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Challenge No. 13: Ernährung ohne Fußnoten – Wir wollen echte Lebensmittel

Wir lieben das Speisen – und wir lieben Nachhaltigkeit. Im letzten Jahr haben wir während der diversen Challenges, wie Vegan, Bio on a Budget, Regional, Ursprünglich, Plastikfrei, Minimalismus und, und, und gelernt, dass es tatsächlich möglich ist, genussvoll, verantwortlich und gesund zu Schlemmen.

Obstsmilie

Ein Monat je Challenge war jedoch oftmals zu kurz und wir Meyers, genauso wie unser Team, möchten diesen Monat nutzen um unsere individuellen Ernährungsgewohnheiten zu durchleuchten und zu schauen, wo es nachhaltiger, gesünder und besser gehen könnte.

Und wie immer, wollen wir ausgehend von unseren Erfahrungen auch wieder einige kritische Worte an die klassische Lebensmittelindustrie richten. Wir wollen nämlich ganz sicher Lebens-Mittel zu uns nehmen. Keinen industriellen Schnick-Schnack. Und um wirklich erkennen zu können, was wir kaufen, wollen wir uns mit dem Kleingedruckten beschäftigen und versuchen, möglichst nur das zu kaufen, was wenig verarbeitet ist – denn jeder Verarbeitungsschritt birgt die Gefahr, dass Lebensmittel abgewandelt werden und wieder mit Fußnoten versehen werden müssen. Desweiteren birgt jeder industriell hinzugefügte Arbeitsschritt die Gefahr den fixen CO2 Umlagebeitrag Deutschlands zu erhöhen. Diese Umlagen machten uns in der CO2 Challenge deutlich, dass wir zwar unseren eigenen Wert senken können, doch den Monatswert von 225 kg Co2, der jedem Deutschen monatlich zur Verfügung steht, nicht  einhalten können.

Uns ist dabei wichtig, das Thema holistisch und nicht nur auf einen Aspekt bezogen zu betrachten. Unsere vergangenen Challenges liefern uns dabei wichtige Hintergrundinformationen. Jede bereits gemachte Erfahrung hat uns bereits einen kleinen Schritt weitergebracht. Was ist mein veganer Lieblingskuchen? Welche Lebensmittel lassen sich ohne viel Plastik und Verpackung konsumieren? Hey, warum eine Fertigsauce, wenn ich es auch easy-peasy from scratch selber machen kann – so wie während unserer bio on a budget Challenge, bei der wir nur 5 Euro pro Tag zur Verfügung hatten.

Wir möchten:

*so wenig wie möglich verarbeitete Produkte konsumieren: Nüsse statt Müsliriegel, echtes Gemüse statt Tütensuppe, selbstgemachte Smoothies statt einer mysteriösen Version aus dem Kühlregal.

* uns bei all dem, was wir verpackt und verarbeitet kaufen, genau anschauen, was eigentlich drin ist. Verstehen wir das Kleingedruckte auf der Rückseite wirklich? Und wie sollte es in Zukunft unsere Kaufentscheidung beeinflussen, wenn wir uns eine „selbstbestimmte Ernährung“ wünschen?

                                                                                                                 frisches Gemüse   P1480989

Unsere Herangehensweise soll der inneren Nachhaltigkeit dienlich sein und im Einklang mit unseren geliebten Konzepten Minimalismus und Ursprünglichkeit stehen. Natürlich ist uns auch die Liebe zur Umwelt und uns selbst wieder wichtig. Es ist nicht die eine Praline oder der eine Schweinebraten, der sich schlecht auf die Umwelt, unsere Gesundheit und unsere Figur auswirkt, sondern die Quantität als solche. Wir suchen nach einem Equilibrium, das uns hilft, unseren Prinzipien, aber auch unserem Alltag und unseren Bedürfnissen gerecht zu werden.

Uffz! Ist das zu schaffen?

Dazu kommt nun Teil II unserer Challenge. Wir brauchen mehr Hintergrundwissen. Dazu würden wir gerne die neue, seit dem 13. Dezember 2014 verbindlich wirkende Lebensmittel-Informationsverordnung zum Anlass nehmen und diese kritisch hinterfragen. Denn in vielen Snacks, auch denen unserer liebsten Kleinen, finden sich Inhaltsstoffe, die wir einfach nur gruselig finden. Z.B. Fleischextrakte in Kartoffelchips oder Pommes Frites bei McDo (danke, Diana, für diese Infos)… not nice!

In den Allgemeinen Zielen (Art. 3) dieser neuen Verordnung heißt es: „Die Bereitstellung von Informationen über Lebensmittel dient einem umfassenden Schutz der Gesundheit und Interessen der Verbraucher, indem Endverbrauchern eine Grundlage für eine fundierte Wahl und die sichere Verwendung von Lebensmitteln unter besonderer Berücksichtigung von gesundheitlichen, wirtschaftlichen, umweltbezogenen, sozialen und ethischen Gesichtspunkten geboten wird.“

Das hört sich doch super an, oder?

Standen wir nicht schon oft vor den Regalen und suchten nach Informationen, die uns die Auswahl der unendlichen Angebote erleichterten? Und wie schwierig es war, haben wir am Beispiel der fairen Bio-Schokolade, die auch noch plastikfrei, möglichst regional und vegan sein sollte, erfahren. Ja, alles geht dann leider doch (noch) nicht, wie dieses Beispiel schon zeigte.

