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#NahZeit – Nachhaltiger Urlaub und Erholung

Bewusst erleben, Ruhe und Erholung finden, das verstehe ich unter #NahZeit. Man könnte es auch einfach Urlaub oder Kurzurlaub nennen.

nazeitUnd wie erreichen wir diese Ziele? Wir reisen an Orte, die uns bewusste Erlebnisse, Ruhe, Erholung oder auch kulturelle Bildung versprechen. Sehr oft suchen wir dabei das Glück in der Ferne, obwohl das Gute liegt so nah. Leider sind Fernreisen nicht besonders nachhaltig, auch wenn sie selbstverständlich ihre Reize haben.

Wir sollten uns aus diesem Grund fragen, ob sich die weite Reise wirklich lohnt oder ob wir in der Ferne in einem Luxus-Hotel unterkommen, das uns kulturell oder auch mit Blick auf den Entspannungsfaktor wenig mehr bietet als ein ähnliches Exemplar in der Nähe. Zwar ist oftmals für einen extra angebotenen und interessant klingenden Ausflug gesorgt, aber lässt uns ein solcher Ausflug wirklich das Land erleben?

Ebenso ist es mit einer Schnell-Tour durch Australien. Wie groß ist der Erholungs-, Kultur- und Austauschwert, wenn wir auf der anderen Seite der Welt von Ziel zu Ziel rasen?

Außerdem verändern die vielen und großen Hotels auf lange Sicht die Landschaft und verändern auch die Menschen, die dort heimisch sind. Ihr merkt schon, wir haben uns eingeschossen auf das Thema #Nahzeit und möchten dazu anregen über die Auswirkungen, die eine Reise haben kann, nachzudenken. Und vor allem darüber, wie schön es eben in der Nähe ist.

 

Wissenswertes über die Emissionen der Beförderungsmittel

Wie sieht das eigentlich aus mit dem Vergleich? Schneidet die Bahn wirklich so günstig zum Auto ab, wie man früher einmal hörte? Ich bin der Frage nachgegangen und fündig geworden.

Hier eine interessante und sehr differenzierte Graphik, in der auch normalerweise nicht beachtete Parameter, wie der Bau und der Erhalt von Gleisen, mit berechnet werden. Mehr dazu kann man hier lesen.

spiegel

Abbildung: Energieverbrauch und CO2-Emissionen der unterschiedlichen Fortbewegungsmittel pro Person und Kilometer (Spiegel Online, 2009)

Wenn Ihr die Graphik genau studiert, wird deutlich, dass Flugzeuge verhältnismäßig gut abschneiden. Die Forscher erklären ihr Ergebnise damit, dass Flugzeuge kaum Infrastruktur brauchen. Das mag rechnerisch sicherlich richtig sein. Wenn die Infrastruktur aber, wie in Europa, einmal besteht, ist das Bahnfahren rein vom Verbrauch her auf jeden Fall die beste Option. Volle Busse schneiden natürlich besser ab (peak) als leere Busse (off peak), aber ich glaube nicht, dass wir dieses Ergebnis zum Anlass nehmen sollten, uns in den Berufsverkehr zu stürzen, wenn es nicht nötig ist…

Unabhängig von der Wahl der Beförderungsart, wie sehen denn die nachhaltigen, und ja, die Nah-Alternativen für den Urlaub aus?

 

Kurze Touren und nahe Erholungsmomente

Da wären wie einst die Rad-, die Rucksack- oder Kajaktouren, ein Campingurlaub und auch kleine Kurzzeiterlebnisse in deiner Nähe. Vom Schwimmbad und der Sauna bis hin zur Massage. Eine Radtour an den nächsten erfrischenden See, den man an einem heißen Tag dann noch erfrischender wahrnimmt, der Biergarten mit einem kühlen Radler als Zwischenstopp unter großen schattenspendenden Kastanien.

