eine Art zu fasten, die sich wunderbar in den Alltag integrieren lässt. Verzichten Sie hin und wieder auf ein Genussmittel. Selbst einmaliger Verzicht ist Fasten. Versuchen Sie vielleicht auch, dauerhaft eine Mahlzeit weniger zu essen. Das aktiviert ein spezielles Hormon (Sirtuin). Dieses Hormon repariert beschädigte Körperzellen und manche Menschen nennen es folglich Lebensverlängerungshormon.

Auch interessant: In Notzeiten gab es die höchste Geburtenrate. Jetzt, wo wir materiellen Hunger gar nicht kennen, ist die Geburtenrate auf den niedrigsten Stand gesunken.

Flüssigkeit und Pflanzen: Wichtig ist, dass Sie genügend Flüssigkeit zuführen und dass Sie Freude an Ihrem Tun haben. Viele Pflanzen helfen unserem Organismus beim Fasten: Brennnessel, Mariendistel, Löwenzahn, Schachtelhalm, Enzian und andere, die auf unsere Ausscheidungsorgane (Nieren, Blasen, Darm) aktivierend wirken.

Darf ich Kaffee trinken oder muss ich darauf auch noch verzichten? Ich habe gefastet ohne Kaffeegenuss und habe gefastet MIT Kaffeegenuss. Wenn ich dann einen kleinen Kaffee oder Espresso trinke, ist es ein wahrer Genuss. Gleichzeitig ist mir bewußt, dass es eine Handlung gegen das Fasten ist. Manchmal habe ich das Genusserlebnis höher bewertet, als das Fasten und mir hin und wieder einen Espresso gegönnt. Dann aber nur drei Mal in einer Woche zum Beispiel.

Besondere pflanzliche Fastenhelfer:

12 Bärlauch

Bärlauch: Der Bärlauch kämpft sich jetzt aus der Erde hervor. Er spricht alle Ausscheidungsorgane an und  das ist beim Fasten wichtig zu beachten. Daneben enthält er viele gesunde Inhaltsstoffe, die der Körper braucht. Mein Lieblingsrezept ist der frische Verzehr als Brotbelag. Auf eine Suppe streue ich ihn auch sehr gerne. Beim Kochen gehen Inhaltsstoffe verloren, darum gebe  ich ihn immer erst am Ende zu den Speisen.

Hundsveilchen: Dieses zarte Pflänzlein zeigt sich auch schon im zeitigen Frühjahr. Es wirkt unter anderem auf die Lymphsysteme. Essen Sie einige Blüten im Salat, auf Brot oder  in Frischkäsezubereitungen. Einen Tee können Sie sich aus den oberirdischen Pflanzenteilen sowie aus den Wurzeln zubereiten. Nehmen Sie einige Pflanzenteile , legen diese gesäubert in eine Tasse und gießen Sie kochendes Wasser darüber. Bedecken Sie das Gefäß und warten einige Minuten. Trinken Sie regelmäßig zwei bis drei Tassen am Tag. Das ist eine kleine Frühjahrskur für unseren Organismus.

 

Das sinnvolle, individuelle Fasten ist eine schöne, gesundende Erfahrung.

In diesem Sinne grüße ich Sie alle herzlich.

Caroline

 

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Weitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Finding Sustainia“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome.

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