Wir fragen uns in jedem Fall, ob die neue Lebensmittel-Informationsverordnung unseren Erwartungen gerecht wird und tatsächlich einen Mehrwert leistet. Auch fragen wir uns, ob durch deutliche “Mussangaben” eine schnellere Kaufentscheidung getroffen werden kann. Wurde irreführenden kaufanreizenden Bildern oder Worten ein Riegel vorgeschoben?

Bezogen auf das Thema Gesundheit, macht es auch Sinn, diese neue Verordnung bezüglich Allergien und E-Nummern wie z.B. E321 Butylhydroxytoluol (BHT) abzuklopfen. Werden wir deutlicher auf Allergierisiken hingewiesen und findet eine verständlichere Ausweisung dieser E-Nummern tatsächlich Umsetzung? Wir haben viele, viele Fragen…

Helfen uns die Neuerungen oder überfordern sie uns? Kommt es vielleicht dadurch zu einer Schieflage im Bezug auf die Achtsamkeit oder andere wichtige Prioritäten?

Wir von FindingSustainia sind jedenfalls super-gespannt, was dieser Monat alles so bringen wird. Ihr auch?

 


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Weitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Finding Sustainia“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome.

48 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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  35. Danke für den Guardian Artikel in dieser Bilanz. Er enthält so viele Passagen über die ich diesem Monat gestolpert bin wie auch dieser Satz: “When you try to dig deeper, you hit a wall of secrecy”. Das kommt mir irgendwie bekannt vor und nicht nur bei dieser Monatschallenge bei den Recherchen zu den neudefinierten Begrifflichkeiten der Aromastoffe und diesen grausamen E-Nummern :-)
    Plastik und andere Verpackungsmaterialien haben auch so ihre Geheimnisse bei den Inhaltsstoffen für diese Rezepte, die top secret im Detail sind. Manchmal wäre einem lieber man wüsste davon nichts. Aber andererseits wenn man es weiß ist es so abschreckend, dass man leichter ohne all diese scheinbaren Vorzüge auskommt.

    Nachhaltiger: OHNE Zusatzstoffe! Und wenn es nicht vermeidbar ist dann lieber in einem ausgewogenen Mix um nicht eine Überdosis wie den ADI-Wert bei den Nahrungsmitteln zu erreichen.

    Grüße Claudia

    Antworten

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  42. Achja – zum 2. Teil – Lebensmittelkennzeichnung.

    Schon seit gut 10 Jahren lese ich IMMER die Inhaltsstoffe, wenn ich etwas kaufe und das hilft ungemein dabei, etwas NICHT zu kaufen!

    Hände weg vor allem, was mehr als 3 Inhaltsstoffe hat ;-)

    lg
    Maria

    Antworten

    • Hallo Maria,
      ich gehöre auch zu den Inhaltstofflistenleserinnen, wenn ich mal verpackte Lebensmittel kaufe. Finde aber nicht, dass man so pauschal “Hände weg von allem, was mehr als 3 Inhaltsstoffe hat” sagen kann. Bei geputzem TK-Suppengemüse kommen schnell mal 5-7 Gemüsesorten und Kräuter zusammen, was ja ohne weitere Zutaten noch recht harmlos ist. Andererseits gibt es sortenreine TK-Beeren mit Süßstoff versetzt oder Früchte, die mit Konservierungsmitteln behandelt wurden, …. Da finde ich mitunter schon die zweite “Zutat” überflüssig oder störend…
      Und leider scheint auch nicht alles deklarierungspflichtig. Stimmt aber, dass je kürzer die Liste der Inhaltsstoffe ist, desto übersichtlicher…
      Lieben Gruß Bina

      Antworten

      • Hallo Bina!

        Ich gebe Dir vollkommen recht, ich habe das sicher zu pauschal ausgedrückt. Gemeint hatte ich es so, wie Du es schreibst.

        lg
        Maria

      • Hallo Bina,
        stimmt. Man kann es nicht wirklich so allgemein sagen.
        Und auch wenn diese Stoffe nun alle deklarierungspflichtig sind, heisst es ja nicht dass der Konsument es zwangsläufig richtig interpretiert.
        Zum Beispiel ist mir diese Neudefinition der Begriffe “natürliche Aromastoffe” und der Sammelbegriff “Aroma” nicht bekannt gewesen. “Künstliche Aromen” sind nun “Aromen” und die “naturidentischen Aromastoffe” heißen nur noch “natürliche Aromen” Das ist schon sehr irreführend wenn man mit den alten Begriffen vertraut war. Diese kleinen und doch wesentlichen begrifflichen Veränderung haben leider den Konsumenten nicht erreicht. Ich werde daher den Verdacht nicht los, dass hier eine geplante Irreführung akzeptiert wurde und das noch Jahre vor der neuen LMIV.
        Grüße Claudia

  43. Hallo!

    Um es gleich vorweg zu nehmen – es geht! Ich lebe schon seit vielen Jahren so und lebe ganz gut damit. Ich kaufe zu 95% unverarbeitet Lebensmittel oder verarbeitete Lebensmittel, die aus kaum mehr als 1 Zutat bestehen ( Creme fraiche, Topfen, Käse…)

    Die Probleme sind ähnlich wie bei plastikfrei – man macht ganz viel selbst, aber weiß dafür, was drin ist.

    Selbermachertipps gibt es wie immer auf meinem Blog zu finden :-)

    lg
    Maria

    Antworten

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