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Aber vielleicht fallen Dir noch ganz andere kurze Erholungsmomente ein, wie das Erdbeerpflücken auf einem Erdbeerfeld, wo du Dir gleich wie im Schlaraffenland die duftenden, frischen und süßen Erdbeeren in den Mund steckst. Zu Hause erhältst Du Dir diese kurzen Momente in Erinnerung durch das Einmachen von Marmelade oder Sirup. Auch ein leckerer Erdbeerkuchen oder eine Erdbeerbowle sind dazu geeignet. Der Duft der Saison liegt dann einige Stunden in den Räumen wie das Plätzchenbacken im Winter.

erdbeer eimer

Etwas später sind es dann die Himbeeren, die Dir diese Achtsamkeit und das Innehalten erneut bieten. Mit Ruhe und Muse angegangen, ist von der Arbeit wenig zu spüren.  In Gesellschaft macht es auch gleich noch mehr Spaß, zum Beispiel mit Kindern. Besonders als diese Klettpflanzen der Erdbeerfelder ins Spiel kamen. Diese wurde dem einen oder anderen beim Pflücken heimlich auf den Rücken gelegt. Bei Entdeckung fanden sie schnell einen Neuen, der sie dann mit sich spazieren trug.

Planst du Deinen nächsten Urlaub in Deiner Umgebung, solltest Du Dir vorab einiges bewusst machen, damit Du nicht in der einen oder anderen Alltagsroutine landest. Zum Beispiel das Handy und den Fernseher auszuschalten oder den Staubsauger zu verbannen… als ein paar der einfachsten Schritte. Statt der Suche nach einer Unterkunft kannst Du die Zeit nutzen, Deine persönlichen Erwartungen an einen gelungenen erholsamen Heimaturlaub zu erforschen und zu fixieren. Vielleicht sind Dir diese Tipps dabei hilfreich.

 

Städtereisen, Austausch- und Arbeitsreisen

Sollte es Dich doch etwas weiter treiben, dann gibt es ein paar zusammengestellte Alternativen zu Hotels. Eine dieser Möglichkeiten  ist das Couchsurfing, das Anna bereits letztes Jahr in Wien in diesem Sonntags-Chat beschrieben hat.

Aber auch Aufenthalte in der Ferne sind durch Housesharing möglich. Eine Nachbarsfamilie war begeistert. Sie haben vor einigen Jahren in der Urlaubszeit das Haus getauscht. Ja, Bammel hatten sie schon, doch sie haben es nicht bereut.

Sollte Dein Etat zum Reisen gering, die Zeit aber kein Problem sein, bietet Dir “Worldwide Opportunities on Organic Farms” (WWOOF) eine Option, Land und Leute im Alltag kennen zu lernen. Du bietest Deine Arbeitskraft und -zeit auf Farmen an und bekommst oft Kost und Logis frei. Mmmmhhh, da kommen wir selbst schon ins Schwärmen.

Weitere Tipps  zum günstigen Reisen findest du hier.

 

Nachhaltig Reisen

Zu guter letzt gibt es bei jeder Reise die Möglichkeit an der einen oder anderen Stelle nachhaltige Aspekte zu integrieren. Ob Du alle oder nur einen Teil verwirklichst, bleibt Dir überlassen. Manches Detail bietet Dir auf den zweiten Blick mehr als es die banale Einschränkung vermuten lässt. Hier nur einige Beispiele:

Anstelle schnell ans Ziel zu kommen, ist die Langsamkeit ein besonderer Anreiz, denn durch die intensive Wahrnehmung der landschaftlichen, klimatischen und kulturellen Veränderungen passt Du Dich diesen besser an. Durch den Wegfall irgendwelcher Termine verbringst Du stressfreiere Urlaubstage.

Oft packt man auch viel zu viel in seine Reisekoffer. Und das  nur, um immer ordentlich und zu jedem Wetter passend gekleidet zu sein, ganz zu schweigen, was man so an Technik alles mit sich schleppt. Das Handy, das Ladegerät, eine ganze Fotoausstattung mit diversen Objektiven, oder das ein oder andere Sportgerät. Packe weniger ein und Du reist entspannter.

Treppe

Weniger Gepäck ist auch hilfreich, wenn man seltene und schmale Wege sowie einsame Orte erkundet. Sie bieten neben der Ruhe auch das ein oder andere überraschende Abenteuer. Ein plötzlich unüberwindbares Hindernis oder die Tatsache, nicht immer auf alles optimal vorbereitet zu sein, fordert uns vielleicht heraus Probleme zu lösen und gestaltet den weiteren Verlauf unerwartet neu. Dieses Einlassen auf Unvorhersehbares oder Ungeplantes macht solches Reisen sehr individuell und bringt uns an Grenzen, die unsere Instinkte wecken können. Manchmal kommt es sogar zu Adrenalinkicks, die mit keinem geplanten Bungie-Jump zu vergleichen sind. Sie machen uns reicher an Erfahrungen und stärken uns in Bezug auf die eigenen Fähigkeiten. Auch Skills in der Gruppe. Solche Erlebnisse sind meist die tollsten Urlaubs-Erzählungen und bleiben noch lange in Erinnerung.

Ganz so nachhaltig wie in den letzten drei Jahre wird unser Sommerurlaub 2015 durch einen Flug nicht werden, doch auch im Detail lässt sich bei unseren Verwandten am Meer sicher einiges nachhaltig gestalten. Als Selbstversorger hat man ja bekanntlich mehr Möglichkeiten. Das Einsammeln von Plastikmüll wird wie im letzten Jahr sicher wieder dazu gehören. Vielleicht inspiriert mich der Müll dann wieder zu Fotos wie diesen.

Krake Einkaufstüte mikro

Falls Du noch nach mehr Tipps für nachhaltiges Reisen suchst, findest du weitere sieben in diesem Beitrag.

 

Viel Spaß wünsche ich Dir bei der Vorbereitung auf deinen nächsten Urlaub, beziehungsweise bei Deinen Nahzeiterlebnissen.

Grüße Claudia

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Weitere Infos und jede Menge Interaktion findet Ihr auch auf der Facebookseite “Finding Sustainia“, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome.

46 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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  37. Hallo Claudia,
    besonders gefällt mir Dein Hinweis auf den Zauber des Unvorhergesehenen. Meine Mutter sagt auch immer: “Ich bin es wert in eine Verlegenheit zu geraten.” In solchen Momenten zeigt sich dann wie kreativ und entspannt man tatsächlich ist. Und oftmals erlebt man auch viel Hilfsbereitschaft, die zusammenschweißen kann.
    Ich freue mich auf den deutschen Sommer!
    Anna

    Antworten

    • Hallo Anna, ja so was kann einen auch in Verlegenheit bringen :-) Im Moment des Geschehens regen wir uns viel zu oft über das Unvorhergesehene auf, oder? Gelassenheit wäre da echt hilfreicher. Rückblickend betrachtet hat man aus ‘ner Mücke ‘nen Elefanten gemacht und lacht oft drüber. Ich habe solche Urlaube immer genossen. Stelle aber fest, je älter man wird umso planmäßiger geht man an Urlaube ran und umso mehr Erwartungen hat man auch. Ich bewege mich seit Jahren bewusst wieder in die andere Richtung und stelle fest: wunderbar es geht auch :-)
      Grüße Claudia

      Antworten

  38. Hallo Claudia,

    ja, das Gute liegt oft so nah. Mein Reisetempo hat sich auch wesentlich heruntergefahren. Ein Powertrip tut ab und an gut, ist auf Dauer aber nichts mehr für mich, weil er mir nicht die Möglichkeit gibt, mich mit einem Ort zu verbinden. Tiefes Reisen braucht Zeit. Und die muss ich mir nehmen. :)

    Lieber Gruß,
    Philipp

    Antworten

    • Hallo Philipp, Für mich sind Städtetripps auch immer noch interessant, dann aber wirklich kurz und nur um etwas Bestimmtes in der Stadt anzusehen (nicht das ganze Programm) und besonders das Flair der Stadt aufzusaugen ;-) Ohne würde stets was fehlen.
      Und wie die “Tretminen” zu deinem Beitrag zeigten, die Langsamkeit ist was Wunderbares und nicht jedem liegt das lange Normaden Dasein ( http://woistphilipp.de/was-wenn-alle-nomaden-waren/)
      Grüße Claudia

      Antworten

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